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Bessere Technik macht auch den Steinadler telegen, ganz im Sinne von " Universum"-Chef Andrew Solomon.
STANDARD: Künftig gibt es "Universum" nur noch einmal pro Woche. Gerät die Erfolgsgeschichte nach 25 Jahren ins Stocken?
Solomon: Universum gibt es noch zweimal pro Woche. Mit Universum History am Freitag können wir jetzt ein neues Publikum ansprechen. Dienstag war schon immer der Haupttierfilmtag, und er bleibt es. An der Zahl der Eigenproduktionen ändert sich nichts.
STANDARD: Wie hat sich der Naturfilm in 25 Jahren verändert?
Solomon: Die größten Veränderungen brachte natürlich die Technologie mit sich. Vor 25 Jahren arbeitete man ausschließlich mit 16-mm-Kameras. Zu dieser Zeit entstanden die ersten großen Serien, und es kam zu einer Blütezeit des Naturfilms. Der größte Schub war vor drei, vier Jahren mit HD, 3-D, Makro, Effekten.
STANDARD: Gleich geblieben ist der Pflichtanteil Pathos - mahnende Worte zum Schluss. Muss das sein?
Solomon: Ich bin für Emotion, nicht für Pathos, aber ich glaube, dass eine Botschaft - etwas zum Nachdenken - durchaus da sein darf und auch soll. Ein Sprechertext kann und soll auch überraschen, und wir passen sehr darauf auf, dass er nicht pathetisch ist.
STANDARD: Ein weiteres Muss sind männliche Sprecher. Wieso das?
Solomon: Wir haben demnächst einen schönen Film, Die Rückkehr des Wiedehopf, mit einer Sprecherin, Karin Steger. Wir haben in letzter Zeit ganz bewusst mit vielen männlichen und weiblichen Stimmen Screentests gemacht. Ein Universum zu sprechen ist etwas Besonderes, es ist keine Reportage, und wenn man die Erfahrung noch nicht hat, muss man das einüben.
STANDARD: Um 3-D ist es ruhiger geworden. Der Hype ist passé?
Solomon: Wir haben mit Kleine Monster Erfahrungen gesammelt. Obwohl immer mehr in 3-D produziert wird, bleibt der Markt dafür klein. Die Geschichte muss stimmen, ob in 2-D oder in 3-D.
STANDARD: Welche Trends sehen Sie im Naturfilm?
Solomon: Blue-Chip-Hochglanz-Tierfilme spielen immer noch eine starke Rolle. Ich sehe weiters viele Filme mit sympathischen Hosts, die ein aktuelles Thema aufgreifen und vor der Kamera beschreiben. Es ist leichter geworden, schöne Bilder zu bekommen. Deshalb kann man aktueller sein.
Standard: Stichwort Wiedehopf: "Terra Mater" heimst gerade Preise für einen Kolibri-Film ein. Woher kommt die Vogel-Euphorie?
Solomon: Traditionell gelten Vögel im Naturfilm eher als Quotenkiller. Aber ich bin nicht so sicher, ob das stimmt. Kolibris sind sehr spektakulär und biologisch faszinierend. Der Wiedehopf-Film ist ein sehr schöner Mensch-Tier-Film, eine rührende Geschichte. Schwer zu erklären, aber die Vögel werden beliebter. (Doris Priesching, DER STANDARD, 25./26.10.2012)
Andrew Solomon (55) ist seit eineinhalb Jahren "Universum"-Chef. Er produzierte Naturfilme und Geschichtsdokus für BBC und ZDF. Am Donnerstag steht ORF 2 ab 20.15 Uhr ganz im Zeichen von "Universum".
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Eine Stockente brütet jedes Jahr auf meinem Balkon im 8. Stock in Kaisermühlen. Zwei Wochen lang habe ich dann Universum live vorm Schlafzimmerfenster. Dann kommt die ganze Familie in den Umzugskarton und in die Alte Donau. Titel "duck on balcony 001" bis "duck on balcony 032". Als teaser: http://www.youtube.com/watch?v=n... ature=plcp
findet frau zechner die sendung galileo für kinder wertvoller. dass sie das ausgerechnet auf der 25 jahre universum feier kundgibt, ist zum einen geschmacklos und gegen ihren auftrag den orf positiv in der öffentlichkeit zu präsentieren und lässt zum anderen nur erahnen, wie unwichtig ihr die sendung universum ist: der donnerstag-21h-sendeplatz verschwindet schon, universum history wird in die freitag nacht verschoben... zum wochenausklang anspruchsvolle kost in der nacht - das ist noch keinem guten programmplaner eingefallen.
frau zechner sollte gemeinsam mit hr. heinzl den hut nehmen - beide passen besser zu atv!
Interessanterweise konnte ich als Kind wirklich nichts mit Vogeldokus anfangen. Inzwischen interessieren mich die aber auch sehr. Ich glaube aber auch, es liegt nicht nur daran, WAS gefilmt wird, sondern WIE. Vögel muss man einfach anders bringen als Eisbärbabys. Bei einem Eisbärenbaby kann man praktisch nichts falsch machen, bei einem Vogel - so komisch es auch klingt - muss man sich schon mehr ins Zeug legen, um den richtig zu präsentieren. Das hat man, glaube ich, traditionell etwas verabsäumt.
Mehr Vögel in Universum sind sicher eine gute Idee.
Aber könnte man dafür im Gegenzug das Vögeln etwas einschränken? Bei fast jeder Universum-Folge, in der es um den Wechsel der Jahreszeiten in einer schönen Gegend geht, kommen fast zwangsläufig Szenen vor, in denen irgendein Tier ein anderes bespringt.
Das hat jetzt nichts mit Prüderie oder "schützt unsere Kinder" zu tun, aber solange es dabei nicht um Homo sapiens geht, interessiert mich das eigentlich nicht, solange dabei nicht etwas Außergewöhnliches passiert.
Dann schon lieber schöne Naturaufnahmen oder spielende Tierkinder. :-)
Das Bespringen kommt eben in unserer schönen Natur zwangsläufig vor, sonst hätten wir die lieben spielenden Tierkinder ja nicht ;-)
Mich persönlich interessiert es beim Homo sapiens viel weniger. Da kenne ich den Ablauf ja ziemlich genau.und das kann ich zu Hause auch selber machen.
Das stellt aber der Erfüllung des Bildungsauftrages ein katastrophales Zeugnis(*) aus. Und nochmals, das wird durch diese Sendezeit nicht besser, und erhöht die Quoten der Konkurrenzkanäle.
*) Wobei ich nicht glaube daß es so schlecht steht... Mir gefällt z.B. "erLesen" mit Heinz Sichrovsky auf ORF III. Manchmal bleibe ich beim Rumzappen in Kultursendungen usw. hängen, allerdings mitunter auch auf anderen Sendern.
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