Behörde: Keine Preisabsprache bei kroatischer Telekom-Tochter VIP

26. Oktober 2012, 12:09

Untersuchungen bei allen Telekom-Anbietern eingestellt

Die kroatische Wettbewerbsbehörde (AZTN) hat die kroatischen Mobilfunker Hrvatski Telekom (Deutsche Telekom), VIPnet (Telekom Austria) und Tele2 vom Kartellverdacht freigesprochen. Wie die Behörde mitteilte, wurden keine Beweise zu Preisabsprachen im Zeitraum Juli bis Oktober 2009 gefunden. AZTN hatte nach Beschwerden von Konsumenten die Untersuchungen aufgenommen.

Sondersteuer auf SMS

Zu diesem Zeitpunkt, im August 2009, wurde in Kroatien als Krisenmaßnahme eine Sondersteuer auf SMS und andere Telefondienste von sechs Prozent eingeführt, was die Anbieter an die Kunden in Form von Veränderung der Abrechnungseinheiten weitergaben. Die neuen Abrechnungseinheiten waren bei allen drei Anbietern zum gleichen Zeitpunkt, am 1. Oktober, in Kraft getreten. Die Behörde stellte fest, dass VIPnet die Änderung zur Abrechnung der Dienste bereits im August öffentlich mitgeteilt hatte, und folgerte daraus, dass HT und Tele2 dem Beispiel folgten.

Die Krisensteuer wurde heuer im Juli, nach einer Absetzung und Wiedereinführung, auf Druck der EU-Kommission endgültig abgeschafft. (APA, 26.10.2012)

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