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Der gesamte "State of the World's Cities Report 2012/2013: Prosperity of Cities" zum Download. Allerdings ist auf Seite 128 ein Fehler passiert: Wien wird dort zu Australien gezählt.
Die Vereinten Nationen haben den Wohlstand in den Städten der Welt ganzheitlich errechnet. Die Ergebnisse wurden nun in einem mehr als 150 Seiten langen Bericht präsentiert, dem "State of the World's Cities Report 2012/2013: Prosperity of Cities". An der Spitze der Rangliste steht Wien vor New York, dahinter folgen ex aequo Toronto, London und Stockholm.
Herausgegeben hat den Bericht die UN-Organisation Habitat, die allerdings nicht nur nach wirtschaftlichen Maßstäben bewertete. Sie zog neben wirtschaftlicher Produktivität auch Faktoren wie Lebensqualität, angemessene Infrastruktur, Verteilungsgerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit heran. Aus all diesen Daten ergibt sich der "City Prosperity Index" (Wohlstands-Index), der sich aus vier beziehungsweise fünf Werten speist. In beiden Kategorien erreicht Wien den höchsten Wert (siehe Grafik).
Ziel des Berichts sei, einen neuen Typ Stadt für das 21. Jahrhundert zu definieren, sagt Habitat-Leiter Joan Clos. Es gehe um "eine 'gute', menschenzentrierte Stadt, die es schafft, sowohl die handfesten als auch die nicht so greifbaren Aspekte von Wohlstand zu integrieren". Weiters sollen die "ineffizienten, nicht nachhaltigen Formen und Funktionalitäten der Stadt der vergangenen Jahrhunderte abgeschüttelt" werden.
Konkret heißt das: Metropolen mit hohem Wohlstandsfaktor zeichnen sich vor allem durch ihre Ausgewogenheit aus. Durch eine gute Regierung und Stadtplanung sowie entsprechende Gesetze und Regulierungen können solche Städte eine besonders sichere und geborgene Lebenswelt bieten. Weitere wichtige Faktoren, die berücksichtigt wurden, sind Zugang zu Bildung und Lebenserwartung. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, ergibt sich auch ein hohes Maß an Verteilungsgerechtigkeit, so die Studienautoren.
Wien wird in dem UN-Bericht vor allem im Zusammenhang mit Verteilungsgerechtigkeit genannt. Lobend erwähnt wird dabei die Wiener Charta zu Bürgerbeteiligung, die gerade im Laufen ist. Der Bericht weist auf die "Systeme für Nichtdiskriminierung auf allen Ebenen" hin. Weiters attestiert der Bericht Wien Verbesserungen bei der politischen und gesellschaftlichen Beteiligung aller Minderheitengruppen einschließlich Migranten.
Auch ein Zitat von Wiens Bürgermeister Michael Häupl findet sich in dem Bericht - allerdings wurde dieses wortwörtlich aus dem Pressetext zur Präsentation der Wiener Charta übernommen: "Gerade in einer Zeit, die uns alle vor neue Herausforderungen stellt, ist ein Klima des sozialen Zusammenhalts und des gegenseitigen Respekts immens wichtig. Wie wir im Alltag miteinander umgehen, spielt dabei eine zentrale Rolle. Das ist aber nicht per Gesetz zu verordnen. Es braucht einen gemeinsamen Nenner, auf den sich die Menschen, die in Wien leben, miteinander verständigen."
