News und Fahrplaninfos: Wiener Straßenbahnen bekommen Monitore

  • So soll die Echtzeit-Anschlussinformation ab November aussehen.
    foto: wiener linien/thomas jantzen

    So soll die Echtzeit-Anschlussinformation ab November aussehen.

Bis Jahresende 20 Niederflurzüge umgerüstet - Bis 2014 sollen es 101 Garnituren sein

Wien - Topinformiert, das sollen die Wiener Öffi-Nutzer in Zukunft sein - zumindest, wenn sie mit einer Niederflurstraßenbahn (ULF) unterwegs sind. Ausgewählte Garnituren werden nämlich mit Monitoren ausgestattet. Diese zeigen neben Nachrichten nicht nur die nächste Haltestelle und dortige Umsteigemöglichkeiten an, sondern an wichtigen Knotenpunkten auch Echtzeit-Informationen zu den Anschlusslinien. Bis Jahresende sollen 20 Züge mit den Screens ausgestattet sein, bis 2014 insgesamt 101.

Info-Monitoren seit Oktober

"Die Wiener Linien transportieren 2,4 Millionen Fahrgäste täglich. Wir wollen die Fahrgäste nicht nur sicher und bequem ans Ziel führen, wir wollen sie auch informieren", erklärte Verkehrsbetriebe-Geschäftsführer Eduard Winter bei der Präsentation der Info-Anzeige am Donnerstag. Seit Anfang Oktober sind bereits einige ULF-Garnituren mit den Info-Monitoren ausgestattet, um letzte Testläufe durchzuführen. Auf diesen werden die nächste Haltestelle wie auch die Umsteigemöglichkeiten angezeigt.

Informationen zu Anschlusslinien ab November

Im November soll schließlich das finale System zum Einsatz kommen. Dabei erhalten die Fahrgäste an wichtigen Knotenpunkten außerdem Echtzeit-Informationen zu den Anschlusslinien, also wie lange man auf die jeweils nächste Bim bzw. den nächsten Bus warten muss. Weiters sind auf den Screens Nachrichten, Wissenswertes und Werbung zu sehen bzw. zu lesen. Projektpartner ist Infoscreen, der die Bildschirme auch mit Inhalt füttert. Auch die Screens in den U-Bahn-Stationen werden von diesem Unternehmen mit Nachrichten beliefert. Infoscreen ist eine Tochtergesellschaft des Werbeunternehmens Gewista.

Wie viel Geld für das Vorhaben ausgegeben wird, wollten Gewista-Geschäftsführer Karl Javurek und Infoscreen-Geschäftsführer Franz Solta nicht verraten, nur so viel: Es handle sich um eine "sechsstellige Summe". Die Refinanzierung soll über Werbeeinschaltungen erfolgen. Dabei dürfen maximal 30 Prozent der Gesamtzeit mit Werbung bespielt werden. Den Wiener Linien entstehen keine Kosten.

Möglicher Einsatz in U-Bahn und Bus

Bis Jahresende ist geplant, 20 Straßenbahnen mit jeweils fünf Bildschirmen auszurüsten. Bis 2014 werden schließlich 101 der rund 250 ULFs damit unterwegs sein. Ob darüber hinaus weitere Bims damit ausgestattet werden, werde man sehen, hieß es auf Nachfrage. Die umgerüsteten Straßenbahnen werden in ganz Wien unterwegs sein, es würden keine Linien bevorzugt.

Ob die Bildschirme ihren Weg auch in U-Bahn und Bus finden werden, ist offen. Es werde zunächst einmal die Reaktion der Kunden abgewartet, so Winter. "Wenn die Fahrgäste es nicht mehr missen wollen, dann wird es auch dort ein Thema werden", stellte er allerdings in Aussicht. (APA, 25.10.2012)

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Die sollen lieber endlich was gegen den Kanalgeruch in der u4 zwischen Friedensbrücken und Rossauer Lände unternehmen.

