Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Intensives Parkplatzsuchen in Ottakring könnte sich ab Jänner 2013 woanders abspielen. Der Bezirk will mit 1. Jänner die Zone weiter in Richtung Stadtrand ausdehnen.
St. Pölten / Wien - Einen "unfreundlichen Akt" sähe der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) darin, wenn Wien die eben erst erweiterte Parkpickerlzone noch vergrößert. Solch ein Akt bahnt sich an. Dabei hat das Land Niederösterreich schon mit der am 1. Oktober erfolgten Ausweitung der Kurzparkzone über den Wiener Gürtel genug zu tun: Wie in der Bundeshauptstadt sind zahlreiche Park-and-ride-Anlagen seither überfüllt.
Pröll und sein Verkehrslandesrat Karl Wilfing (ÖVP) präsentierten am Mittwoch, was sie dagegen tun: Noch heuer (und damit deutlich vor der Landtagswahl 2013) sollen insgesamt 1730 neue, kostenlose P&R-Stellplätze rund um Wien entstehen: 830 davon außerplanmäßig (zum Beispiel in Mödling). Mit Inbetriebnahme der neuen Westbahnstrecke im Rahmen des regulären Bauprogramms am 9. Dezember werden 600 neue Plätze beim Bahnhof Tullnerfeld und 300 in Straßhof eröffnet.
Bis 2015 sollen weitere rund 2000 Stellplätze errichtet werden. 25 Millionen Euro werden insgesamt investiert. Die Zahl der P&R-Plätze in Niederösterreich steigt damit auf rund 36.700 (zum Vergleich: Wien hat derzeit rund 8500 Plätze, 7000 neue wurden angekündigt).
Verkehrslandesrat Wilfing verwies darauf, dass ab 2015 mit Eröffnung des Hauptbahnhofs in Wien auch Taktverdichtungen auf der Nordbahn möglich werden. Personenverkehr auf einzelnen Gütertransportstrecken (etwa der früheren Kaltenleutgebner Bahn) prüfe man auch.
FP, SP und Grüne in Niederösterreich greifen die Maßnahmen angesichts 250.000 Pendlern (inklusive Schülern) zu kurz. Außerdem kämen sie zu spät.
Etwas Positives kann Pröll dem Parkpickerl übrigens auch abgewinnen: Es sei eine Chance für Niederösterreichs Wirtschaft, weil Firmen nun überlegten, aus Wien abzuwandern. Wenn das stimmt, könnte deren Zahl bald wachsen: Denn die Parkraumbewirtschaftung könnte bald weiter ausgeweitet werden.
Nächste Woche gibt es in Wien ein Treffen zwischen den Bezirken und den zuständigen Magistratsabteilungen, um die neuen Grenzen für die Parkpickerlzonen festzulegen. Fix hat es bereits Ottakring gemacht - derzeit muss bis zur Grenze Montleartstraße/Sandleitengasse fürs Parken gezahlt werden. Mit 1. Jänner soll die Zone bis zur Savoyenstraße ausgedehnt werden, wie in den ursprünglichen Plänen vorgesehen war. "Damit wird der Verdrängungsdruck innerhalb des Bezirkes entschärft", sagt SPÖ-Bezirksvorsteher Franz Prokop. Er habe mittlerweile "hunderte Reaktionen" bekommen - von Bewohnern an der Zonengrenze, die keinen Parkplatz mehr finden.
Aber auch von Ottakringern, die "zum ersten Mal seit den 70er-Jahren wieder das Auto vor ihrem Wohnhaus abstellen können". In Penzing ist man noch vorsichtiger, man wolle den Gesprächen am Mittwoch nicht vorgreifen, sagt der stellvertretende Bezirksvorsteher Robert Pschirer (SPÖ). Aber: "Eine Ausweitung zeichnet sich ab." Ebenfalls ausgeweitet wird in Hernals. In der Güpferlingstraße und in der Alszeile sei der Rückstau enorm, sagt die Hernalser Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer (SPÖ), wie die neuen Grenzen innerhalb des Bezirks verlaufen sollen, wollte sie noch nicht sagen. Auf längere Sicht "wäre es sicher eine Parkraumbewirtschaftung bis an die Stadtgrenze sinnvoll." (Bettina Fernsebner-Kokert, Gudrun Springer, DER STANDARD, 25./26.10.2012)
Kommentar:
Änderung soll im September in Kraft treten, ARBÖ und ÖVP begrüßen Entscheidung
Wegen Zonen-Ausweitung fließen heuer 138 Millionen Euro in die Kassen der Stadt
Der ehemalige Planungsdirektor Arnold Klotz hat in den 90er-Jahren das Wiener Parkpickerl "erfunden"
