Geräte dank Android-App trotz leeren Akkus finden

24. Oktober 2012, 14:53
  • Letztes Lebenszeichen: Signal-Flare speichert den jüngsten Standort des verlorenen Geräts.
    foto: lookout

    Letztes Lebenszeichen: Signal-Flare speichert den jüngsten Standort des verlorenen Geräts.

Sicherheits-App "Lookout Security" wird mit "Signal Flare" und anderen Features erweitert

Die Android-Sicherheitssuite "Lookout Security" wird mit einem neuem Feature aufgemöbelt. Die bereits mögliche Ortung des eigenen Gerätes wird mit "Signal Flare" erweitert.

Letztes Lebenszeichen

Das Gerät sendet dann seine Positionsdaten zuerst kontinuierlich an Lookout, der Besitzer kann den Standort über das Web-Backend abrufen. Droht der Akku zur Neige zu gehen, wird durch das "Signalgeschoss" der letzte verfügbare Standort permanent in der Cloud gespeichert. Das erhöht die Chancen, das teure Stück Elektronik wieder zu finden.

Verhängnisvolle Nachtstunden

Lookout gibt an, dass nur 30 Prozent der User, deren Telefon gestohlen wird oder anders abhanden kommt, dieses erfolgreich wieder finden. 85 Prozent der Lookout-User finden ihr Gerät innerhalb einer Stunde wieder, so schnell ist nur ein Viertel aller anderen Betroffenen. Dank der App sollen 2011 neun Millionen Geräte im Gegenwert von 2,5 Milliarden Dollar wieder in die Hände ihres rechtmäßigen Eigentümers gelangt worden sein.

Wenig überraschend ist wohl, dass die meisten Devices zwischen neun Uhr Abends und zwei Uhr morgens verloren gehen. 30 Prozent der befragten User gaben an, dass sie ihr Gerät nicht orten konnten, weil der Akku leer geworden war. Vor allem diesen kommt "Signal Flare" zugute.

Update bringt auch Dialerschutz und Activity Feed

Die neuste Lookout-Version beinhaltet zusätzlich einen Aktivitäten-Feed in dem alle Tätigkeiten - von App-Downloads, Backups bis hin zu Sicherheitswarnungen - in Kategorien geordnet abrufbar sind.

Dazu inkorporiert der jüngste Release auch einen Dialerschutz. Das Tool scannt an das Telefon übermittelte Nummern, die nicht aus der Kontaktliste stammen. Dies dürfte auch eine Reaktion auf eine neulich entdeckte Sicherheitslücke von älteren Android-Versionen sein, die es ermöglicht, das Handy des Opfers beliebige USSD-Codes ausführen zu lassen, was in der Praxis fatale Folgen haben kann.

Neben der Tracking-Funktion fungiert Lookout auch als Viren- und Malwarescanner und bietet auch eine Möglichkeit, Backups von wichtigen Daten anzulegen. Die App und alle Grundfunktionen sind kostenlos auf Google Play erhältlich, erweiterte Funktionen wie Surfschutz, Fernsperre oder ein "App-Berater" werden per Premium-Abonnement freigeschalten. (red, derStandard.at, 24.10.2012)

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also...

...ich entferne das Stück Code in dem der letzte bekannte Standort wieder aus der DB gelöscht wird, lasse mir einen tollen Namen dafür einfallen und bekomme dafür einen Standard-Artikel? cool.

Schrott !!!

Heißt das im Klartext, der letzte Standort BEVOR der Akku zu neige geht wird gespeichert und alles was danach passiert (während der Akku keer ist) ist eine große "Gedächtnisslücke"?
Wenn ja, was bringt mir das?

Ich versteh den Artikel so, dass davor einfach gar kein Standort verfügbar war, wenn das Handy nicht erreichbar war. Jetzt ist wenigstens der letzte bekannte abrufbar.
Wär aber gscheiter, unabhängig vom Akkustand immer den letzten Standort zu speichern, der Grund, das Signal zu verlieren muss ja nicht zwingend ein leerer Akku sein.

Tut es ebenso in regelmäßigen Abständen. Ist halt wieder ein weiteres Privicy-Problem.

früher, ohne telefon, konnte man ganz gut privat sein,...

Wer Energiesparen muß (also die Smartphonebesitzer) hat wenn möglich das GPS abgeschaltet. Ob das auch über WLAN die Position errät?

