Prognose: Android überholt Windows in vier Jahren

  • Google Android: Könnte Microsoft Windows vom Thron stürzen.
    foto: eg-art.deviantart.com

    Google Android: Könnte Microsoft Windows vom Thron stürzen.

Weiter rasantes Wachstum des Google-Betriebssystems erwartet

Die Analysten des Marktforschungsunternehmens Gartners sind, wie Reuters berichtet, mit einer gewagten Prognose an die Öffentlichkeit gegangen. Sie prognostizieren, dass Googles mobiles Betriebssystem Android 2016 auf mehr Geräten laufen wird, als das vor allem im Desktopbereich dominierende Microsoft Windows.

2,3 zu 2,28 Milliarden

Konkret erwartet man auch für den jetzigen Platzhirschen weiteres Wachstum, allerdings wird gemäß der Gartner-Voraussage die Verbreitung von Android (das mittlerweile bei rund 70 Prozent Marktanteil im Smartphone-Segment liegt) weiter stark zunehmen. In vier Jahren stehen dann 2,3 Milliarden Telefone, Tablets und andere Geräte mit dem Google-OS 2,28 Milliarden Windows-Devices gegenüber.

Mehr als 500 Millionen "Androiden"

In Gesamtzahlen liegt Windows laut Net Applications aktuell bei etwa 44 Prozent Marktanteil, Android bei 17,4, so ZDNet. Es ist anzunehmen, dass das Microsoft-System mit dem Release von Windows 8 - vor allem durch als von den OEMs vorinstallierte Plattform - in den nächsten Jahren wieder stärker zulegt. Jedoch legt auch Android weiter zu. Momentan laufen laut Google mehr als 500 Millionen Geräte damit und tagtäglich gesellen sich 1,3 Millionen Aktivierungen hinzu.

Sprung auf den Desktop möglich

Dass Android einmal aus der mobilen Domäne ausbrechen und auf den Desktop vordringen könnte, ist dabei gar nicht so unwahrscheinlich - und dann droht Windows weitere Konkurrenz in seinen heimatlichen Gefilden. Während eine x86-Portierung bereits existiert, fehlen der Software noch die Merkmale eines Produktiv-Systems - beispielsweise ein Fenstermanager -, wie Experte Sascha Pallenberg gegenüber pressetext zu Protokoll gibt.

Mit ChromeOS hat Google zudem ein Ass in der Hinterhand, insbesondere wenn Android es via Browser-Runtime auf andere Plattformen schafft, könnte dies dem jungen, cloudzentrierten System einiges an Momentum verschaffen. (gpi, derStandard.at, 25.10.2012)

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