Ferrari mit politischem Statement

25. Oktober 2012, 14:15
61 Postings

Marine-Fahne auf Boliden als Zeichen für zwei Marinesoldaten, denen Mordanklage droht - Alonso mit Kritk am Team

Neu-Delhi  - Der Formel-1-Rennstall Ferrari will beim Großen Preis von Indien ein Zeichen für zwei italienische Marinesoldaten setzen, denen in Indien eine Mordanklage droht. Sie werden beschuldigt, im Februar zwei indische Fischer erschossen zu haben. Die Soldaten hatten vor der Küste Indiens einen italienischen Öltanker bewacht und die Fischer mit Piraten verwechselt.

Ferrari kündigte am Donnerstag an, dass die Boliden am Wochenende in Greater Noida mit der Fahne der italienischen Marine auf die Strecke gehen werden. In der Hoffnung, dass "die indischen und italienischen Behörden bald eine Lösung finden würden", teilte die Scuderia mit.

Die Hinterbliebenen der Opfer hatten sich mit Italien außergerichtlich auf eine Zahlung von umgerechnet je 144.000 Euro Entschädigung geeinigt. Dafür ließen sie ihre Klage fallen. Die indischen Behörden prüfen aber weiterhin ein Gerichtsverfahren. 

Wütender Alonso

Fernando Alonso ließ im spannenden Titelkampf mit Kritik an seinem Arbeitgeber aufhorchen. "Ich kann nichts Positives erkennen", schimpfte der nur sechs Punkte hinter WM-Leader Vettel zurückliegende Spanier am Donnerstag in Neu-Delhi: "Bei anderen Teams gibt es wenig Gerede, aber viele Updates. Bei uns gibt es viel Gerede und wenig Updates."

Der Ferrari-Pilot hatte die WM-Wertung zwischenzeitlich schon mit 44 Punkten Vorsprung auf Vettel angeführt. Der Red-Bull-Pilot gewann jedoch die letzten drei Rennen in Folge. (APA/sid; 25.10.2012)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Die Marine-Fahne über der 6.

Share if you care.