Landeshauptleute für weniger Bürokratie im Schulsystem

Niessl sieht "hohes Einsparungspotenzial"

Wien/Ehrwald - Für mehr Schulautonomie und weniger Bürokratie in der Schulverwaltung haben sich Österreichs Landeshauptleute am Mittwoch bei einer Konferenz auf der Zugspitze bei Ehrwald in Tirol ausgesprochen. Unter anderem soll ein Direktor auch für mehrere Schulen verantwortlich sein können. Die Ebene der Bezirksschulräte soll wegfallen, kündigte der Vorsitzende des Gremiums, der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) bei einer Pressekonferenz an.

Mehr Autonomie

Verhandlungsführer bei der Bildungsreform war Burgenlands Hans Niessl (SPÖ). Er sprach von keinem "hohen" Einsparungspotenzial. Es gebe aber Möglichkeiten für mehr Autonomie im Schulbereich. Direktoren und Lehrer sollten gestärkt werden. Ernennungen sollten rascher durchgeführt werden, ebenso wie der Neubau oder das Renovieren von Schulen. Zwischen Neuen Mittelschulen und Gymnasien soll es Kooperationen für die ganztägige Betreuung geben.

Mehr Verantwortung für Schulleiter

Auch Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) plädierte für mehr Autorität und Verantwortung der Schulleiter. Sie sollten Mitsprache bei der Lehrerauswahl haben "und nicht wegen jeder Bagatelle nach oben gehen müssen". Unnötige Bürokratie sei "zu entfernen", meinte Pühringer. (APA, 24.10.2012)

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