Der kommt zwar nur wenn es warm ist, aber im Hochsommer ist es unerträglich.

Die Refinanzierung läuft bereits auf Hochtouren. Ist zumindest mein Eindruck, denn die 30% Werbung werden immer dann gezeigt, wenn ich gerade hinschaue. Ich bin ohnehin ein Wunder, denn die pünktlichste Bahn der EU, die ÖBB mit 95% pünktlichen Abfahrten scheint ihre 5% Unpünktlichkeit vollends auf meiner S-Bahn-Strecke auszuschöpfen, wobei Zugsausfälle anscheinend gar nicht in die Kategorie Unpünktlichkeit fallen dürften.

Ich finde, die Displays sind viel zu aufdringlich platziert. An der Decke oder auf der Seite, wenn kein Fenster ist, würden Displays ja ganz gut passen, aber auf dieser Höhe und mit sowieso nur laufender Werbung finde ich diese durchaus nervig, auch wenn einige das jetzt wieder mal nur als Sudern bezeichnen (und dabei selber nur rumsudern, dass andere sudern) ...

Aaaaah, SUDERANTENALARM!!

Klingt doch ganz praktisch, und max. 30% Werbung ist auch erträglich. Ich bin selber Wiener, aber das ganze Herumjeiern dauernd macht mich selbst ganz weinerlich, jeiernd und suderanzanfällig. Es ist ein Teufelskreis.

bitte wenn geht

anstelle von so einem quatsch zu installieren, klimaanlagen sämtliche ubahnen einbauen - der nächste sommer kommt bestimmt!

ist zwar schön

Wie wärs aber statt diesen investitionen mal endlich alle alten bim rauszuhauen?

Die alten Bims (E1) werden derzeit, obwohl noch voll funktionstüchtig, sowieso laufend ausgemustert/verkauft. Baujahre 1966 bis 1970 sind zum Beispiel bereits komplett ausgemustert. Ein Hauptvorteil von Straßenbahnen ist gerade die Langlebigkeit, da die E1 bis 1976 produziert wurden werden diese wohl noch bis 2016-18 in etwa in Wien in Betrieb sein, anderorts leicht noch 10 Jahre länger.

Die mittelalten E2 wurden übrigens sogar bis 1990 produziert, die werden wohl noch bis um das Jahr 2030 in Wien unterwegs sein. Ist doch super wenn etwas langlebig ist, auf Niederflur könnten diese Straßenbahnen (wenn das der Kritikpunkt ist) auch relativ günstig umgerüstet werden. Warum also Geld raus werfen?

es geht mir nicht um niederflur

es geht mir um den Panzer der dann vor meinem Fenster fahren wird weil ja die stadt wien strassenbahnen per se mitten durchs wohngebiet baut

die ulfs sind ja deutlich leiser

Bei der einzigen neuen Straßenbahnlinie, die derzeit gebaut wird, kann man sich eher nicht beschweren, dass die durch Wohngebiet geht.

Wo soll eine Straßenbahn denn sonst fahren als dort wo die Nutzer sind? Die Idee Wohngebiete zu umfahren ist an Absurdität schwer zu übertreffen und war hoffentlich nicht ernst gemeint.

Natürlich fährt eine Straßenbahn nicht lautlos, aber immerhin ersetzt eine Garnitur (Kapazität der alten Bim mit Beiwagen 175 Personen) in der Stoßzeit gut 150 PKW. Mir persönlichen wären 10 Straßenbahnen pro Stunde die am Fenster vorbei fahren deutlich lieber als 1500 PKW. Das sogar wenn ich diese Straßenbahn nichtmal selber nützen würde und nur Lärm und Abgase aus Anrainersicht betrachte.

komische rechnung

die 1500 PKW fahren aber nicht bei mir... wo sollen sie da hin?

es fährt NUR die Straßenbahn und da kann ich ich mir schon wünschen dass der E1 ausgemustert wird

