Die Entdeckung Österreichs: Von Arnies Hanteln bis zu Hermann Maiers Helm

Ansichtssache | 24. Oktober 2012, 19:58
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text und foto: copyright metro verlag

Ein Ziegelstein mit Doppeladler
Auf den ersten Blick sieht das Objekt aus wie ein ganz normaler Ziegelstein. Die rosarote Terrakotta hat bereits Patina angesetzt. Bei näherer Betrachtung aber sieht man, trotz leichter Blessuren, sowohl auf der Vorder- als auch der Rückseite des Quaders kunstvolle, feine Prägungen. Mittig prangt das Wappen der k. u. k. Monarchie Österreich-Ungarns, der Doppeladler. Rechts und links ein Emblem mit einem M beziehungsweise einem H. Der abgebildete Ziegelstein entstammt originär dem Mauerwerk eines klassischen Zinshauses im siebenten Wiener Gemeindebezirk.

Außer Dienst gestellt im Zuge der Zusammenlegung zweier Wohnungen im Mezzanin. Konkret ist er aus der bourgeoisen Beletage, der ehemaligen Hausherrenwohnung im ersten Stock. Ausgestattet wie viele Wohnungen des "Diamantengrundes", wie der Bezirk Neubau im Wiener Fin de Siècle genannt wurde, mit reich verzierten Stuckdecken, Sternparkettböden, Flügeltüren. Die Fenster des Salons zieren bunte Butzenscheiben. (...) Besagter Ziegelstein repräsentiert die bis heute hohe Qualität der „Gründerzeit-Häuser" gutbürgerlicher Bezirke. Wohnen wurde zum Fokus des modernen, mondänen Zentralgestirns der am Zenit befindlichen Monarchie. Gleichsam der Tradition verpflichtet und Ursprung der Moderne. Die Hochkultur des Fin de Siècle fand statt in Bereichen der Literatur, der Architektur, der Medizin, der Musik, der Philosophie, der Begründung der Psychoanalyse, der Gesellschaft et alii. Die Architektur damaliger Bauten prägt bis heute den visuellen, imperialen Charakter der Stadt. Schade nur, dass oft nicht sorgsam mit diesem Erbe umgegangen wird. Nichts gegen moderne Architektur! Im Gegenteil - wie phänomenal-lebenswert-utopische Visionen beweisen.

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Sigmund Freuds Couch
Das Original steht heute in Londons Stadtteil Hampstead. Bis zu Sigmund Freuds Flucht vor dem Nazi-Regime 1938 ins Exil nach Großbritannien stand das für Geschichte und Methodik der Psychotherapie enorm wichtige Möbel in Freuds Ordination in der Wiener Berggasse 19. Die Rede ist von der Couch, auf der Sigmund Freud (1856-1939) seine Patienten mittels Gesprächstherapie heilte. Als Erkenntnis seiner langjährigen Studien in Bezug auf psychische Auffälligkeiten und persönlichkeitsbezogene Krankheiten entstand die von ihm erarbeitete räumliche Anordnung.

Die ideale Situation zur von Freud entwickelten Gesprächstherapie sah vor, dass der Patient - den Blick abgewandt vom neben ihm auf einem Sessel sitzenden Therapeuten - auf einer Couch entspannt ausgebreitet lag und dem Zuhörenden - frei assoziierend - Erlebnisse, Träume, Ängste, Begierden, sexuelle Wünsche, triebhafte Fantasien und Traumatisierungen offenbarte. Fantastisch, was dieses obskure Objekt an Geschichte in sich birgt. Welche Geschichten es erlebt hat, welche Vielzahl an Emotionen wie Libido, Liebe, Verzweiflung, Hass, welche sexuelle Spannung es verspürt hat, welche Erkenntnisse es für die Objektivierung der Subjektivität geliefert hat. Offenbarungen des „Bewussten, des Unbewussten und des Unterbewussten". Sämtliche Typologien psychoanalytischer Thesen und Lehren sind einst ad personam auf der Couch gelegen: Patienten, die Ödipus, Narziss, Eros, Thanatos und viele andere Synonyme der psychoanalytischen Theorie wie auch "Es, Ich und Über-Ich" personifizierten. (...) Beschämend, dass seit Ende des Zweiten Weltkriegs nichts (...) unternommen wurde, Freuds historisch relevantes Interieur nach Wien, in die Heimat der Traumdeutung und der Psychoanalyse zurückzuholen. Aber auch diese Unterlassung sagt etwas aus über Österreich.

