Ozonloch über Antarktis so klein wie lange nicht mehr

25. Oktober 2012, 19:04

Nur einmal in den letzten 20 Jahren war die Ozonkonzentration so hoch wie 2012 - Grund dürften höhere Temperaturen über Südpol sein

New York -  Nur einmal in den vergangen zwei Jahrzehnten war das Ozonloch über der Antarktis so klein, wie in diesem Jahr. Die durchschnittliche Größe habe rund 18 Millionen Quadratkilometer betragen, teilten die US-Raumfahrtbehörde NASA und die US-Wetterbehörde NOAA am Mittwoch (Ortszeit) in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Wissenschafter messen schon seit Jahren ein allmähliches Schrumpfen des Ozonlochs.

Weil Ozonfresser wie Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) - deren Benutzung 1987 mit dem Montreal-Protokoll eingeschränkt und schließlich gestoppt werden sollte - aber sehr langlebig seien, gehe der Schrumpf-Prozess nur sehr langsam voran, heißt es in der Mitteilung. Bis sich die Ozonschicht wieder voll erholt hat, kann es den Experten zufolge noch bis 2065 dauern.

Höhere Temperaturen über dem Südpol

In diesem Jahr sei zudem die zweithöchste Konzentration von Ozon über der Antarktis in den vergangenen 20 Jahren gemessen worden, teilten NASA und NOAA mit. Möglicher Grund seien höhere Temperaturen über dem Südpol.

Die Ozonschicht ist das Schutzschild der Erde und filtert die schädliche UV-Strahlung der Sonne fast ganz heraus. Ohne Ozonschicht wäre das Leben wie wir es kennen auf der Erde nicht möglich. (APA/red, derstandard.at, 25.10.2012)

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jetzt bin ich wieder beruhigt.

nachdem das FCKW verbot nach nur 25 jahren wirkung zeigt, erwarte ich mir von CO2 und klimawandel auch etwa das tempo. wenn wir jetzt sofort den CO2 ausstoss stoppen.
also los, STOP, jetzt!
oder ist das doch ein wenig komplizierter?

Es ist halt vergleichsweise leicht, FCKW durch anderes zu ersetzen, hingegen ungleich schwerer, fossile Energien durch andere zu ersetzen.
Zudem zerfällt CO2 gar nicht, das bleibt uns sehr lange erhalten, die Bindung von CO2 dauert ungleich länger als nur ein paar Jahrzehnte.

das ie beiden phänomene vollkommen unterschiedliche wirkmechanismen haben ist ihnen schon bewusst, oder?
beim fckw dauert das halt etwas (verweilzeit in der atmospäre ca 100 jahre, es dauert, bis das fckw zur ozonschicht aufsteigt und dort zerlegt wird (und dabei das ozonloch verursacht), dagegen kann man nichts machen, das muss man aussitzen und dabei keine weiteren fckw nachschicken)
bei treibhausgasen schaut die sache anders aus. co2 zb wird nicht so einfach abgebaut, es muss in einer kohlenstoffsenke wieder aufgenommen werden (zb wälder etc.). sobald also die c-senken wieder mehr co2 aufnehmen als erzeugt wird, sinkt die konzentration, da muss man nicht erst 50 jahre warten, bis es die ozonschicht o.ä.erreicht
(vereinfacht ausgedrückt).

Ja, schon. Bei einem sofortigen Stop des Nachschubes würde relativ schnell die CO2 Konzentration etwas sinken, durch Austausch zwischen Meerwasser und Athmosphäre hauptsächlich. Solange, bis sich das ausgeglichen hat, dauert auch Jahrhunderte, wegen absinkendem Meerwasser, daß dann lange unten bleibt. Aber nicht auf den ursprünglichen Ausgangswert.
Danach wird CO2 nur mehr durch Sedimentation und Verwitterungsprozesse in Gesteinen gebunden, in Zeitskalen von Jahrhunderttausenden.

ich wollte mit meinem posting eig. auch nur den unterschied zwischen fckw und co2 deutlich machen. fckw doch schon ein paar jahre nicht mehr ausgestoßen und das ozonloch merkt nichts davon, während eine reduktion im co2 ausstoß sofort merkbar wäre.
(außerdem kann man für die diversen treibhausgase zusätzlich zu den natürlichen mechanismen noch lösungen finden, während das bei fckw eher schwer wird...)

