BZÖ für "mittlere Matura"

24. Oktober 2012, 11:45
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Derzeitiges Zeugnis nach neunter Schulstufe sei "nicht aussagekräftig", so BZÖ-Klubchef Bucher

Wien - Das BZÖ hat am Mittwoch einen Aktionsplan für Ausbildung, Schule und Lehre gefordert. So solle bereits im Kindergarten ein "Qualitätscheck" für die Kinder eingeführt werden, "ohne diese zu überfordern", sagte Parteichef und Klubobmann Josef Bucher bei einer Pressekonferenz in Wien. Zudem solle zum Abschluss der neunten Schulstufe eine "mittlere Matura" stehen, welche die Reife der Jugendlichen für den Arbeitsmarkt zeige, so Bucher.

"Mittlere Matura"

Es sei alarmierend, dass "27 Prozent der Pflichtschulabgänger nicht lesen und schreiben können", meinte Bucher. Daher solle die "mittlere Matura aussagekräftig darstellen, ob Grundrechnungsarten, sinnerfassendes Lesen und Schreiben, das sprachliche Ausdrucksvermögen und auch Entscheidungsfähigkeiten zur eigenen Lebensgestaltung gegeben sind", sagte Bucher. Das normale Schulzeugnis der neunten Schulstufe sei für potenzielle Dienstgeber "nicht aussagekräftig" für die Auswahl von Lehrlingen.

BZÖ-Bildungs- und Familiensprecherin Ursula Haubner betonte, "eine gute Bildung bietet nicht nur Chancen für den Einzelnen sondern für die Gesellschaft, Unternehmen und Wirtschaft". Die "13, 14 Millionen Euro, die derzeit zur Nachholung für Schulabschlüsse fließen, wären künftig besser in Prävention investiert". Die "mittlere Matura" sei notwendig, weil das Zeugnis der neunten Schulstufe "nur die Zeit zeigt, nicht was geleistet wurde" und werte die Ausbildung auf.

Akademische Ausbildung für Kindergartenpädagogen

Beim "Qualitätscheck" im Kindergarten gehe es in erster Linie um eine "Sprachstandfeststellung", so Haubner. Die Frühbildung sei Teil der Gesamtbildung und müsse in Bundeskompetenz, damit eine Harmonisierung der Rahmenbedingungen möglich werde - von der Ausstattung der Kindergärten über die Bezahlung des Personals bis zum Personalschlüssel. Die Ausbildung der Kindergärtner solle auf die akademische bzw. tertiäre Ebene gehoben werden, ohne die Kindergartenpädagogischen Bildungseinrichtungen zu schließen. "Diese Ausbildung könnte in einer Tertiären angerechnet werden, bzw. braucht es auch Assistenten", so Haubner. Die Vorschläge werden in Anträge im Parlament münden. (APA, 24.10.2012)

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