Klare Mehrheit von 78,5 Prozent dagegen - Beteiligung von rund 59 Prozent
Sollte die Entscheidungsgewalt über das Wiener Parkpickerl nach der Volksbefragung ins Rathaus wandern, hätten Bezirkschefs dennoch das letzte Wort. Stadträtin Vassilakou hofft auf deren Einsichtigkeit
Rote Bezirkschefs empfehlen, bei Volksbefragung gegen Zentralisierung der Parkraumbewirtschaftung zu stimmen
56,05 Prozent stimmten dagegen - Homole: "Schallende Ohrfeige" für Rot-Grün - Vassilakou führt Ablehnung auf VP-Desinformation zurück
Das Befragungsergebnis wird heute verkündet - 37.000 Stimmberechtigte
Autofahrer sollen besonders bei Schnee achten, ob sie Öffis Weg versperren
Dienst-Pkws brauchen Parkpickerl, Privatnutzung muss versteuert werden
Laut der Stadt handelt es sich um kein Privileg, sondern um eine "übliche Regelung"
Bezirksvorsitzender Homole gab mittels Notkompetenz Geld frei, wurde nachträglich im Ausschuss nicht genehmigt
Die Formel "Parkpickerlausweitung bringt Parkplätze plus wütende Anrainer in den Gratiszonen" wiederholt sich auch bei der Ausweitung der Ausweitung. Doch für Pickerlflüchtlinge und Pendler wird es eng in Wien - manche fühlen sich von der Stadt erpresst
Städtischer Parkpickerlkoordinator: Prozedere würde vier bis sechs Monate dauern
Warum Wien für Parkplätze im Umland zahlt und ein Verkehrsplaner das nicht Zusammenarbeit nennt
An Wochenenden und Feiertagen kann man weiterhin gebührenfrei parken
Unterlagen inklusive Stimmzettel werden noch im Jänner verschickt - Ergebnisse für Februar erwartet - Döbling will nur unter Zugzwang abstimmen lassen
Bezirksvorsteher Homole lehnt Beschlussantrag mit Verweis auf Stadtverfassung ab
Expertenrunde hat Vorschläge vorgelegt: Größere Parkzonen und Preisstaffelung möglich
Rot-grüne Mehrheit will ÖVP-Bezirksvorsteher Homole überstimmen
Die Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik sieht in der Ausweitung einen Impuls in Richtung nachhaltige Mobilität und Klimaschutz im urbanen Raum
Club sieht sich in Forderung nach Zonen bestärkt - SPÖ will gemeinsame Zone für 18. und 19. Bezirk
Umfrage: Sechs von zehn Autofahrern sehen Verbesserung seit Einführung
Anrainer können ab sofort ein Parkpickerl für erweiterte Kurzparkzonen in Penzing, Ottakring und Hernals beantragen
Entweder kommt eine Ausweitung bis zur Baumgartner Höhe, so wie auf einer "Kurier"-Grafik angedeutet, oder eben 3 Monate später, wenn es dort dann so ausschaut wie jetzt in den Grenzbereichen. In dieser Gegend gibt es sowieso zahlreiche Parkplätze auf Privatgrund - die werden dann eben auch benutzt. Dafür endlich Ruhe vor Tennisplatz-, Hanuschkrankenhaus- und Friedhofsbesuchern.
Tipp: Freundliche Mails an die Bezirksvorstehung schicken.
Liebe Wiener Stadtpolitiker, die Züge sind voll, die Ubahnen sind voll, die P&R Anlagen am Stadtrand sind voll, wohin wollt Ihr die Pendler eigentlich vertreiben? Ihr mit Euren Parksherriffs, Lackzerkratzern und Reifenaufstechern? Glaubt Ihr echt dass Ihr Eure in Wien ansässigen Firmen mit Wienerinnen und Wienern betreiben könnt? Na viel Vergnügen.
Ich fühle (als Wienerin) mit den Pendlern. Zumindest mit jenen, die in ihren Dörfern gebürtig und auf Arbeit in Wien angewiesen sind.
Schon lange halte ich es für gefährlich, alle Wirtschaft in Wien zu konzentrieren und die ländlichen Gemeinden zu entvölkern. Unser Österreich ist ein schönes Land, weil es (noch) lebendige Gemeinden gibt. Wenn sich alles in Wien abspielt, wird Wien zum schrecklichen Moloch und das Land stirbt.
Österreich sollte für ALLE Menschen lebenswert bleiben, nicht nur für Großstädter. Dazu gehört auch, einen Arbeitsplatz und Infrastruktur in lebenswerter näherer Umgebung zu haben.
man kann es auch als erfolgsgeschichte sehen - http://www.oekonews.at/index.php... id=1074529
auch ich sehe es so!