WLAN Ortung ist im Stadtgebiet erstaunlich genau , zumindest auf ein Haus sollte man es jedenfalls eingrenzen können auch ohne GPS ;)

Selbst über das antike GSM-Netz ist Triangulation sehr genau möglich - erstaunlich ist das nicht, das ist mathematisch recht einfach zu bewerkstelligen.

So genmau ist das nicht. Die Bayerische Polizei hat in Bayern das GSM-Netz selber nachgemessen, nachdem die Netzbetreiber die gepeilten Handys teilweise in der Gegenrichtung der Funkmansten orteten.

Mich interessiert, ob das App z.B. die WLAN-Datenbank von Google nutzen kann.

Das muss die App nicht können das regelt Android / Google , man fragt einfach den Standort ab, je nachdem was verfügbar ist wirds halt mehr oder wengier genau. Die WLAN Ortung sollte deshalb sehr gut funktionieren.

Wirklich genau ist die Ortung mittels GSM aber nicht, zumindest nicht genau genug wenn man tatsächlich sein Handy sucht. Hab gerade mal nachgesehen wo mich Google Maps ohne WLAN / GPS ortet, knapp 300m oder 3 Querstraßen daneben und das in Wien mit einer vergleichsweise hohen Dichte an Sendemasten. Nach Einschalten von WLAN warens 10Meter! In meiner deutlich kleineren Heimatstadt waren Abweichungen von über 1000m keine Seltenheit , was eine erfolgreiche Suche im Prinzip unmöglich macht.

Wenn du mit mit 2 "Masten" peilst kann das schon mal vorkommen :D

Die 360° eines Sendemasten sind normalerweise in mindestens 3 Segmente mit jeweils eigenem Sender unterteilt. Theoretisch sollte das die genaue Peilung auch mit 2 Masten ermöglichen. Aber die Netzbetreiber scheuen den Aufwand, die Daten ihrer Sendeanlagen genau zu erfassen, nur weil die Polizei eine nicht kostendeckende Standortabfrage anfordert...

Darum steht da auch '"Masten"' :) und nicht 'Sender'.

Ich weiss jetzt nicht ob ich das gut oder schlecht finden soll ...

denn alles was mir nutzt, kann auch irgendwie gegen mich verwendet werden ... *grübel*

wieso ? dank vds weiß dein provider eh immer wo du bist

in diesem Fall hast du nur zusätzlich die Möglichkeit auch selbst herauszufinden wo du (bzw. dein Handy) warst.

Oder befürchtest du dass Kriminelle deinen Account Hacken könnten und dann wissen wo du bist ?

Diese Gefahr besteht natürlich - IMMER - auch ohne das App.

Um Kriminelle ... neee ...

die haben bei mir nichts zu verloren ...
Viel eher finde ich es unangenehm wenn man womöglich polizeilich observiert wird!
Braucht ja nur jemand bei Gelegenheit den Namen zu Protokoll geben und schon steht man in Österreich unter generalverdacht. Dann werden eben alle "12345...weiter weiss ich nicht!" abgehört und getrackt ...

jaja, so ist das im Leben

Dauernd muss man Entscheidungen treffen ob man
etwas will oder nicht. Vorbei die guten alten Zeiten
als wir keine Wahl hatten und uns mit dem
Ist-Zustand zufrieden geben mussten.......

Und dann?

mit dieser app...

kann auch sein besitzerIn schnell gefunden werden, ob er/sie es will oder nicht. das ist die kehrseite des komforts...

Finden doch auch ohne App

...gelangt worden sein. Na bumm.

Zwischen neun Uhr Abends und zwei Uhr morgens verschwinden die meisten von den Dingern. Vermutlich zudem an Wochenenden. Logische Schlussfolgerung, bevor man des Nächtens saufen geht, Funkgerät aus der Tasche und daheim lassen...

Und wie kommt man dann heim, wenn man selbst die Orientierung verloren hat?

Wie soll man Wählen, wenn man plötzlich zwei Mobiltelefone hat, die man mit den beiden linken händen hält, während man absolut synchron dieselben Nummern auf den beiden Geräten mit der rechten Hand treffen muss?

Hehe, man lässt sich vom nächstbesten willigen Männchen/Weibchen (je nach Orientierung) abschleppen und kann sich am nächsten Morgen wieder am Gehsteig gelandet anhand des Moosbewuchs der Straßenlaternen orientieren ...

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