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US-Präsidenten mögen im Nahen Osten jetzt weniger Einfluss haben als früher, aber zumindest Israel und die Palästinenser stellen ihre politischen Uhren noch immer nach US-Wahlterminen.
Im Jänner 2009 etwa wurde, als eine Art Gefallen für den damals so populären neuen Präsidenten, der Gazakrieg genau zwei Tage vor der Amtseinführung Barack Obamas beendet. Heuer spekulierte man, Israel würde im Herbst den Iran angreifen, weil Obama im Wahlkampf wenig dagegen sagen könnte - oder Israel würde umgekehrt damit noch warten müssen, weil man vor US-Wahlen besser keine Probleme macht. Genauso halten es die Palästinenser, die aus Rücksicht auf Obama ihren neuerlichen UN-Vorstoß auf Ende November verschoben haben.
Für Jay Shultz, vor sechs Jahren aus New York nach Israel eingewandert, ist dabei völlig klar, wen die Israelis zum nächsten US-Präsidenten wählen würden: "80 Prozent sind für Mitt Romney, 20 Prozent für Obama." Nach seiner Wahrnehmung sieht so die Sympathieverteilung nicht nur unter den Ex-Amerikanern, sondern in der breiten Bevölkerung aus.
Shultz selbst, der im Auftrag des World Jewish Congress US-Einwanderer betreut, hat in der Vergangenheit auch für demokratische Kandidaten wie Bill Clinton und Al Gore gestimmt, doch bei Obama fühlt er sich "unbehaglich": "Obama ist nicht schlecht für Israel, aber ich glaube nicht, dass er so aktiv gut wäre wie eine Romney-Regierung."
Mit einem ungewohnt kühlen Ton und mit der überraschenden Forderung nach einem "totalen Siedlungsstopp" als Vorbedingung für Verhandlungen hatte Obama die Israelis gleich in den ersten Wochen seiner Amtszeit vergrault. Premier Benjamin Netanjahu wurde im Weißen Haus herablassend behandelt, und die Israelis ärgern sich darüber, dass Obama schon im Juni 2009 in einer Rede in Kairo die islamische Welt umschmeichelt habe, aber als Präsident nie in Israel gewesen ist. Stattdessen schickte er seinen Vize Joe Biden, und wegen eines Bauvorhabens in Ostjerusalem kam es prompt zum Eklat.
Seither hat sich das Verhältnis wieder entspannt - vielleicht deswegen, weil Obama bei der Uno gegen die Aufnahme eines Palästinenserstaats die Mauer machte, oder weil die Palästinenserfrage samt Siedlungsstopp nicht mehr so aktuell ist oder weil man gegenüber dem Iran kooperieren muss. Trotzdem - Netanjahus Werben für eine "rote Linie", also ein Ultimatum an den Iran, wurde auch in Israel von manchen als unverfrorener Versuch ausgelegt, über Obamas Kopf hinweg in die US-Politik einzugreifen. Und umgekehrt vertrauen die Israelis Obama nicht so recht, wenn er verspricht, alles zu tun, "um zu verhindern, dass der Iran Kernwaffen bekommt".
Von Romney erwartet man sich da mehr, auch wenn man ihn kaum kennt. "Die israelische Öffentlichkeit weiß von Romney nur, dass er nicht Obama ist" , schrieb die Jerusalem Post im Sommer vor dem Israel-Besuch des republikanischen Kandidaten, "und das ist für viele Grund genug, ihn zu mögen."
Offiziell hält man natürlich Äquidistanz. "Wer immer zum Präsidenten der USA gewählt wird, wir werden mit ihm zusammenarbeiten", sagte Likud-Minister Dan Meridor. "Es wäre nicht klug, den Eindruck zu erwecken, dass wir den einen oder den anderen bevorzugen." Nachman Schai von der oppositionellen Kadima-Partei ist da weniger verkrampft: "Netanjahu betet dreimal am Tag für einen Sieg Romneys", sagte er in einem Radiointerview, "aber ich gehe mit Obama - Romney verspricht vieles, doch Obama hat schon einiges gehalten." (Ben Segenreich, DER STANDARD, 25.10.2012)
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Nachdem anscheinend ausgerechnet Syrien der einzige Verbündete des Iran in der "arabischen Welt" sein soll, da er unter anderem für den Iran "den Zugang zum Meer" darstellt bleibt zu hoffen, dass die Achse der Blöden einen passenderen Oberhäuptling bekommt, als den Urheber der Aussage.