Wie Wien und andere Städte bei den jeweiligen Punkten abgeschnitten haben, ist in einer Grafik auf der nächsten Seite zu sehen. Signifikant dabei ist, dass Wien sowohl bei Produktivität als auch bei Infrastruktur absolute Spitzenwerte erreicht. Bei Lebensqualität und ökologischer Nachhaltigkeit sind andere Städte den Wienern voraus. (Martin Obermayr, derStandard.at, 25.10.2012)
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wuascht wo ma hinschaut dar Mensch ist foi Freud
Wien is a Wödstadt des Gschäft geht wia gschmiat
und jeder Dritte ist motorisiert
Mi´m Auto foahst wo a greans Kranzerl Dir winkt
a vernünftiges , zünftiges Weanaliad klingt
duat wohnt sogoa noch a echte Gemütlichkeit
wia in da Bochhend´l zeit
Aba des Bochhend´l schmeckt nicht allein ,
daß bessa runtarutscht brauch mar an Wein
und nach dem vierten Glas draht se de Wö´d im Kras
und wer uns zuaschaut sogt de zwa san klaß
seriös wäre eine differenzierung: manche orte in wien sind durchaus erlebenswert, andere orte wie simmering sind einfach nur deprimierend und trostlos. ich halte solche wettbewerbe, welche stadt ist die beste, für verzichtbar. sinnvoller wäre ein kritischer und fundierter blick auf die stadtpolitik: was passt und was geht gar nicht? und hier fällt schon auf, dass wien eine durch und durch reglementierte stadt ist, die für jedes hundehäuferl ein eigenes gesetz erlässt. umgekehrt werden nicht mal grundlegende bedürfnisse der bewohner berücksichtigt, sonst wären simmering oder floridsdorf nicht so verwahrlost. ganze strassen, in denen ein unnötiges wettbüro neben dem anderen steht. aber unkommerzielle treffpunkte fehlen zb vollständig.
Zur Bedeutung der Rankings muss man, denke ich, differenzieren wischen Intention und Rezeption.
Die Intention derjenigen, die solche Studien (aus denen sich dann Rankings ergeben) erstellen ist in der Notwendigkeit begründet, die globalen Probleme, vor die moderne Städte gestellt sind, anhand vergleichender Analysen zu lösen und Role Models zu entwickeln. Das ist wichtig.
Wie die ProponentInnen der betroffenen Städte nun mit der plakativen Kurzform dieser Studien umgehen, entzieht sich dem Einfluss der AutorInnen und ist: Ja, peinlich. PolitikerInnen verwechseln halt die Kurzfassungen als haidersche Taferln, die man wahlkampfmässig hochhalten kann.
Das sind aber zwei verschiedene Dinge. Erwarten Sie bitte nicht mehr von PolitikerInnen.
ja, sagenhaft, dass die wieder in den alten fehler hineingetappt sind. extrem glaubwürdig also, diese 'wissenschaftliche' auswertung, wenn die stadt mit dem ersten platz gleich beim falschen land eingereiht wird. so gut kennen die das also; nicht einen pfifferling wert!
Dieses herumnörgeln im Forum über Wien ist ja echt elend...
Den sogenannten "sudernden echten Wiener" gibt es ja in dem beschriebenen Ausmaß gar nicht. Ein großer Teil der Bewohner besteht aus zugezogenen Leuten aus den Bundesländern, die hier bessere Chancen haben. Dazu kommt noch ein sehr hoher Migrationsanteil...
Echte Wiener in 3er oder 4er Generation sind ja die Minderheit in der Stadt.
Dazu kommt, dass wir Platz 1 der gesamten Welt einnehmen (und nicht nur laut UNO, sondern auch von anderen namhaften Bewertern immer unter den ersten 3)
Ich finde, selbst wenn wir Platz 10 oder 15 hätten, wäre das sehr gut. Platz 1 der Welt ist ja nahezu unglaublich! ...und trotzdem meckern und meckern vorzugsweise Nichtwiener permanent
Herumnörgeln tun besonders jene, die bereits, bevor sie nach Wien gekommen sind, mit herunterhängenden Mundwinkeln die Welt beglücken. Es gibt vieles,was an Wien nicht passt, doch das ist woanders auch so.Wien besteht weder nur aus dem ersten Stenzel´schen Hoheitsgebiet, noch nur aus Simmering.Wäre Wien nur Simmering, wäre Wien in Sachen Bildung,Nachhaltigkeit, Kultur,etc... nicht unter den ersten100,wäre Wien nur der erste Hieb,wär´s ein fades Museum.Wien ist das Ensemble aus allem mit allen Facetten.Wien kann einem am Arsch gehen,dennoch liebe ich es. Lebe auch ohne Luxuswohnung und Galadinners wie die Made im Speck.Würde ich auch in NYC,nur geht´s hier leichter.
