Muslime beklagen mehr als 100 Tote in Burma

26. Oktober 2012, 10:49

Neue Welle der Gewalt zwischen Buddhisten und Muslimen - Unzureichende Lebensmittelhilfen als Auslöser der Unruhen

Rangun - Bei Zusammenstößen zwischen Buddhisten und Angehörigen der muslimischen Rohingyas sind in Burma in dieser Woche Dutzende Menschen getötet worden. Der Vizepräsident der Muslimpartei NDPD, Hla Thein, beklagte mehr als 100 getötete Muslime. Die Angaben der Buddhisten und der Regierung lagen weit darunter.

Präsident Thein Sein sprach von insgesamt zwölf Toten und 50 Verletzten. Der Sekretär des Rakhine-Jugendnetzes, Tun Tun, sagte dagegen der Deutschen Presse-Agentur, es seien zwölf Buddhisten und eine höhere, aber unbestimmte Zahl Muslime ums Leben gekommen.

Vergewaltigungen

Die neuen Unruhen in der Region Rakhine im Nordwesten des Landes hatten am Samstag mit Protesten der Muslime gegen unzureichende Lebensmittelhilfen begonnen. Rohingyas brannten Häuser nieder. Bereits im Juni waren in der Grenzregion zu Bangladesch nach Schätzungen von Human Rights Watch rund 90 Menschen umgekommen; Zehntausende Rohingyas flüchteten. Auslöser der Unruhen waren Berichte über die Vergewaltigung und Tötung einer Buddhistin durch Muslime.

Anders als 135 andere Volksgruppen werden die 800.000 Rohingyas in Burma nicht als ethnische Minderheit anerkannt. Auch die zivile Nachfolgeregierung der Militärjunta verweigert ihnen die Staatsbürgerschaft. Die Rohingyas gelten als Nachfahren illegaler Einwanderer aus dem muslimischen Bangladesch; viele leben seit über 100 Jahren in Burma. (APA, 26.10.2012)

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wir wollen keine religionen mehr und das aus gutem grunde

Bin mal gespannt...

...wann es mal heisst "Christen beklagen X Tote in z.B. Ägypten"

Wann?

Wissen Sie nicht, was Kopten sind? http://de.wikipedia.org/wiki/Kopt... und_Kopten

bin zwar kein christ aber zur zeit in egypt...merk nicht viel von irgendwelchen unruhen

ok, ich treib mich auch nicht auf den plätzen rum wo sich die massen treffen...

@meresi

Dann geh mal raus aus dem Urlaubsgebiet meresi und in ein koptisches Dorf oder eine koptische Siedlung. Geh mal und schau dir die abgerissenen oder niedergebrannten Kirchen an. Versuch mal als Frau (weiß nicht was du bist) über den Tahirplatz zugehen - egal ob verschleiert oder unverschleiert. Ich hab Fotos von ägyptischen Freunden, die zeigen, dass selbst verschleierte Frauen dort derzeit permanent belästigt und sogar angegrabscht werden. Unverschleierten Koptinnen werden in öffentlichen Verkehrsmitteln die Haare einfach abgeschnitten etc.

calm down schöne frau...

ich bin zur arbeit hier...lt. den sicherheitsbestimmungen unserer firma sollen wir diese plätze meiden. aber die jungs mit denen ich beim job zusammen bin sind auch nicht glücklich über diese extremisten. sie würden lieber wieder frieden haben. gezündelt wird überall auch in österreich...oder nicht ?? und als koptin würde ich halt mal solche plätze tunlichst meiden bis sich die derzeitige politische lage entschärft hat...

@meresi

Es geht auch nicht um "Unruhen", sondern den täglichen Terror gegen Nichtmuslime in Ägypten. Der war schon vor dem sogenannten arabischen Frühling vorhanden, aber jetzt, seit dem Sieg der Islamisten, hat er ein für die Kopten unerträgliches Maß angenommen. Pünktlich nach dem Freitagsgebet werden koptische Siedlungen geplündert und Kirchen geschändet.

Und soweit ich weiß haben die gebildeten Ägypten der Muslimbrüder auch gar nicht gewählt, sondern die ungebildete Analphabeten-Masse - genau wie in der Türkei Erdowahn und seine AKP, die haben ihren Sieg auch dem anatolischen Hinterland zu verdanken und die modernen Türken würden ihn gerne los werden.

Wenn es aktueller sein soll...

...
http://www.spiegel.de/politik/a... 63853.html

darüber wird ja berichtet. was wollen's also?

