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Tokio - Japans Regierung will mit einer kleinen Konjunkturspritze eine befürchtete Rezession abwenden. Das Kabinett beschloss am Freitag ein Paket im Umfang von 422,6 Mrd. Yen (rund 4 Mrd. Euro). Analysten halten dies jedoch für zu wenig, um Japans exportabhängige Wirtschaft angesichts der globalen Abkühlung nachhaltig anzukurbeln. Die Börse zeigte sich am Freitag unbeeindruckt: Der Nikkei sank angesichts des starken Yen um 1,35 Prozent auf 8.933,06 Punkte.
Nun könnte sich die Zentralbank erneut unter Druck sehen, das Paket mit einer weiteren Lockerung der Geldpolitik zu flankieren. Dies könnte bereits auf ihrer Sitzung am kommenden Dienstag (30.10.) passieren. Manche Analysten sehen die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt bereits in einer Rezession.
Der im Volk unbeliebte Regierungschef Yoshihiko Noda steht angesichts der lahmenden Wirtschaft und nahenden Wahlen unter Druck. Sein Konjunkturpaket - das erste im noch bis 31. März 2013 laufenden Steuerjahr - umfasst einschließlich geplanter Ausgaben der Provinzregierungen mehr als 750 Mrd. Yen. Japan nimmt dafür keine neuen Schulden auf, sondern greift auf bereits im Haushalt vorgesehene Reserven zurück. Im Vergleich zu den vier Finanzspritzen des Vorjahres fällt Nodas Paket gering aus.
Die Regierung will mit dem Geld unter anderem die Nutzung erneuerbarer Energien ankurbeln und den Wiederaufbau der Tsunami-Gebiete verstärken. Außerdem soll die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft verbessert und die Forschung mit Stammzellen gefördert werden. Nach Berechnung des Kabinettsbüros wird das Konjunkturpaket das Bruttoinlandsprodukt um mehr als 0,1 Prozentpunkte ankurbeln. Die Regierung will ein zweites Paket nachschieben, sobald ein Gesetz zur Neuausgabe von Staatsanleihen noch im laufenden Steuerjahr verabschiedet wird.
Dieses Gesetz blockiert die Opposition jedoch mit ihrer Mehrheit im Oberhaus des Parlaments. Sie will Noda zwingen, seiner vagen Zusage baldiger Neuwahlen zum maßgeblichen Unterhaus nachzukommen. Nodas Demokratischer Partei DPJ würde dabei nach jüngsten Umfragen der Machtverlust drohen. Spätestens in einem Jahr muss gewählt werden. Daher will Noda nach Einschätzung von Beobachtern mit der Ankurbelung der Wirtschaft auch um die Gunst der Wähler buhlen.
Seine Regierung wolle sich verstärkt darum bemühen, Japan möglichst bald aus der Deflation mit andauernd fallenden Preisen zu holen und die Wirtschaft neu zu beleben, sagte der Regierungschef. Die Verbraucherpreise waren im September um 0,1 Prozent gesunken - im nunmehr fünften Monat in Folge, wie die Regierung mitteilte. Auch der andauernde Höhenflug des Yen setzt der Wirtschaft stark zu. (APA, 26.10.2012)
Regierung korrigiert Wachstum für erstes Quartal auf 1,0 Prozent nach oben - Kreditvergabe der Banken steigt so stark wie seit Jahren nicht mehr
Die japanische Wirtschaft ist überraschend stark gewachsen, die Hälfte des Wachstums geht auf das Konto der Exporte
Die durch die lockere Geldpolitik ausgelöste Yen-Schwäche hatte zuletzt zu einem Ausverkauf am Bondmarkt geführt
Japans Währung verlor seit November zum Dollar über 30 Prozent an Wert
Das billige Geld der Notenbank treibt auch in Japan die Börse zum Höhenflug an. Experten warnen vor zu hohen Erwartungen
Es wurden keine neuen Maßnahmen beschlossen, die Preise gingen um 0,5 Prozent zurück
Die Notenbank allein kann das Land nicht aus der Wirtschaftskrise führen, dazu seien auch Struktur-Reformen auf breiter Front nötig
Haruhiko Kuroda rechnet nicht mit exzessiven Spekulationen wegen großer Staatsanleihen-Käufe
Die japanische Notenbank schießt im Kampf gegen die Deflation aus allen Rohren und löst damit Schockwellen an den Finanzmärkten aus
Die Japaner sind ein patriotisches Volk. Die Mentalität, dass der oder die Einzelne sich der Gruppe unterordnet, gegebenfalls sogar opfert, ist stark ausgeprägt. Falls es hart auf hart kommt, werden die vielen kleinen Leute mit ihren Ersparnissen weitere Schuldpapiere aufkaufen.
Und was soll das bringen bei über 200% Staatsverschuldung? Wenn Japan in eine Rezession schlittert, der Markt beschließt Staatsanleihen werden unsicher und die Zinsen sich erhöhen, dann kann der Staat sich innerhalb kürzester Zeit nicht mehr finanzieren. Dass in dem Fall noch überhaupt irgendwer gegensteuern könnte, ist komplett illusorisch.
japan hat die 200% staatschuldenquote überschritten!
bis jetzt ging das gut, weil japan im inland genügend abnehmer für seine anleihen fand.
das könnte sich aber bald ändern, weil man sich dann auch ans ausland wenden wird müssen.
und dann sind zinssätze von 1(sic!)% absolut nicht mehr haltbar, was das fülr die finanz. des budgets bedeutet, kann sich jeder selbst ausmalen.
naja, bis jetzt hams das ganz gut im griff gehabt, ich hoffe, dass sie auch für die zukunft eine lösung finden.
