Missbrauch: Pfarrer-Initiative will Umgang mit Mitgliedern beraten

    25. Oktober 2012, 15:47
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    Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt kritisiert Zugehörigkeit zweier mutmaßlicher Täter - Schüller verweist auf nächste Vorstandssitzung

    Wien - Die Pfarrer-Initiative ist mit Vorwürfen der Plattform "Betroffener kirchlicher Gewalt" konfrontiert. Laut dieser sind auch "bekannte Missbrauchstäter" Mitglied der Reformgruppe, hieß es am Donnerstag gegenüber der APA. Sprecher Helmut Schüller bestätigte dies gegenüber der APA, man werde im Vorstand beraten, wie man in den beiden Fällen vorgehen werde.

    Unter den Mitgliedern der Pfarrer-Initiative befindet sich etwa der ehemalige Erzabt von St. Peter in Salzburg, Bruno Becker. Er hatte sein Amt niedergelegt, nachdem publik geworden war, dass er vor 40 Jahren einen Minderjährigen sexuell missbraucht haben soll. Beim zweiten Mitglied handelt es sich um einen steirischen Priester, dem ebenfalls Missbrauch vorgeworfen wird.

    Plattform kritisiert Pfarrer-Initiative

    Schüller nimmt die Vorwürfe der Plattform durchaus ernst: "Wir müssen uns überlegen, wie wir uns in einem solchen Fall verhalten", meinte er. Dies könne nur beim nächsten Zusammentreffen des 18-köpfigen Vorstands der Pfarrer-Initiative geschehen.

    Schüller habe die vielen Verbrechen von Klerikern an Kindern nie thematisiert, kritisiert hingegen die Plattform. "Ob konservativ oder progressiv: Ungeahndeter sexueller Missbrauch ist offensichtlich in sämtlichen Flügeln der katholischen Kirche allgegenwärtig", so deren Sprecher Sepp Rothwangl. (APA, 25.10.2012)

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