Stipendien für vier Nachwuchs-Forscherinnen

Mathematikerin, Biologin, Physikerin und Biomechanikerin erhalten jeweils 20.000 Euro

Wien - Die diesjährigen "For Women in Science"-Stipendien gehen an vier an Wiener Universitäten tätige Nachwuchs-Forscherinnen. Ausgezeichnet werden die aus Tirol stammende Mathematikerin Annegret Burtscher, die Wiener Biologin Katharina Hirschenhauser (beide von der Uni Wien), die Wiener Physikerin Teresa Torzicky von der Medizinischen Universität Wien und die aus Ungarn stammende Biomechanikerin Rebeka Zsoldos von der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Die Stipendien sind mit jeweils 20.000 Euro dotiert und werden am 5. November in Wien verliehen.

Die Stipendien werden seit 2007 jährlich von der Österreich-Tochter eines französischen Kosmetikkonzerns (L'Oreal) in Kooperation mit der Österreichischen Unesco-Kommission und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) vergeben und vom Wissenschaftsministerium mitfinanziert. Die Auszeichnung soll die Forscherinnen bei der Erreichung der nächsten Etappe der von ihnen angestrebten wissenschaftlichen Karriere unterstützen und damit "einen wesentlichen Beitrag zur Förderung weiblicher Spitzentalente in der Grundlagenforschung leisten", heißt es in einer Aussendung des Unternehmens.

Allgemeinen Relativitätstheorie und Siegereffekt

Annegret Burtscher (geb. am 25. Jänner 1983 in Rum, Tirol) will im Rahmen ihrer Dissertation geometrische Zugänge zu globalen Fragestellungen in der Allgemeinen Relativitätstheorie entwickeln. Katharina Hirschenhauser (geb. am 14. April 1969 in Wien) will sich an der Uni Wien habilitieren und in ihrem Forschungsprojekt den Einfluss von Geschlecht und Identität auf den sogenannten Siegereffekt untersuchen. Dieser beschreibt das Phänomen, dass der Sieger eines Kampfes oder Wettkampfes bei weiteren Auseinandersetzungen höhere Gewinnchancen als der Verlierer hat.

Teresa Torzicky (geb. am 23. November 1985 in Wien) will die in der Augendiagnostik eingesetzten optischen Kohärenztomographen weiterentwickeln und so ein erweitertes Werkzeug für die Erforschung von Augenerkrankungen zur Verfügung stellen. Rebeka Zsoldos (geb. am 9. März 1982 in Budapest) will in ihrem Projekt den dynamischen Bewegungsablauf der Halswirbelsäule bei Pferden untersuchen und auf Basis dieses Wissens neue Rehabilitations- und Präventionsprogramme für die Tiere entwickeln. (APA, 24.10.2012)

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