Sie werden sich freuen, wenn zukünftig alle ULFs mit Türglocken ausgerüstet sind und sie dann ständig das nervtötende Piepsen der Türen hören ;)

Natürlich fahren die 1500 PKW nicht bei Ihnen vorbei, da fahren eben statt dessen 10 Straßenbahnen. Wünschen kann man sich natürlich vieles, aber realistisch ist es halt nicht Straßenbahnen die völlig in Ordnung sind noch verfrühter auszumustern als es sowieso schon der Fall ist. Schienenfahrzeuge sind ja keine Wegwerfprodukte die man nach 2 Jahren durch die nächste Generation der iBim ersetzt.

ist zwar schön

Wie wärs aber statt diesen investitionen mal endlich alle alten bim rauszuhauen?

also denselben schmarren wie in den u-bahn-stationen jetzt auch in der bim?

super. echt ;-)

Gleichzeitig sind zb viele Stationen, selbst im innerstädtischen Bereich, immer noch völlig lautsprecherlos, so dass der Nicht-Qando-Nutzer keinerlei Informationen über etwaige Störungen erhält. Aber Hauptsache, es werden unter dem Deckmäntelchen "Information" Millionen in blöde Flatscreens gesteckt, die dann über Dauerwerbung wieder hereingeholt werden müssen.

Warum schaut Wien offensichtlich immer noch vom angloamerikanischen Raum ab, obwohl wir diesen doch schon vor Jahrzehnten abgehängt haben (was nicht schwer war auf Grund des dortigen Rückbaus).

Okay, es kostet die Gewista Millionen, und die verdient vermutlich auch gut daran. Bleibt trotzdem die Frage nach dem Nutzen für die Wiener Linien bzw. deren Fahrgäste.

eine Zumutung!

Ich empfinde es als Frechheit durch die dauerleuchtenden Display zwangsberieselt zu werden! ein Drittel der Zeit mit Werbung von Dingen die ich nicht brauche bzw nicht haben will, ein anderes Drittel mit "Nachrichten" wie z.b. " http://j.mp/QLtE7h " und zu guter letzt ein Drittel mit tatsächlicher Information.

den Wienerlinien kostet das ganze nichts, die Gewista verdient damit einen Haufen (nehm ich an)

also bitte

der screenshot ist ungefähr 7 jahre alt...
und wer nicht hinschaut, wird auch nicht berieselt!
gibt ja auch fenster in den straßenbahnen...

über was man sich alles aufregen kann...

Absolut falsch, was Sie das sagen. Das wegsehen ist theoretisch möglich, praktisch aber nicht. Sind Sie schon einmal Probe gefahren? Die Monitore sind extrem störend angebracht.

prinzipiell

find ich es sehr störend wenn sie sagen "absolut falsch" wenn es um Meinungen geht, aber bitte...

und ja ich fahre des öfteren mit dem 49er, und schau beim fenster raus... da sind mir die monitore absolut wurscht

Deswegen habe ich ja das absolut hinzugefügt. Sie glauben, bloß meinen zu können, ohne Urteile zu fällen.

Die Wahrnehmungspsychologie zeigt übrigens sehr gut, dass es nicht möglich ist, wegzusehen, wenn im Hintergrund Bildschirme flackern. Selbst, wenn Sie durch jahrelanges Training, durch ständig laufende Fernseher im Wohnzimmer, daran gewöhnt sind.

oohhh

dann haben sie also absolut recht,...alles klar...

na dann muss ich mich wohl entschuldigen für meine unverfrorenheit...

ihre empfindungen sind der wirtschaft alles andere

als egal. nur hauptsache sie vergessen nicht, einzukaufen.
wir sind fühlende konsumenten, aber von denen sind nur die MASSEN relevant und nicht das einzelne individuum.
(wenngleich die massen sich aus den einzelnen individuen zusammensetzen.. seien sie mir nicht böse, ich habe das nicht studiert.)

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