EM-Traum für ÖFB-Frauenteam geplatzt

25. Oktober 2012, 16:35

Respektables 1:1 beim Rückspiel des EM-Playoffs in Russland - Thalhammer-Team jedoch mit Gesamtscore von 1:3 gescheitert

Rostow am Don - Für Österreichs Fußball-Frauen bleibt die erstmalige Teilnahme an einem Großereignis vorerst nur ein Traum. Am Donnerstag verwandelte Rot-Weiß-Rot im EM-Qualifikations-Play-off gegen Russland dank eines Freistoßtreffers von Sarah Puntigam (75.) einen 0:1-Halbzeitrückstand zwar noch in ein 1:1-Remis, konnte das 0:2 vom Hinspiel am vergangenen Sonntag aber nicht mehr wettmachen.

Erfolg trotz Niederlage

Die mangelnde Chancenauswertung des Spiels St. Pölten, in dem die ÖFB-Truppe dominiert hatte, sollte sich schließlich bitter rächen. Ein unnötiges Kopfballtor von Kostjukowa machte die geplante Aufholjagd nach genau einer halben Stunde trotz einer guten zweiten Hälfte quasi zunichte. Schon das Erreichen des Play-offs gegen die in der Weltrangliste um 15 Positionen besser klassierten Russinnen darf freilich als Erfolg für den heimischen Frauenfußball gewertet werden.

Ohne die gesperrte Carina Wenninger, für die Virginia Kirchberger in die Innenverteidigung rückte, konnten die Österreicherinnen in der ersten Hälfte keine Akzente setzen und fanden im Gegensatz zum Spiel in St. Pölten kaum den Weg zum Tor. Die Vorentscheidung fiel in der 30. Minute: Nach einem Eckball verschätzte sich Torfrau Anna-Carina Kristler im Fünfer klar, Kostjukowa kam unbedrängt zum Kopfball und stellte auf 1:0 für die Gastgeberinnen.

Sturm und Drang

Österreich erholte sich vom Schock aber recht schnell, drängte auf den Ausgleich und hatte kurz vor der Pause auch die Riesenchance: Doch die schon zuletzt starke russische Schlussfrau Todua parierte den schönen Schlenzer von Laura Feiersinger bravourös (44.).

Nina Burger und Co. agierten nach dem Seitenwechsel engagierter, sorgten bei zwei Standards (55., 62.) auch für echte Gefahr im Strafraum, erspielten sich gegen die kompakten Russinnen aber nach wie vor keine echten Chancen.

Die Gastgeberinnen beschränkten sich auf das Verwalten des Vorsprungs und ließen sich auch vom Ausgleichstreffer durch Bayern-München-Legionärin Puntigam, die bei ihrem direkten, zentralen Freistoß von einem schweren Schnitzer Toduas profitierte, nicht mehr beirren. Im Finish hatte Viktoria Schnaderbeck sogar das 2:1 am Fuß, der abgefälschte und satte Schuss kullerte aber am russischen Tor vorbei (85.). (APA, 25.10.2012)

Ergebnis des Play-offs zur Frauen-Fußball-Europameisterschaft - Rückspiel:

  • Russland - Österreich 1:1 (1:0)
    Rostow, 2.000, SR Efthalia Mitsi (GRE). Hinspiel: 2:0

Russland mit Gesamtscore von 3:1 beider EM.

Torfolge:
1:0 (30.) Kostjukowa
1:1 (75.) Puntigam

Russland: Todua - Petrowa, Tsybutowitsch, Kostjukowa, Medwed - Sotschnewa (93. Gordejewa), Sawtschenkowa (77. Djatschkowa), Morosowa, Terechowa - Maschina, Schljapina (64. Kurotschkina)

Österreich: Kristler - Gröber, Höller, Kirchberger, Hanschitz - Aschauer (59. Makas), Puntigam (85. Eder), Schnaderbeck, Prohaska - Feiersinger, Burger Gelbe Karte: Sawtschenkowa

 

  • Island - Ukraine 3:2 (2:1)
    Hinspiel 3:2 - Island mit Gesamtscore von 6:4 für EM qualifiziert.

Qualifizierte Teams neben EM-Gastgeber (10. bis 28. Juli 2013) Schweden: Deutschland, Italien, Norwegen, Frankreich, Finnland, England, Dänemark, Niederlande, Spanien, Russland, Island

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typisch österreichisch

noch bevor der wettbewrb beendet ist,es kommt ja noch ein spiel,steht in der zeitung daß schon alles vorbei ist,

typisch österreichisch

keinen plan und trotzdem gscheid mitreden

Wie meinen Sie das? Das Spiel war bereits das Rückspiel. Das Hinspiel in St. Pölten ging 0:2 verloren und damit gibt es kein weiteres. :-)

ich dachte es war das erste spiel

Macht ja nix! Ich irre mich auch zeitweise. Meine Frau meint sogar immer mehr... :-)

Georg G. Pichler
03
26.10.2012, 13:32

dann wäre es sinnvoll, mehr als nur die Schlagzeile zu lesen, weil schon alleine aus der Einleitung hervorgeht, dass es das Rückspiel war ;)

Schlechter wie Rapid,

sinds eigentlich auch nicht

nur ihr deutsch ist schlechter

schade, aber damenfußball ist so interessant wie herren synchronschwimmen.

1 comment und 5 mal grün, bist nur 6 mal eingeloggt? warst faul heut?..:;-)

Nein, ich bin auch eingeloggt.

Naja:

In St. Pölten statt 0:2 0:0, dann würd das 1:1 ja reichen:-))

Richtig! Die Chancenauswertung in St. Pölten war eines, aber das die Russinnen überhaupt zwei Tore machen konnten ist eher dem schlechten Defensivspiel zuzurechnen.

die einzelnen spielerinnen halten den ball immer eeewig lang omg

stimmt. aber sie gehen viel mehr in 1:1 situationen....

Schnelles Kurzpassspiel gibt's bei den Damen (noch) nicht. Aber ja auch nicht bei allen Herrenteams. ;-)

Zwischenzeitlich: Ton-und Sendeausfall beim ORF:-((

musst auf den grindigen stream ausweichen, der rennt.

Schidsrichterin Mizi? ;)

Wieso sollte es bei den Frauen anders sein als bei den Männern?

Und, in wievielen Artikeln werden wir den gleichen Sch... jetzt noch lesen?

unsre Damen sind aber zur zeit weiter als die herren

schwer zu glauben wenn ich das seh...

technisch nicht, aber vom erfolg her schon

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