Stipendien für vier Nachwuchs-Forscherinnen

24. Oktober 2012, 15:20

Mathematikerin, Biologin, Physikerin und Biomechanikerin erhalten jeweils 20.000 Euro

Wien - Die diesjährigen "For Women in Science"-Stipendien gehen an vier an Wiener Universitäten tätige Nachwuchs-Forscherinnen. Ausgezeichnet werden die aus Tirol stammende Mathematikerin Annegret Burtscher, die Wiener Biologin Katharina Hirschenhauser (beide von der Uni Wien), die Wiener Physikerin Teresa Torzicky von der Medizinischen Universität Wien und die aus Ungarn stammende Biomechanikerin Rebeka Zsoldos von der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Die Stipendien sind mit jeweils 20.000 Euro dotiert und werden am 5. November in Wien verliehen.

Die Stipendien werden seit 2007 jährlich von der Österreich-Tochter eines französischen Kosmetikkonzerns (L'Oreal) in Kooperation mit der Österreichischen Unesco-Kommission und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) vergeben und vom Wissenschaftsministerium mitfinanziert. Die Auszeichnung soll die Forscherinnen bei der Erreichung der nächsten Etappe der von ihnen angestrebten wissenschaftlichen Karriere unterstützen und damit "einen wesentlichen Beitrag zur Förderung weiblicher Spitzentalente in der Grundlagenforschung leisten", heißt es in einer Aussendung des Unternehmens.

Allgemeinen Relativitätstheorie und Siegereffekt

Annegret Burtscher (geb. am 25. Jänner 1983 in Rum, Tirol) will im Rahmen ihrer Dissertation geometrische Zugänge zu globalen Fragestellungen in der Allgemeinen Relativitätstheorie entwickeln. Katharina Hirschenhauser (geb. am 14. April 1969 in Wien) will sich an der Uni Wien habilitieren und in ihrem Forschungsprojekt den Einfluss von Geschlecht und Identität auf den sogenannten Siegereffekt untersuchen. Dieser beschreibt das Phänomen, dass der Sieger eines Kampfes oder Wettkampfes bei weiteren Auseinandersetzungen höhere Gewinnchancen als der Verlierer hat.

Teresa Torzicky (geb. am 23. November 1985 in Wien) will die in der Augendiagnostik eingesetzten optischen Kohärenztomographen weiterentwickeln und so ein erweitertes Werkzeug für die Erforschung von Augenerkrankungen zur Verfügung stellen. Rebeka Zsoldos (geb. am 9. März 1982 in Budapest) will in ihrem Projekt den dynamischen Bewegungsablauf der Halswirbelsäule bei Pferden untersuchen und auf Basis dieses Wissens neue Rehabilitations- und Präventionsprogramme für die Tiere entwickeln. (APA, 24.10.2012)

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7 Postings
...WEITER SO...

es zu viele männliche Kollegen, die nichts können aber durch Vit B oder Aussagen wie: "Er ist eh ein Mann!"
eine Stelle bekommen, also ist das hier nur FAIR und richtig!
Gratulation an die ForscherINNEN!

Das hätte die letzten 2000 Jahre keinen Aufruhr erzeugt. Deshalb gibt es heute derartige Initiativen. Wenn Chancengleichheit einmal erreicht ist, wird man sie tatsächlich nicht mehr brauchen.

Was können junge männliche Wissenschaftler von heute für die Versäumnisse vor 2000 Jahren?

frauen werden in der wissenschaft auch heute noch diskriminiert

http://blogs.scientificamerican.com/unofficia... t-matters/

Wahnsinn. Einfach nur Wahnsinn.
Ein Preis, der nur für ein Geschlecht ausgelobt wird.
Brave new world.

Qualitätskriterium: weiblich

Man stelle sich den Aufruhr vor, wenn eine Firma den so einen Preis nur für Männer ausschreiben würde.

Herzliche Gratulation und viel Erfolg!

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