Erstaunlicherweise gibt es in Birma viele weitere Minderheiten, viele davon christlich geprägt. Es gab und gibt teilweise immer nich große Konflikte mit dem Militär. Aber mit ihren zivilen buddhistischen nachbarn leben all diese Minderheiten in Frieden

Hintergrund

vielleicht kommts im Artikel nicht so raus: Das Problem ist nicht, daß sie eine Minderheit sind, sondern daß sie nicht als solche anerkannt werden. Dh: Sie werden als ausländische Flüchtlinge behandelt und staatsbürgerliche Rechte werden nicht gewährt.

eher nicht

Das kann eigentlich nicht das Problem sein. Auf den inzwischen islamischen Malediwen kriegen die christlichen Bewohner, die dort schon immer lebten, auch nicht die Staatsbürgerschaft, weil sie sich weigern zu konvertieren. Jedoch hab ich dort noch nicht von Ausschreitungen aus diesem Grunde gehört. Es liegt wohl doch eher an der Religion.

Die Rohingyas leben im Westen - die grossen Flüchtlingslager sind in Thailand - im Osten!

Und von vielen anderen Ethnien bevölkert - viele darunter auch Christen - aber Religion spielt in diesem Konflikt eigentlich keine Rolle, anders als dies die Presseartikel immer wieder vermuten liessen. Einige Ethnien konnten sich mit drogenfinanzierten Paramilitärs einigermassen autonome Gebiete erkämpfen (z.B. Shan-State). Zumindest war das vor der Öffnung Burmas so!

war sicher eine wunderschöne holde jungfrau…und hat wie in vielen solchen fällen wahrscheinlich nie existiert.

"Rohingyas brannten Häuser nieder."

wieso, wegen der unzureichenden lebensmittellieferungen? ihre eigenen häuser wohl kaum? regierungsgebäude? die von buddhistischen nachbarn?

Bitte Differenzierter! - für Standard und Poster

Es gibt in Burma nicht einmal 4 % Muslime. Trotzdem gibt es fast direkt im Zentrum von Mandalay (eine der größten Städte des Landes mit ca. 1.000.000 Bewohnerinnen) zwei Moscheen. In den Hotels in deren Nähe wird man früh morgens vom Muezzin geweckt. Dieses Faktum zeigt die Toleranz der Buremesen gegenüber anderen Glaubensrichtungen. Die Situation hier lässt sich nicht auf eine Auseinandersetzung zwischen Islam und Buddhismus reduzieren, es geht viel mehr um die Problematik zwischen ganz speziellen Bevölkerungsgruppen/Minderheiten. Eine Reduzierung dieser Problematik rein auf den Glauben ist sehr irreführend und enttäuschend (im Standard dies zu lesen).

In Deutschland sind bisher keine Muslime tot geschlagen worden,..

wenn sie eine Frau vergewaltigten oder einen Jungen ermordeten.
Aber es wird nimmer lang dauern!

In Deutschland wurde mehrere Muslime erschossen, weil sie erfolgreich ein Geschäft führten - z.B. Kebab Stand!

Soviel zu Ihrem skurrilen Vergleich!

schlechter Vergleich

Ja, aber nicht von einer aufgebrachten Menschenmenge, sondern von zwei durchgeknallten Hirnis. Sowas nennt man im umgekehrten Fall normalerweise "bedauerlicher Einzelfall".

An die Rotstrichler - Zwickau schon vergessen?

Oder ist das natürlich gaaaanz was anderes?

LOL, wie soll das vergleichbar sein?

Beim einen machen Zwei Kranke Selbstjustiz aus extremistische-ideologischen Motiven. Beim anderen gehen Bevölkerungsgruppen, aufeinander los, weil Häuser brennen, Menschen ermordet und Vergewaltigt werden.

Zwikau ist vergleichbar mit z.B. Arid U. der am Frankfurter Flughafen amerikanische Soldaten erschossen hat.

jaja, natürlich gehts immer um irgendwelche religionen, unsichtbare freunde im himmel wegen derer sich die menschen ganz plötzlich die birnen einhauen usw.......

es geht nie um burmas gasvorkommen, die geplanten pipelines, und die interessen irgendwelcher multinationalen konzerne denen diese konflikte nur zufällig gerade recht kommen...........

http://www.nrhz.de/flyer/bei... p?id=11545

Viele leben seit über 100 Jahren in Burma! Respekt!

Auslöser der Unruhen waren Berichte über die Vergewaltigung einer Buddhistin durch Muslime und Tötung einer

Das heisst also, mehrere Moslems haben eine buddhistische Frau vergewaltigt und dann getötet?
Abscheulich.

Entlarvend das sie mit die anderen Tötungen nicht abscheulich finden...

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