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Straßburg/Teheran - Das EU-Parlament verleiht den diesjährigen Sacharow-Preis für Menschenrechte an zwei inhaftierte iranische Menschenrechtsaktivisten: die Anwältin Nasrin Sotoudeh und den Filmemacher Jafar Panahi. EU-Parlamentspräsident Martin Schulz erklärte am Freitag, die Würdigung bedeute auch eine "klare Absage an das Regime in Teheran". Sotoudeh und Panahi "stehen für alles, wofür auch wir stehen. Wir sagen ihnen deutlich, ihr seid nicht allein."
Sotoudeh und Panahi hätten sich Angst und Einschüchterungen im Iran nicht beugen wollen, sagte Schulz weiter, sondern "beschlossen, das Schicksal ihres Landes ihrem eigenen persönlichen Schicksal überzuordnen".
Wegen ihrer mutigen Taten sei Sotoudeh ihrer Familie entrissen und wegen angeblicher Propaganda zu elf Jahren Haft verurteilt worden. Panahi wiederum schaffe durch seine Filme "lebhafte Porträts eines komplexen reichen und schönen Landes und seiner Bewohner".
Panahi gehört zu den wichtigsten unabhängigen Regisseuren aus dem Iran. 2010 wurde er festgenommen und zu sechs Jahren Haft verurteilt, außerdem erhielt er ein Ausreiseverbot und ein 20-jähriges Berufsverbot.
Der Sacharow-Preis ist benannt nach dem sowjetischen Physiker, Dissidenten und Friedensnobelpreisträger Andrej Sacharow (1921-1989). Er wird vom Europaparlament seit 1988 für wichtige Beiträge im Kampf für Menschenrechte vergeben. Der Gewinner erhält 50.000 Euro. Der Preis soll am 12. Dezember in Straßburg vergeben werden. (APA, red/DER STANDARD, 27.10.2012)
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Nasrin Sotudeh,die mutige Rechtsanwaeltin,deren einziges Vergehen,die rechtliche Vertretung der verfolgten Bahaii Religionsgemeinschaft vor Gericht war und infolge dessen nun eine ungerechtfertigte langjaehrige Haftstrafe verbuessen muss.
Jafar Panahi,ein wunderbarer und unabhaengiger Regisseur.Einer,der das Leid und die Ungerechtigkeit im Leben der Iraner ehrlich und ohne Selbstzensurierung in seinen Filmen aufzeichnet,deshalb vom totalitaeren Mullahregime terrorisiert wird und dennoch zu seinen Werten steht.
Ich persoenlich ziehe meinen Hut vor diesen Leuten ab und hoffe,dass sie ihre humanen Ziele erreichen moegen.
Friedensnobelpreise, Menschenrechtspreise werden leider immer gehirnloser oder mit fadenscheinigen politischen und konfliktgeilen Intentionen vergeben.
Da werden ehemalige Terroristen, Multimillionäre und Geheimdienstchefs als "Friedensengerl" ausgezeichnet, da bekommen mittelmäßige Schriftsteller den Literaturnobelpreis (z.B. Solschenizin) aus politischen Gründen. Das schadet der Seriosität dieser Preise, verschärft die politischen Konflikte und erschwert das Leben der Menschen in den jeweiligen Ländern (noch mehr Repressionen). Und das alles für den Kreuzzug des Westens gegen andere Kulturen.
Amnesty International hat das einmal so schön auf den Punkt gebracht: "wenn man von beiden Seiten verprügelt wird, weiss man, daß man objektiv ist"
@Superserbe 3.9: wollen Sie dem Rest der Welt mitteilen, warum Pussy-Riot "hendl-greaks" sein sollen?
Schon steil, wie sehr die drei Ladies die Männer erregen… was denen alles an den Kopf geworfen wird: zig-tausend Postings, wie insignifikant ihre Aktion war sind da nur ein müder Anfang
Laut F.A.Z. wegen des protestbedingten Suppenhuhns in der Vagina
http://www.faz.net/aktuell/p... 67761.html
Ich bin mir sicher, die beiden haben den Preis verdient, aber dass der Preis gerade jetzt an zwei iranische Aktiviten geht, wo fast der ganze Westen eine Kampangne gegen den Iran fährt lässt es so aussehen, also wäre die Auswahl politisch Motiviert gewesen.
Und vermutlich ist es auch so.
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