So oder so "geht es am Problem vorbei". Austeritätspolitik würgt die Konjunktur noch weiter ab, Konjunkturspritzen treiben die Staatsverschuldung nach oben, ohne dass eine erkennbare Aussicht besteht, die Wachstumsraten in den entwickelten kapitalistischen Kernländern jemals wieder auf einem "hinreichenden" Niveau zu stabilisieren.
Wie man es macht, ist es falsch. Man hat, bei Beibehaltung des Systems, nur noch die Wahl zwischen Pest und Cholera.
eine weitere frage wäre, inwieweit hohe vermögen gerecht besteuert werden.
ausreichend große freibeträge! wären natürlich ganz wichtig UND man darf hier nicht den anreiz zum vermögensaufbau im keim ersticken, klein und mittelbetriebe, die übergeben werden dürfen durch steuern nicht am wachstum, bzw. bestehen gehemmt werden.
ABER angenommen das oberste prozent hat über die jahre hinweg einen größeren nettoverdienst zuwachs, als der durchschnitt, dann könnte hier überprüft werden, wie es um die steuerlast eben von hohen vermögen steht - im verhältnis zum sog. mittelstand, der die hauptlast des steueraufkommens trägt.
dies müsste im idealfall aber gemeinsam in der ersten welt passieren und soweit als möglich auch steueroasen miteinbeziehen
Den Mittelstandsbauch bei der Steuererhebung gibt es. Ich bin durchaus dafür, bei den Spitzeneinkommen und Vermögen kräftig zuzulangen.
Nur fürchte ich langsam: Eine Regenerierung in der Art des New Deal - der obendrein noch des Nachfragebooms eines Weltkrieges bedurfte, um voll zu greifen - wird nicht mehr möglich sein.
2008 ist die ganze welt ein stück zusammengerückt.
es gibt einen schwarzen präsidenten in den usa, der unter anderem für die ausweitung der krankenkassaversicherten kämpft, zum teil mit erfolg
in deutschland ist eine frau bundeskanzlerin und der vize schwul.
der mittelstand in china ist massivst angewachsen die letzten 20 jahre und umfasst je nach einteilung schon bis zu 400 mio. menschen.
von den 10 am schnellsten wachsenden staaten (wirtsch.) befanden sich zuletzt mehr als die hälfte in afrika.
UND wer sagt, dass wir immer wachsen müssen? warum immer primär materiell? was ist mit den spirituellen werten?
eine energiewende ist möglich, das bgld. schon bald energieautark(strom) ... e-autos werden immer preiswerter und leistungsf....
ja, industrialisierte erste welt - länder kommen da mit den bisher verwendeten rezepten (sei es schuldenpolitik oder sparefroh) schwer raus.
ABER ich denke schon, dass man das System soweit reformieren könnte, dass man der Schuldenproblematik Herr werden könnte.
Dafür würde es aber einer entschlossenen gemeinsamen vorgehensweise der politik in der sog. ersten welt bedürfen.
und soweit sind wir leider noch nicht, dass dies auch ausreichend passiert.
konkret?
zb spital in bgld. kittsee, gleich die nachbarortschaft in hainburg in nö. hat auch ein spital...
wozu?
das ist nicht die einzige doppelgleisigkeit, die wir uns in österreich leisten, da gibts einige.
mia. teure tunnelprojekt (zb semm. koralm)... wirklich keine alternative?
Man braucht sich nur anschauen was Griechenland braucht. Und Griechenland hat wenigstens ein Wachstumspotential was man von Japan und der alternden Gesellschaft nicht behaupten kann.
Die Griechen sind noch jung und könnten arbeiten wenn sie wollten und Investitionen ins Land kommen. Wer will denn in Japan arbeiten? Die 75 Jährigen?
ich bin aber noch am überlegen ob der Goldstandard die Lösung bringt. Mir konnte auch noch niemand ein schlüssiges Übergangsszenario zwischen den Systemen erklären. Vielleicht haben Sie dazu einen Link.
Und ich meine, Geld muss nicht zwangsläufig gedeckt sein, es geht nur darum wer die Menge kontrolliert. Im Goldstandard wären das die großen Minenbetreiber. Die Macht würde von den Banken dorthin wandern, ist das viel besser?
Ein wirklich gutes System habe ich hier gefunden:
http://www.positivemoney.org.uk/
einen großen Aufwand bedeutet, es technisch schwierig ist. Die jährlich produzierten Mengen sind gering. Auch d ständig steigende Goldpreis hat an dieser Tatsache nichts geändert.
Würde es aber theoretisch billig machbar sein,Gold durch Protonenbeschuss zu erschaffen, sodass sich das Angebot plötzl erhöht, dann würden sich die Menschen nach einem anderen Mittel des Tausches umschauen - Gold-Nachfrage verschwindet.
http://mises.org/daily/485... t-and-Gold
Wesentlich ist also nicht der Goldstandard, sondern die Freiheit zu haben, die Währung zu wählen, in der man d größte Vertrauen hat. Die Transformation ist einfach: Der freie Goldpreis bietet einen Referenzwert f den Tausch v Gütern versus Gold.
"Wesentlich ist also nicht der Goldstandard, sondern die Freiheit zu haben, die Währung zu wählen"
Dann verlieren die Mächtigen die Kontrolle über den Rohstoff "Menschenarbeit", daher passiert das nicht.
Bevor die das zulassen, fliegen die Atombomben.
Nur als Erklärung, falls sich Leute wundern warum die Menschheit nie frei sein wird.
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