Nebenbei sollten zumindest für Abgeordente ein paar Millionen für Bildung locker gemacht werden.
Normalerweise wird der US Präsident von der AIPAC bestimmt. Und die scheren sich einen Dreck darum, was die Israelis oder gar die Amis sich wünschen. Bin schon neugierig, was sie sich diesmal als Höhepunkt der Wahlfarce ausgedacht haben. Vielleicht wieder Wahlautomaten, die nur die Auswahl eines Kandidaten zulassen. Bis jetzt wird nur von Unzustellbarkeiten der Briefwahlformulare seitens der US Post berichtet.
unsinn, der einfluss der AIPAC ist bei weitem nicht so groß wie die tun. die juden wählen dort seit ewigkeiten verlässlich demokratisch, und die israel-politik ist für die amerikanischen juden nur einer von mehreren faktoren (nicht zuletzt deshalb weil jeder kandidat pro-israel ist). im vordergrund steht die US-politik, die sie halt großteils aus einer linken perspektive beurteilen.
die haben noch nicht mal reagan gewählt!
http://en.wikipedia.org/wiki/Jews... _elections
korrektur:
"Wer immer zum Präsidenten der USA gewählt wird, wir MÜSSEN mit ihm zusammenarbeiten"
was glauben die echt wer sie sind...ihre ganze völkerrechtlich sehr problematische politik können die überhaupt nur wegen den USA machen, wenn der US präsident einmal sagt : " gehts scheißen wir stärken euch nciht mehr mit unsrem veto den rücken"
dann werden sie sich ordentlich anhalten da unten...mal schaun ob die noch ein haus in einem fremden land bauen wenn die US-Armee nicht mehr in ihrem rücken steht...oder vielleicht sogar auf seiten der palis!!!
Aber sie würden das anders begründen als bei Israel, sie würden sagen: Die USA seien imperialstisch und böse und zwingen andere zum zusammenarbeiten. Bei ISrael geben sie aber Israel die schuld... bezeichnend.
Vis einschliesslich den Yom-Kippur-Krieg hat Israel ohne massive Untersützung der USA Kriege gewonnen. Erst in der letzten Woche des Yom-Kippur-krieg begannen die massiven hilfslieferungen, sie waren noch immer bedeutend weniger als die der Sowjets an die arabischen Staaten.
Davor behandelten die USA Israel sehr stiefmütterlich, erst ab 1972 ensttand dieses Bündnis. Sie sehen nix ist in Stein gemeisstelt, davor existierte und Israel wird auch sie, wurm, überleben. Soviel ist sicher.
bereits einfluß auf den letzten US Präsidentschaftswahlkampf genommen (zu Gunsten von McCain)
Insofern ist es nicht verwunderlich, dass obama ihn nicht mag.
Das bedeutet ja auch nicht viel.
scharon konnte netanjahu ja auch nicht leiden, weshalb er den likud verlassen und die khadima gegründet hat.
in den USA sind die juden eindeutig demokratisch orientiert, und daran hat auch obama nichts geändert. mit seiner skepsis gegenüber der politik von netanjahu können sich auch viele identifizieren.
dass die werte in israel nicht identisch sind mag schon sein, aber einfach unhinterfragt diese 80%-einschätzung von *irgendwem* wiederzugeben, noch dazu (wenn auch in anführungszeichen) als titelzeile, ich weiß nicht...
auch in israel ist netanjahu durchaus umstritten.
Welch Wunder.
Rechtsextreme Fanatiker stehen auf rechtsextremen Fanatiker. Was ist die nächste tolle Nachricht? Wasser fließt bergab?
Also mögen tun sie den Romney jedenfalls, ob er aber wirklich gut für das Land ist, wird sich spätestens dann zeigen, wenn wegen dem gebündelten Blödsinn von Mick und Bibi die ersten Rakaten mit chemischen Kampfstoffen in Tel Aviv einschlagen.
Wahrscheinlich meint er auch noch dass alle Juden in Israel für Romney sind und die 20% für Obama sind die israelischen Araber...
Denke eher dass in Israel Obama Romney 50:50 ist.
Aber egal...
Wählen tun ja sowieso nur die amerikanischen Juden die deutlich liberaler sind als die israelische Regierung & die AIPAC-Lobby.
Je aufgeklärter die Gesellschaft, desto eher steht sie hinter Obama (bzw. den Demokraten).
Und die Israelis sind sehr aufgeklärt.
Natürlich gibt es überall - sowohl in Israel wie auch in Österreich - die Konservativeren: ÖVP, Romney, usw Unterstützer.
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