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Angelobung am Heldenplatz

Entacher, Darabos, Faymann, Fischer.

Kranzniederlegung in der Krypta am Heldenplatz.
Der heutige Nationalfeiertag ist wie erwartet ganz im Zeichen der Heeresdebatte gestanden. Wehrpflicht-Befürworter und -Gegner lieferten sich bei den offiziellen Ansprachen am Heldenplatz einen kleinen Schlagabtausch. Dem Publikumsinteresse tat das freilich keinen Abbruch. Das Bundesheer zählte bei seiner Leistungsschau am Donnerstag und Freitag insgesamt 800.000 Besucher. Großen Andrang gab es auch beim Tag der Offenen Tür in den Ministerien. Vor dem Bundeskanzleramt und der Hofburg stellten sich schon zu Mittag Hunderte Menschen um Einlass an.
Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) setzte heuer auf die Kunst. Den gesamten Nachmittag über gaben Mitglieder des Burgtheater-Ensembles im Bundeskanzleramt kurze Kostproben. Der Kanzler selbst bewarb sogar im Angesicht des Volkes die EU-Hilfen, indem er daran erinnerte, dass auch Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg geholfen worden sei.
Als eifriger Händeschüttler erwies sich Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP), der sich im Außenministerium großen Andrangs erfreuen durfte. Zu zeigen hatte er dem Publikum die EU-Beitrittsgesuche Österreichs, die erstmals ausgestellt wurden. Bundespräsident Heinz Fischer empfing stets gut gelaunt Tausende Besucher von allen Kontinenten.
Etwas ernster ging es am Vormittag beim offiziellen Festakt, bei dem 1.000 Rekruten angelobt wurde, zu. Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) nutzte seine Ansprache, um für sein Berufsheer zu werben, Bundespräsident Fischer plädierte dagegen für die Wehrpflicht. Das Staatsoberhaupt verwies darauf, dass das Bundesheer nach dem Zweiten Weltkrieg "auf Basis der allgemeinen Wehrpflicht mit der Aufgabe für das gesamte Volk, unser Land zu schützen", aufgebaut wurde. Und diese Aufgabe erfülle es auf "professionelle Weise", konterte Fischer dem Argument, dass ein Berufsheer mehr Professionalität bringen würde.
Der Bundespräsident appellierte gleichzeitig an die Verantwortlichen, im Vorfeld der Volksbefragung "verantwortungsvoll zu handeln" und "keine Gräben aufzureißen". Denn es werde auch einen Tag nach dem 20. Jänner geben und man werde weiter zusammenarbeiten müssen. Darabos argumentierte seinerseits, dass es Veränderungen brauche, um die Qualität des Heeres abzusichern. Das Bundesheer müsse auf das veränderte sicherheitspolitische Umfeld ausgerichtet werden. Denn die Bedrohungen seien komplexer geworden. "Wer stillsteht, wer nicht in Bewegung bleibt und abwartet, verliert den Anschluss", so Darabos.
Begonnen hatten die Feierlichkeiten mit der traditionellen Kranzniederlegung in der Krypta am Heldenplatz. Die Staatsspitze legte dabei ihre Kränze erstmals nicht vor dem Denkmal des "Toten Soldaten" im Gedenken an die Gefallenen der beiden Weltkriege nieder, sondern vor einer Gedenktafel für im Einsatz verstorbene Soldaten des 1955 gegründeten Bundesheeres. Grund für den Ortswechsel: Bei einer Untersuchung des Denkmals waren zwei Schriftstücke gefunden worden, von denen eines eine Nazi-Huldigung des Bildhauers Wilhelm Frass enthielt.
Die Leistungsschau, die vom Verteidigungsministerium zum Ärger der Wehrpflicht-Befürworter unter dem Motto "Profis bringen Sicherheit" gestellt wurde, zeigte neben Hubschraubern, Panzern und einem Eurofighter-Modell auch einzelne Spezialbereiche der Armee wie die Garde, die EU-Battle-Group, die Heeressportler, das Jägerbataillon 25, ABC-Spezialisten und einiges mehr. Am Rathausplatz wurde indes das Sicherheitsfest abgehalten, bei dem sich die Blaulichtorganisationen präsentierten. (APA, 26.10.2012)
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Hat der Herr General Entacher seinen Laufburschen mitgebracht?
Herr Bundespräsident Fischer weiß nicht so recht was er von der Sache halten soll, Faymann ist das obligate Kampflächeln eingefroren und Entacher's Laufbursche sieht äußerst betreten drein. So als wäre er von seinem General zurechtgewiesen worden.
Für Reformen hätte Darabos bereits seit dem Jahr 2007 Zeit genug gehabt, sie in Angriff zu nehmen
und vor allem, sie entsprechend zu kommunizieren.