Diesen Unterschied seh ich nicht. Weshalb sollte eine Reduktion des Ausstosses sofort merkbar sein. Selbst eine Null-Emission ab jetzt wäre nicht sofort merkbar, und der Rückgang, der noch halbwegs bald erfolgen würde, wäre gering. "Wirklich" merkbar, also bis sich vorindustrielle Verhältnisse wieder einstellen, dauert es dann eben die Jahrzehntausende/ Jahrhunderttausende (wenn da nicht anderes dazwischenkommt).
Welche Lösung wäre für CO2 denkbar, daß bereits freigesetzt ist? Einfangen, in Kohlenstoff zurückverwandeln, diesen vergraben? Dafür wäre die Energiemenge von z.B. >= 15000 Kernkraftwerken nötig, um, abzüglich Verluste, jährlich gleichviel CO2 in Kohlenstoff zu verwandeln, wie bisher jährlich CO2 durch Verbrennung entstand.

hm... bin gerade auf meinen denkfehler draufgekommen (ich habe (in meinen gedanken) die reduktion des !zuwachses! beim co2 quasi mit der reduktion !absolut! bei den fckw verglichen, daher mein für sie wohl etwas unverständlichen aussagen.
vl merk ich mir endlich, des nächtens keine ernsten themen mehr zu behandeln, da kommen nur blöde 'verdenker' dabei heraus.

was das speichern angeht: wenn ich eine lösung hätte, wäre ich fleißig dabei, diese zu vermarkten und sicher nicht hier im forum am posten ;)
wobei: es wird doch immer über das schmelzen der pole gejammert, da könnte man doch trockeneis raufschippern, das wären dann quasi zwei fliegen mit einer klappe geschlagen... :D

Sie können es ruhig auch auf der Basis absolute Reduktion vergleichen!
FCKW: Red. auf Null, In der Stratosphäre steigt der Wert noch eine Zeit lang an (Aufstiegszeit), dann Zerfall während so 100 Jahren.
CO2: Red. auf Null (hypothetisch). Der Wert in der Athmosphäre sinkt in den ersten Jahren und Jahrzehnten (Austausch mit Ozean, etc.) etwas, 1/4 vielleicht verschwindet auf diese Weise, und dann bleiben die restlichen 3/4 sehr sehr lange erhalten.
Red. des Ausstoßes heist hier nur, das Faß wird langsamer gefüllt, der Spiegel steigt dennoch, in menschlich überblickbaren Zeiträumen verschwindet nichts. Bei anderen Treibhausgasen ist das anders, Methan z.B. zerfällt in der Athmosphäre.

genau das hab ich gemeint.
ich hab nur eben falsch gedacht bzw verglichen...

die derzeitige Erderwaermung ist mit Sicherheit auf Ausstoss klimarelevanter Gase durch den Mennschen zurueckzufuehren, und wenn sich da nichts bessert sich die Bedingungen fuer Mensch und Natur noch in diesem jahrhundert radikal aendern (eine recht signifikante Aendeurng ist bereits unausweichlich). Es ist *nicht* komplizierter. Wer das nicht wahrhaben will, verhaelt sich wie ein Kleinkind das sich die Augen zuhaelt um nicht gesehen zu werden.

Mit großer Sorge ...

wird da die Klimawandel-Angstmach-Industrie auf diese Ergebnisse blicken. Womöglich ist das Ganze ein natürlicher Schwankungsprozess - grad jetzt, wo schon fast alle hysterisch gemacht sind und der Sieg nahe scheint.

wie du vielleicht schon bemerkt hast ist das ozonloch nicht von selbst oder durch zufällige schwangungen kleiner geworden, sondern durch das fckw-verbot vor 25 jahren.
genauso wie das waldsterben der 80er-jahre nicht einfach von selbst aufgehört hat, sondern durch massive gesetzesändeurngen udn strenge abgaswerte bei kfz und industrie.

ja, ja, das fckw verbot !

vielleicht sollte man die wirklichkeit sehen und dann über die effekte des vermeintlichen verbots urteilen.
http://www.phoenix.de/content/p... gen/288698

und?

