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vergrößern 600x400Eine Regenbogenforelle am Angelhaken ... ob sich die Fische über längere Zeit an den Geruch von Raubfischen erinnern, dürfte auch von ihrer Persönlichkeit abhängen.
Ein Beutefisch muss zwischen widersprüchlichen Verlangen abwägen: Auf der einen Seite steht das Verstecken vor Räubern, auf der anderen Seite die Nahrungssuche, die Verteidigung des eigenen Territoriums und die Paarung. Basis für das Gelingen dieser Balance sind zuverlässige Informationen über die Bedrohung durch Raubfische. Wie ein kanadisches Forschungsteam nun herausgefunden hat, kann die Persönlichkeit eines Fisches offenbar seine Reaktion auf Bedrohungen beeinflussen und bestimmen, was der Fisch aus diesen Bedrohungen lernt. Die Studie um Grant Brown von der Concordia University wurde im Journal "Behavioral Ecology and Sociobiology" veröffentlicht.
Da sich die Räuber nie zur gleichen Zeit am gleichen Ort aufhalten, ist es für Beutefische entscheidend zu lernen, welche Informationen auf eine Bedrohung durch einen Räuber hinweisen. Diese Informationen müssen zu einem späteren Zeitpunkt abrufbar sein, um relevante Bedrohungen jederzeit einschätzen zu können. Die Forscher haben untersucht, wie lange junge Regenbogenforellen zuvor erlernte Informationen über einen Räuber in Erinnerung behielten und wie die Persönlichkeit eines Fisches - eher "scheu" oder eher "mutig" - seine Erinnerungen an die Bedrohung beeinflusst.
Um die Forellen als "scheu" oder "mutig" zu kategorisieren, wurden sie in einem kleinen Testbehälter in ein ihnen unbekanntes Wasserbecken gesetzt. Nachdem eine bewegliche Barriere aus Plexiglas entfernt wurde, bewegten sich einige Forellen schnell aus dem Testbehälter in das unbekannte Territorium und zeigten damit risikoreiches Verhalten - sie wurden als mutige Fische eingestuft. Die scheuen Fische bewegten sich vorsichtiger und vermieden Risiken.
Anschließend trainierten die Forscher den einzelnen Forellen an, den Geruch von Sonnenbarsch, einem Forellenräuber, zu erkennen. Nach 24 Stunden testeten die Forscher, ob sich die Forellen noch an den Geruch erinnerten. Acht Tage später wurde dieser Test wiederholt.
Das Ergebnis der Untersuchung: Während der Konditionierungsphase und auch noch 24 Stunden danach war kein Unterschied zwischen den mutigen und den scheuen Fischen zu beobachten. Nach acht Tagen jedoch erkannten die scheuen Forellen den Geruch des Sonnenbarschs noch immer, während die mutigen Forellen nicht mehr auf den Geruch reagierten. Die Ergebnisse weisen den Wissenschaftern zufolge darauf hin, dass die während der Konditionierung gezeigte Persönlichkeit - risikoreich oder zurückhaltend - die Dauer der Erinnerung an die erhaltene Information beeinflussen dürfte. (red, derStandard.at, 27.10.2012)
Abstract
Behavioral Ecology and Sociobiology: Retention of acquired predator recognition among shy versus bold juvenile rainbow trout (Die ganze Studie kann derzeit als pdf-Datei ohne Anmeldung heruntergeladen werden.)
Indirekter Effekt: Grizzlybären verschmähen neue Fischart und konzentrieren sich verstärkt auf junge Wapitis - Dies könnte gesamtes Nahrungsnetz verändern
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Mut hat mit alledem nichts zu tun - im Gegenteil. Mutige, so meinen Einschätzung, verlassen nur die Komfortzone, begeben sich vielleicht bis an den Rand der Gefahrenzohne, aber nicht in diese hinein.
Sobald ein Gelingen nur mehr vom Zufall abhängt etwa, dass ein Stein gerade nicht herunterfällt wenn ich unten durchgehe, ich aber nicht einschätzen kann wann er fällt - so ist das Hasard, nicht Mut.
ich hätte gedacht dass mutige fische öfter in die Situation kämen schnell reagieren zu müssen, sich also eher besser erinnern müssten als ängstliche, die vor Unbekanntem generell mehr Respekt haben (die würden dann ja auch ohne Erinnerung schnell mal wegschwimmen)...
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