EA: "Social-Games wurden überbewertet"

  • EA hofft weiter auf "The Sims Social" und Co.
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    EA hofft weiter auf "The Sims Social" und Co.

Peter Moore sieht dennoch Potenzial im mobilen Bereich. Facebook räumt Probleme ein.

Social-Gaming-Flaggschiff Zynga steckt nicht einmal ein Jahr nach dem Börsengang in der Krise. Ende 2011 noch mit einer Milliarde Dollar bewertet, muss man sich nun mit Verlusten in Millionenhöhe und Stellenstreichungen herumschlagen. Die Blase scheint geplatzt. Nun räumte auch Branchengigant Electronic Arts, selbst einer der treibenden Kräfte hinter dem Social-Trend, ein, dass man den Wert von "Farmville", "The Sims Social" und Co. überschätzt habe. "Ich denke, es würde etwas überbewertet.", sagt EA COO Peter Moore gegenüber Eurogamer.

Dennoch Potenzial

Dies sei auch der Grund, weshalb Zyngas Aufstieg und Niedergang nun in Weltmedien wie dem Wall Street Journal und der New York große Wellen schlägt. Dennoch solle man jetzt nicht den gleichen Fehler machen und das junge Genre unterschätzen. "Ich denke, Social-Gaming hat nach wie vor einen starken Stellenwert.", so Moore. Speziell im mobilen Sektor gebe es noch reichlich Potenzial. Was mit Zynga passiert, sei kein Grund zur Freude, auch für einen Konkurrenten wie EA nicht. "Doch die Leute sollten nicht zu viel in die Ereignisse rund um Zynga hineinlesen."

Facebook-Spiele unter Plan

Dass es mit der Social-Revolution wohl nicht so flott vorangehen wird, wie ursprünglich erhofft, musste sich kürzlich auch Facebook-Gründer Mark Zuckerberg eingestehen. "Alles in allem gehen Games auf Facebook nicht so gut, wie wir uns es wünschen würden.", bestätigte Zuckerberg im Rahmen des Quartalsberichts vor Investoren. Schuld daran seien zu einem Großteil die Probleme von Zynga. Die Einnahmen durch Zynga-Spiele gingen im vergangenen Quartal um 20 Prozent zurück. Auf der positiven Seite stehe, dass die anderen Anbieter zugelegt haben. (zw, derStandard.at, 25.10.2012)

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