was willst du uns mit diesem link sagen?
es gibt und fckw-schmuggel von china nach europa. ja und? das ist ein verbrechen und sollte entsprechend bestraft werden. bei einem fall ist dies schon geschehen.
aber was an dieser geschichte widerspricht meiner ausage, dass das fckw-verbot vor 25 jahren hauptursache für die verkleonerung des ozon-lochs ist?
es wurde eine maßnahme gesetzt, um ein existierendes umweltproblem zu bekämpfen. so wie beim waldsterben in den 80er-jahren.

ich frage mich wieso sind diese fckw mollekülen aus der nordhemisphäre zur südpol gewandert und kein loch hier im norden zuerst geschafft? fast das gessamte menschliche fckw wurde im norden produziert...
natürliche emissionen hier:
"A strong source of methyl chloride to the atmosphere from tropical coastal land"
http://www.nature.com/nature/jo... 295a0.html
und "Chemists poke holes in ozone theory" hier:
http://www.nature.com/news/2007... 9382a.html
siehe auch:
http://www.motls.blogspot.com//2012/04/... ution.html
vielleicht muß die wissenschaft die sache neu anschauen und bewerten.

erkundige dich, dann erfährst du den grund dafür.

Die Erklaerung dafuer war zu meiner Zeit Bestandteil der Schulbildung in Chemie. Zu deiner nicht?

warum das ozon-loch über der antarktis auftritt:

http://www.esrl.noaa.gov/csd/asses... ns/Q10.pdf

sie sind im übrigen schon der zweite user, der mit "news" aus 2007 über angebliche lücken in der theorie antritt, die 2009 schon wieder obsolet waren.

http://pubs.acs.org/doi/abs/1... /jp9065345

apropos war nicht das ozon-loch der grund warum das antarktisches eis ein maximum erreicht hat?
wie geht das mit einem "minimales loch" zussamen?

nein, es war nicht *der* grund für die arktische meerausdehnung, sondern *ein* grund von mehreren, u.a. dem hier beschriebenen:

http://journals.ametsoc.org/doi/pdf/1... JCLI4136.1

die starke schichtung des meeres (mit kaltem, polarem wasser über wärmerem, subtropischen), um die es dabei geht, ist hier gezeigt, sollten sie sich das nicht vorstellen können:

http://blogs.ei.columbia.edu/wp-conten... e2-pg2.png

die "minimale" ausdehnung des ozonlochs ist im langjährigen vergleich auch gar nicht so minimal:

http://www.theozonehole.com/images/o3... eoct10.jpg

wegen der temperatur-abhängigkeit des ozon-abbaues kommt es wetterbedingt immer wieder zu kurzen abweichungen vom langfristigen trend.

tja, interessant. re. ozon-loch dachte ich das alles geklärt war.
die geschichte wird aber benützt um das klimawandel-modell zu unterstützen, also vielleicht muß man sich das auch näher anschauen.

sie haben nichts über natürliche chloride emissionen gesagt noch dazu ihre studie bestätigt die wichtigkeit von extrem niedrige temperaturen.
+"In 1958, measurements of total ozone were made at the Dumont d’Urville station (66.7°S, 140°E) in Antarctica using a photographic plate method to analyze solar ultraviolet radiation after it passed through the ozone layer. The reported measure-
ments were anomalously low, reaching 110–120 DU in September and October. "
(nicht bestätigt in andere lokationen.)

vielleicht gibts noch einiges zu lernen...

zum methylchlorid: was wollen sie denn damit? das war doch schon vorher als vorwiegend natürlich bekannt. das paper stellt das ausmaß überhaupt nicht in frage, sondern nur die genaue biogene quelle (küstengebiete statt der ozeane). das ändert an der chemie in der stratosphäre genau NULL.

bis evtl. auf die Leugnungsindustrie...

.... und ihrem teilalphabetisierten Anhang bohrt niemand so einen duemmlichen Zusammenhang aus der Nase

Die Theorie des Ozonloches,

die ich als 100x solider einschätzen würde als die gängigen Ansichten über den Klimawandel, ja, selbst diese Theorie bekommt Löcher:

http://www.nature.com/news/2007... 9382a.html

"100x solider (...) als die gängigen Ansichten über den Klimawandel"

Ein aleph null hat gemeint, dass eine Verdoppelung des CO2-Anteils die Temperatur in der Atmosphäre erhöht (um 1,1 Grad). Ist das eine der Theorien, die du als weniger solide einschätzt?

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