Familiensilber sprich Kasernen zu verkaufen, das ist keine Reform, sondern verscherbeln von Substanzwerten.
es gibt nur in ausnahmefällen soldaten und beamte, die die verfassungsmässigen einrichtungen schützen - fast alle kneifen und verletzen ihre pflicht, sie schauen weg und werden zu komplizen, wenn kammerhofer "seinen" minister abschottet, überwacht, unter druck setzt. entacher sagt zwar, dass alles gegen ihn selbst auch von kammerhofer ausging - es interessiert ihn (als obersten soldaten!) aber nicht im mindesten, dass andere zu schaden kommen und dass soldaten ihre aufgaben zu erfüllen haben. somit sagen nur wenige, was sache ist - die anderen kuschen, schweigen, winden sich durch und wirken daran mit, darabos und integren menschen, die ihn unterstützen, zu schaden.
Dass ausgerechnet am Heldenplatz anlässlich des Nationalfeiertages bei der Angelobung von 1000 Soldaten BM Darabos und ehemaliger Zivildiener, seine unrealistischen Positionen contra Wehrpflicht zum Besten gab, im völligen Gegensatz zum Oberbefehlshaber des Österr.Bundesheeres, BP Dr.Heinz Fischer und in Anwesenheit des obersten Generals Entacher,
ist einerseits beschämend, andererseits sehr pikant
und unsensibel.
Damit hat Darabos auch den Nationalfeiertag zum parteipolitischen Politikum gemacht, in einer Weise, die noch nie an einem 26.10. seit 1955 passierte!
kann genauso gut für ein verbessertes bestehendes system gelten - dass sich zb die szenarien geändert haben, steht auch in der sicherheitsstrategie, die von der övp mitbeschlossen wurde.... der, der weit mehr auf änderungen pochte - nämlich auf weitreichende - ist faymann, der sich bekanntlich via kronen zeitung "seinen" kurs (den von der NATO gewünschten?) diktieren lässt.... entacher sollte aber mal erklären, warum er die pilotprojekte zuerst gutheisst und jetzt gegen sie stellung bezieht, wo sie noch nicht abgeschlossen sind....
Da lügt Darabos.
Aber erst auf Grund einer neuen kann man Aufgaben, Fertigkeiten, Fähigkeiten, Struktur, Budget und gegebenenfalls Wehrsystem ableiten.
Dass ein Bürgermeister für seinen Wahlkampf ein Bundespolitisches Thema aufgreift war schon eine Art des Burgenländerwitzes
haben vor allem ganz viel selbstgerechten pathos auf lager - aber verfassungsmässige einrichtungen zu schützen, wie es ihre aufgabe ist, fällt ihnen nicht im traum ein. auch die bundesregierung muss geschützt werden, damit sie souverän agieren kann. das ist im fall bmlvs nicht so - da lassen sich alle von kammerhofer gegen den minister und die, die zu ihm loyal sind, instrumentalisieren. da hat auch ein entacher nicht den mumm, soldat zu sein und seine aufgabe zu erfüllen.....
regen Sie sich nicht so auf, das bringt nur hohen Blutdruck! Und dieses ewige "der Darabos sagt das, der Fischer das, der XYZ sagt das ...." geht einem schon gehörig am Keks. Nächstes Jahr ist Volksabstimmung, dann werden wir sehen, was Ösireich möchte.
Danke für Ihre Besorgnis, es ist halb so schlimm...gg
Wissens, es ist nicht unbedingt norwendig und staatstragend, wenn ein Verteidigungsminister am
Nationalfeiertag seine parteipolitischen Fixvorstellungen von sich gibt, vor 1000 Jungsoldaten.
Im Jänner 2013 erfolgt die Volksbefragung und ich bin mir sicher, dass die ÖsterreicherInnen mehrheitlich pro Wehrpflicht abstimmen werden.
Lt. aktuellem Bericht im deutschen Spiegel hat die deutsche Bundeswehr grosse Probleme,
Freiwillige zu rekrutieren und diejenigen, welche gewonnen werden konnten, werfen nicht wenige
nach ein paar Monaten das Handtuch. Das sind die Fakten.
Diesen Artikel im Spiegel, aber auch einen weiteren davon habe ich gelesen und mir darüber Gedanken gemacht. Man braucht eben nur über die Grenze zu unserem grossen Nachbarn schauen und dann weiss man's, wie es dzt. läuft.
Mit welch höchsten Tönen hat unser Verteidigungsminister Darabos von seinem deutschen Amtskollegen v.Guttenberg geschwärmt. Der Kollege Guttenberg ist 2010 aus allgemein bekannten Gründen zurückgetreten und von der Bildfläche verschwunden.
Und Darabos erwähnt ihn natürlich mit keiner Silbe mehr, warum auch nur?
Nur wills keiner glauben..
Ich red mir seit Wochen den Mund fusselig (bzw. schreib mir die Finger wund) ....
dass es in DE eben nicht soooooo super läuft wie die es gern hätten.
Danke jedenfalls für den Tipp.
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