Der Wiener hängt halt nichts an die große Glocke, mieselsüchtige Visagen kannst Du in Lissabon, London, NYC, Rio, Paris, Rom etc. genauso sehen, die Sau rauszulassen ist in Wien durchaus möglich, und die meisten hier sind Genussmenschen,ob an der alten Donau,auf der Insel,im Kaffeehaus,in einem Museum, im Wienerwald, im Puff in einem geschmacklosen Beisl,im MQ,... und wenn ich einen schlechten Tag hab´,wenn ich keinen Bock hab, einen in der U-Bahn auf Grinsekatze zu machen, mach ich der Welt nix vor.Wien ist mehr Vielfalt,als man glaubt.Wien ist eine Beziehung, und in jeder Beziehung kriselt es auch mal und man würd´den anderen gegen die Wand kleschen.Aber Wien gibt Halt,Freiraum,lässt Dich nicht fallen,auch wenn´s mal nicht schön ist.
Diese mit 900 Euro auskommen Müssenden können mit einer Jahreskarte von 1 €pro Tag auf einer Fläche von 415km² unterwegs sein, ohne stundenlang warten zu müssen, das Trinkwasser kommt aus der Wasserleitung und macht nicht krank, kann um eine Gemeindewohnung ansuchen zur Überbrückung, bis sich ein Penthaus ausgeht, kann manche Kulturgüter und Natur zum Nulltarif genießen. Mit 900 Euro bist Du in London, Paris, NYC, Tokyo, etc... fast auf der Straße und kriegst nix mehr auf die Reihe, in Wien geht sich sogar Lebensqualität trotz der höheren Preise aus. Der Neid is a Hund.
Diese mit 900 euro müssenden möchten schon auch auskommen, u. nicht auf einer fläche von 4 o. 500 q.km um 1 euro eingepfercht in ewig verspäteten öffis warum auch immer warten u. sich lebenszeit nehmen lassen müssen, das schale wasser aus der uralten bleileitung saufen, in oberflächlich behübschten, oft überteuerten gemeindebaubruchbuden u. bis zum gnadentod im entrechtenden pflegeheim hausen, u. penthäuser von korrupten politikern wahrnehmen müssen, von leistbaren kulturnächten auf den parkbänken bloss träumen können.
Mit einkommen unter der armutsgrenze geht sich ev. nacktes überleben aber nix an lebensqualität aus, auch wegen der überhöhten preise u. der gesellschaftlichen ignoranz.
Schönreden ist wie schönsaufen.
Wohlstand oder Österreich das 7.-reichste Land der Welt, ist das alles relativ und bringt Menschen an der Armutsgrenze wenig. Wenn mein linker Nachbar 400.000 € Schulden hat, bzw. mein rechter 300.000 €, bin ich mit 100.000 € Schulden statistisch gut bedient. Wenn ich im Gasthaus an einem Tisch mit 3 weiteren Personen sitze und diese 3 Henderl verzehren, wurden statistisch pro Person und Tisch 3/4 Portionen gegessen, ich sitze aber immer noch hungrig daneben...
Nur, Menschen die von Niedrigstlöhnen leben müssen gibt es woanders auch. Was Wien besonders macht, und das sieht man deutlich, wenn man sich aus Österreich mal rausbewegt, dass das Verhältnis Einkommen zu Lebenserhaltungskosten besser ist. Hervorzuheben ist in Wien der Gemeindebau und die Genossenschaftenkultur - dies lässt die Mietpreise unten und somit sind die 900 EUR verhältnismäßig besser als 2000 EUR in NYC. Klar müssen wir an unserer Stadt weiterarbeiten, aber wir können auch sehr stolz auf Wien sein.
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