Alpine relativiert kolportierte Zahlungsprobleme

25. Oktober 2012, 11:29
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Nicht-Rückzahlung eines kurzfristigen 25-Millionen-Kredits sei Folge der laufenden Bankengespräche

Wals - Kein Tag ohne neue Schlagzeilen zum krisengebeutelten Salzburger Baukonzern Alpine: Laut einem Bericht in den "Salzburger Nachrichten" (Donnerstagausgabe) hat das Unternehmen akute Zahlungsprobleme, ein kurzfristiger Millionen-Kredit konnte nicht zurückgezahlt werden. Die Alpine beruhigt: Während der laufenden Bankenverhandlungen sollen keine Gläubiger bevorzugt werden, die Rückzahlungsfrist des betroffenen Kredits sei mittlerweile verlängert worden.

Laut einem der Zeitung vorliegenden Schreiben konnte ein erst am 4. September bei der Hypo Alpe Adria aufgenommener Überbrückungskredit in der Höhe von 25 Mio. Euro nicht vereinbarungsgemäß am vergangenen Freitag zurückgezahlt werden. Der Kredit sei darum zunächst um eine weitere Woche gestundet worden. "Nun wurde die Frist der Rückzahlung in Abstimmung mit der Hypo Alpe Adria bis auf weiters verlängert", erklärte Alpine-Sprecher Johannes Gfrerer am Donnerstag gegenüber der APA. Dieser Schritt sei im Zusammenhang mit dem am Mittwoch vor einer Woche vereinbarten Stillhalteabkommen mit den Gläubigerbanken zu sehen.

Die Alpine wolle keine der betroffenen Banken bei Rückzahlungen bevorzugen, bis das Stillhalteabkommen schriftlich fixiert wird, so die "Salzburger Nachrichten". An der Vereinbarung, also der Bereitschaft, bestehende Kredite in der Höhe von rund 600 Mio. Euro aufrecht zu halten und keine fällig zu stellen, hielten alle finanzierenden Institute fest. Die Banken seien auch zu zusätzlichen Finanzierungen bereit, um die Liquidität des Konzerns zu sichern.

Die Verhandlungen über die Höhe des zusätzlichen Kapitalbedarfs zwischen den Banken, der Konzernführung und dem spanischen Alleineigentümer FCC werden laut Alpine noch einige Wochen laufen. Indes dauert auch die Suche nach einem neuen deutschsprachigem Chef nach dem Abgang von Johannes Dotter an. Derzeit führen die beiden Spanier Enrique Sanz und Alejandro Tuya von der Mutter FCC interimistisch die Geschäfte. (APA, 25.10.2012)

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