BZÖ-Chef Bucher nimmt "Privatkrieg gegen Stronach gerne auf"

  • Die vom BZÖ weggegangenen Abgeordneten seien "keine Größen, sondern Söldner", sagt Parteichef Josef Bucher.
    foto: apa/jaeger

    Die vom BZÖ weggegangenen Abgeordneten seien "keine Größen, sondern Söldner", sagt Parteichef Josef Bucher.

Abgänge hätten keine Auswirkung auf parlamentarische Arbeit

Wien - Dass mit Stefan Markowitz zuletzt ein weiterer bisheriger BZÖ-Politiker zu Frank Stronach gewechselt ist, hat laut BZÖ-Chef Josef Bucher "keine Auswirkungen auf die Qualität der parlamentarischen Arbeit" seiner Fraktion, wie er am Mittwoch sagte. Den seit Tagen laufenden medialen Schlagabtausch mit Stronach setzte er mit einer Gegenfrage fort: "Wer kennt schon die Vornamen dieser Personen, die niemandem ein Begriff sind?" Er selbst nehme jedenfalls den "Privatkrieg gegen Stronach gerne auf".

"Stronach konnte nicht verkraften, dass ich der erste Mensch war, der auf sein Geld verzichtete - das hat er noch nie erlebt", sagte Bucher. Zuerst habe Stronach "Pferde gekauft, dann Fußballer, dann Politiker - das geht nicht", so der BZÖ-Chef. "Stronach hat ja sogar bestätigen müssen, mir 500.000 Euro geboten zu haben."

Bild von Markowitz weggetragen

Die vom BZÖ abgeworbenen Abgeordneten seien zudem "keine Größen, sondern Söldner", meinte er. Ein gemeinsames Bild des verstorbenen BZÖ-Gründers Jörg Haider mit seinem nun abtrünnigen Parteifreund Stefan Markowitz wurde vor Beginn des Pressegesprächs jedenfalls aus den Räumlichkeiten der Fraktion getragen.

Über die zuletzt schwachen Umfragewerte, die für einen Einzug ins Parlament nicht reichen würden (zwei bis drei Prozent), sagte Bucher: "Das ist nicht aussagekräftig; das hat auch keine Auswirkung auf unsere Strategie." Jedenfalls wollten sich er und Parteifreundin Ursula Haubner nicht als "Überbleibsel" bezeichnet wissen: "Das bin ich nicht - und dabei spreche ich auch für die anderen zwölf", so Haubner. (APA, 24.10.2012)

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