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Bei den Fotos fehlen jetzt nur noch die Mannerschnitten und die Neujahrs CD

Bitte, wo ist Schroedingers Kaetzchen?

Strahlenunfall.

klischee läßt grüßen

des gestandenen österreichers identität hängt an mozart, dirndl, sachertorte, sängerknaben.

Dass Figl am Balkon des Belvedere "Österreich ist frei" gesagt hat ist eine - scheinbar - unausrottbare Geschichtslegende. Er hat die Worte im Marmorsaal gesprochen und dann den Staatsvertrag am Balkon des Belvedere präsentiert. Die Leute hätten ihn auch schwer verstanden.

Ja bitte - es wär wegen der Zellennummer vom KHG

...die fehlt offensichtlich noch. Und kommts jetzt nicht mit der These, es wäre " alles nur eine Frage der Zeit " ...bitte - danke...

eindrucksvoll zeigt das stück eisen, das aussieht wie eine

hantel, wie man sich daraus eine erfolgreiche karriere schmieden kann...Arno, der bekannteste österreicher in der welt, noch vor mozart, karajan, liszt, waldheim, landsteiner, wagner-jauregg, herminator, V.F.hess, adi hüttler, herman buhl, h.harrer, hundertwasser, niki lauda, falco, erwin schrödinger, grillparzer, kreisky, hans moser, nestroy, stefan zweig und arthur schnitzler...und nicht zu vergessen toni polster...und aahem...w.feigmann...

Tatsächlich ist das Foto mit der Hantel das Beste.

Weil es ehrlich ist und kein Klischee wie die anderen, bei denen man meint, es handele sich um die übliche Leistungsschau der Tourismus Austria.
Für Schwarzenegger war diese Hantel die Fahrkarte in ein anderes Leben.
Aus ihm ist etwas geworden, eben weil er sich nicht wie ein Österreicher verhalten hat.

Die Dekolletéefeindlichkeit des Autors finde ich nicht in Ordnung. Und der Raab oder Figl in den Mund gelegte Spruch hieß "Jetzt no d'Reblaus, dann san's waach".

Wenn man da schon einen Helm zeigt und die Verbindung zu Nagano herstellt, dann sollte es wenigsten der Richtige sein. Selbst am schwarz-weiss Bild ist zu erkennen, dass der Helm nicht rot ist...

und ausserdem war er ja nicht "schwer verletzt" in nagano.

also bitte.

Werte Redaktion

Die D-Mark ist niemals in Österreich gültiges Zahlungsmittel gewesen.
Die gehört nicht zu Österreich, auch wenn das wohl so mancher in Ihrem Hause nicht einsehen will.
Die Zeiten von Adolf dem Wahnsinnigen sind doch tatsächlich vorbei.
Diese Zuordnung ist eine Frechheit.

In diversen Ex-/Enklaven (wie immer das heißt) in Tirol und Vorarlberg war die D-Mark tatsächlich Zahlungsmittel, deshalb war die D-Mark auch in Österreich gültige Währung.

Im kleinen Walsertal vielleicht...

Das waren Reichsmark RM

Auch die nicht

Österreich hat in der Zeit der Gültigkeit der Reichsmark auf dem Gebiet der ehemaligen 1. Republik nicht existiert.
Da war es die Ostmark und nicht Österreich.

Muss ich sie enttäuschen denn die waren noch eine Weile

1945 Gültig bis es zur Währungsreform kam

So spannend wie ein kleines Steak.

fehlt nur noch Wolfis erstes Mascherl, Werners erste Krone, Alexanders erster Tschick, Heinz Christians erste fünf Bier...

...und eine Locke vom zu schönen Karli !

und hitlers rechter hoden.....

"Ich hab in meinen Jugendtagen ..."

ist zwar von Heine, aber kein sonett, liebe redaktion ;-)

"Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist"

das stammt aus einer operette.
und für AEIOU kenne ich noch eine andere deutung: "austria erit in orbe ultimo".

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