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Diskutieren Sie oberhalb der Gürtellinie?
Sehr geehrte dieStandard.at-Redaktion,
ich lese regelmäßig Ihre Seite und freue mich ebenso regelmäßig über die Qualität und die Themenvielfalt Ihrer Artikel.
Was jedoch jedes Mal wieder zu schlechter Laune führt, sind die Kommentare. Dort finden meist keinerlei kritische Auseinandersetzungen statt, sondern es scheint an vielen Stellen eher ein einziger Kampf zwischen polemischen Maskulinist*innen/Sexist*innen und sich zumindest im Tonfall mehr als vergreifenden vermeintlichen Verteidiger*innen feministische Ideen zu handeln.
Oft wird es mit der Meinungsfreiheit begründet, wenn Kommentare nicht moderiert werden. Jedoch ist es überall dort, wo nicht stark moderiert wird, so dass die Kommentarspalten von Hass und gegenseitigem Niedermachen gefüllt sind, statt ein Ort für eine kritische Auseinandersetzung mit den Inhalten der Artikel zu sein. Die Folge ist, dass ich mich, obwohl ich manchmal gerne etwas zur Diskussion beitragen würde, niemals in einer solchen Atmosphäre äußern würde. Und ich denke, es geht nicht nur mir so. Eine gehaltvolle Diskussion wird dadurch verhindert, dass Menschen ein Forum für ihren Hass geboten wird. Innerhalb der feministischen Blogsphäre ist dieses Phänonem auch sehr verbreitet, dass Antifeministen gezielt (und teilweise in Gruppen) Kommentarspalten kapern. Dort wird allerdings inzwischen stark moderiert, damit diejenigen nicht vertrieben werden, die gerne ernsthaft diskutieren möchten.
Die Community-Richtlinen auf Ihrer Seite bieten eigentlich einen guten Rahmen, um respektvolle Diskussionen zu ermöglichen, es mangelt allein an der Durchsetzung dieser Regeln. Ich gehe davon aus, dass Anliegen wie meins Ihnen nicht neu sind, und es vermutlich nicht zuletzt an den personellen Ressourcen hapert, um stärker zu moderieren. Andererseits würde ich mir dennoch wünschen, dass Sie stärker von Ihrem Hausrecht gebrauch machen, um Ihre Kommentarspalten für sachorientierte Diskutant*innen interessant zu machen.
Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, meinen Kritikpunkt zu lesen!
Herzliche Grüße
René G. (René G., derStandard.at, 25.10.2012)
Der Text ist ein Beitrag einer Posterin im Blog "PosterInnen-Blickwinkel". Wir bitten um weitere Einsendungen zum Thema Community an community@derstandard.at
Liebe Community,
wie empfinden Sie die Diskussion in den Foren von dieStandard.at? Wollen Sie sich auch manchmal in die Diskussion einbringen, sind aber von der Kommentarkultur abgeschreckt? Wir freuen uns auf Feedback hier im Forum. (cmb)
Hinweise & Rechtliches
Eine gesunde Demokratie lebt von der Vielfalt und Probleme werden durch den offenen Diskurs gelöst. Ein solcher offener Diskurs sollte von Sprechtabus und Denkschablonen möglichst verschont bleiben.
Die Gefühlskälte, die asylwerbenden Menschen entgegengebracht wird, ist nicht zu begreifen
Eine E-Mail-Korrespondenz zum demokratischen Wert von Postings
Ich frage mich ernsthaft, ob diese roten Stricherl wirklich mehr Nutzen haben, als sie Schaden anrichten
Poster "schau, schau" hat das Gefühl von PosterInnen eingefangen, die Feedback an die Redaktion geben
zeigt sich darin, dass man nicht propagandisiert/Gerüchte, Verleumdungen streut, die man dann zur Meinung(sfreiheit) veredelt; und auch darin, dass man dazu das darauffolgende konträre _Argument_ oder den _Hinweis_ oder die (mit glaubwürdigen Quellen ausreichend belegte) _Information_ (die _Reaktionen_ sind auf das vorher Erfolgte), nicht niederstricheln läßt von ähnlich Meinenden.
Unsere Probleme miteinander entzünden sich schon daran, dass wir verschiedener Meinung sind (oder es zu sein vorgeben) darüber, was eine zulässige oder legitime Meinung IST, erstens; und darüber, wie man damit umgeht, zweitens (zumindest die Anzahl Stricherln wären mMn irgendwie einzuschränken). III., dass man mit dem Namen zur 'Meinung' stehen sollte. *)
Sehr geehrte Damen und Herren!
Per Zufall bin ich gerade auf dem Themen-Pfad hier gelandet - