Zweimal Alpe d'Huez und Mont Ventoux

24. Oktober 2012, 13:19
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Streckenverlauf für Jubiläumsauflage präsentiert - Abschlussetappe unter Flutlicht in Paris

Paris - Zwei Tage nach dem UCI-Urteil gegen Lance Armstrong ist in Paris die 100. Tour de France vorgestellt worden. Auch bei der feierlichen Gala und der Vorstellungen der spektakulären Ausgabe 2013 war Doping das große Thema. Tour-Direktor Christian Prudhomme hielt vor der Streckenpräsentation der Jubiläumsauflage eine emotionale Rede gegen Doping. Die Teammanager und Ärzte hätten "die Schlüssel gegen Doping in der Hand - sie müssen der Schutzwall sein", bekräftigte Prudhomme.

Start auf Insel Korsika

Die Jubiläums-Tour vom 29. Juni bis 21. Juli 2013 beginnt zum ersten Mal auf der Mittelmeerinsel Korsika, klettert auf der 18. Etappe zweimal L'Alpe d'Huez, bezwingt am Nationalfeiertag den Mont Ventoux, überquert den Tourmalet und feiert ein Flutlicht-Finale auf dem Champs Elysees in Paris. In Nizza findet ein Mannschaftszeitfahren statt, auf der Atlantikinsel Mont Saint Michel (11. Etappe) endet ein Einzelzeitfahren. Vier Bergankünfte stehen am Programm, die beiden Einzelzeitfahren führen über ingesamt 65 Kilometer.

"Die Tour-Entscheidung wird in der letzten Woche in den Alpen fallen. Wir müssen uns im Team jetzt zusammensetzen und unsere kommende Strategie besprechen", sagte der diesjährige Tour-Zweite Chris Froome, der sich als besonders starker Bergfahrer Chancen ausrechnet, 2013 auf die Position des Kapitäns beim Team Sky aufzurücken. Der amtierende Champion Bradley Wiggins hatte ihm nach der vergangenen Tour Unterstützung in Aussicht gestellt.

"Es wird schwierig werden, die Konkurrenz zu kontrollieren", bekräftigte Alberto Contador. Dem Spanier war der Tour-Sieg 2010 wegen Dopings aberkannt worden. Erst im August war er aus einer Sperre zurückgekehrt und hatte bald darauf die Vuelta gewonnen. 2013 darf der zweifache Gesamtsieger auch bei der Frankreich-Rundfahrt wieder an den Start gehen.

In der ersten Reihe im Palais des Congres saß auch der umstrittene UCI-Chef Pat McQuaid, der am Freitag entscheiden will, ob es für die aberkannten sieben Armstrong-Siege Nachrücker im Tour-Klassement geben wird. Die Tour-Organisatoren sind dagegen - auch weil es schwer werden dürfte unter den Nächstgereihten Profis zu finden, die dopingunverdächtig sind.

Armstrong-Schild vor Demontage

Der Name Armstrong soll auch aus L'Alpe d'Huez verbannt werden. Der Bürgermeister will das Metallschild mit dem Namen des Texaners in der 21. Straßenkehre hinauf in den Wintersportort abmontieren. Jeder der 27 Tagessieger in L'Alpe d'Huez wird mit einer Erwähnung in einer der 21 Kurven geehrt. (APA, 24.10.2012)

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