Die meisten Parkgaragen (WIPARK) gehören den Wiener Stadtwerken und somit in roter Hand, glauben sie warum hat die SPÖ sonst dem zugestimmt. Die Arbeiter die sich somit das Auto noch weniger leisten können (und immerhin ist es das Statussymbol des Proletariats) wird es nicht freuen aber es spühlt Geld in die Kassen der Partei...
finde ich schon eine ziemlich ueberhebliche bezeichnung und ich schaetze dass sie zu diesem proletariat nicht angehoeren.
mir kommt es eher vor, dass ich eher die gutsituierten ueber das parkpickerl aufregen, denn diese sind ja an steuerzuckerl und steuersenkungen von ihrer partei gewohnt und sehen selten eine notwendigkeit fuer oeffentlich benutzte infrastruktur auch zahlen zu muessen.
die parkpickerlregelung kommt vor allem dem proletariat zu gute, dass ueblicherweise in gegenden wohnt(e) die generell zugeparkt wurden, waehrend man die besserverdienenden innenstadtbezirke durch parkpickerl schon lange von der ueberparkung durch parkpickerl befreite u. die pickerlverweigerer dann an der bezirksgrenze den anreinern die plaetze wegnahmen.
die Entscheidung pro Pickerlausweitung deckt sich nicht mit der Annahme, man bekäme dadurch AnrainerInnengaragen voll, im Gegenteil, die geplagten AnrainerInnen werden ihre teuren Stellplätze wieder kündigen, wenn die Preise so hoch bleiben, denn sie brauchen jetzt keine teuren Garagenplatz mehr, das Pickerl garantiert ihnen einen Stellplatz vor der Haustür und kostet 7 bis 8 mal weniger (84 Euro Garage oder 12 Euro Pickerl!)
die WIPARK wird daher an den Stellplätzen weniger verdienen, denn je. AnrainerInnengaragen stehen nur AnrainerInnen offen!
PendlerInnen dürfen sich da nicht einmieten!
Sie haben also recht man hat erstmals für Bezirksteile was getan, die den Ärmern vorbehalten sind, jetzt gibts das Verkehrschaos in den Nobelbezirken!
durch das einfuehren des parkpickerls in den guertelbezirken muss sich "das proletariat" nicht mehr aergern, dass es sich keine wohnung mit freien parkplaetzen in der wohngegend in den innenstadtbezirken (die durch parkpickerl von der ueberparkung vor jahrzehnten befreit wurden) leisten kann, denn es ("das proletariat") kann ruhig dort wohnen bleiben wo es wohnt, da es ("das proletariat") nur auch vor der haustuer parken kann (und die wohlhabenden pickerlverweiger der oberschicht, die sich zwar eine wohnung in den innenstadtbezirken leisten koennen aber keine parkpickerl muessen nun entweder in den 18. bezirk fahren um zu parken und dann mit oeffis ham, oder das auto verkaufen *g*)
..in der Nähe zu parken. Seit dem Pickerl kann ich mir tagsüber den parkplatz aussuchen, nachts musste ich bisher max. 150meter gehen.
Das bedeutet:
1 Std täglich weniger auf nervenaufreibender Parklatzsuche, macht bei 5 Arbeitstagen auch 5 Std.
Sind im Monat 20 Stunden, wären im Jahr 240 Std. (bzw. 10 Tage)
Rechnet man aufgrund der schwankungsbreite, Urlaub, weniger Suchen in den Sommerferien, (aber auch wieder ein wenig dazu weil wochenende fahre ich auch mal und suchte am sa weniger,am so mehr) großzügig 2 monate weniger, komm ich auf 200 Std !!
Das sind 8,3 Tage im Jahr die ich sonst durchgehend im Kreis gefahren wäre. Rechnet man 8 Std ruhezeit ein fahre ich nun 12,5 TAGE weniger,mit weniger Sprit!
Sogesehen ist kein Pickerl abzocke
leider ist in manchem Bezirk(innerhalb Gürtel) das Parken trotzdem nicht möglich, da einfach zuwenig Parkplätze vorhanden sind.
Was weiter bedeutet, dass trotzdem kein Parkplatz vor der Tür noch im eigenen Bezirk garantiert ist. Das nennt man Leistung ohne Gegenleistung, dementsprechend wäre dies als Parksteuer zu werten - Abzocke. Sollte eben kein PArkplatz zu finden sein, bleibt nur das Parken in der Parkgarage oder das kostenpflichtige Kurzparken im Nachbarbezirk - Abzocke 2.
Dann gibt es wieder Gegenden wo untertags genügend Parkplätze vorhanden waren und wenn die Anrainer nachhause von der Arbeit kamen, trotz Parkpickerl erneutes Kreisen - Abzocke 3
Wechseln, Arbeit-Einkauf-Wohnen innerhalb der PPZonen - Abzocke 4
Vorher 30-60 Minuten pro PP Suche, meistens endend mit Parken in zweiter Spur, an Kreuzungsecken etc. und Strafen 2-5 x pro Monat.
Nachher: ausser an Einkaufssamstagen vor Weihnachten - max. 10 Minuten (einen 8er um zwei Häusertblöcke) und der PP ward gefunden. Und das von Anbeginn an bis 2011.
Aber in manchen Gegenden wirds trotzdem knapp, stimmt. Aber wenn man eben keinen Parkplatz findet (und zwar nie), dann eben keine Parkgenehmigung lösen und dafür den garantierten Platz in der Tiefgarage "kaufen.
Man MUSS ja keine Dauerparkgenehmigung beantragen, wenn man ohnedies keinen Parkplatz bekommt: NULL Abzocke.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.