Google und Co. brachten Globalisierung auf Buchmarkt

Die Fusion von Random House und Penguin wäre für Buchmarktexperten "Quantensprung"

Die Fusion der Publikumsverlage Random House und Penguin wäre nach Auffassung des Buchmarktexperten Rüdiger Wischenbart ein "Quantensprung". Aus den Nummern Drei und Vier entstünde die mit Abstand größte Publikumsverlagsgruppe der Welt. "Der internationale Buchmarkt ist im Umbruch", sagte der Wiener Experte am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. Gründe seien der wachsende Erfolg der E-Books und die Globalisierung des Geschäfts durch Unternehmen wie Amazon, Apple und Google. "Diesem Trend müssen die Verlage etwas entgegensetzen."

Internationalisierung

"Der Einschnitt wäre so tiefgreifend wie der von 1998, als Bertelsmann Random House übernahm", sagte Wischenbart. "Das hat die Buchbranche auf den Weg der Internationalisierung gebracht. Die sei vor allem auf die Märkte in den USA, Großbritannien und Frankreich bzw. Deutschland beschränkt gewesen. "Jetzt wird die Entwicklung wirklich global", denn nun würden Märkte wie China, Brasilien und Indien einbezogen.

Kette vom Autor bis zum Leser

"Die Globalisierung wurde massiv durch Unternehmen wie Amazon, Apple und Google in Gang gebracht", sagte Wischenbart. Die spielten wirtschaftlich in einer anderen Liga. "Zugleich wurden die Rollen und Akteure in dem Geschäft kräftig durcheinandergerüttelt." Im Fachjargon: Vertikale Integration. Denn früher hätten die Verlage keine direkte Berührung mit den Lesern gehabt. Das sei jetzt durch Internet, Amazon & Co anders. "Jetzt muss die ganze Kette vom Autor bis zum Leser abgebildet werden. " (APA, 26.10.2012)

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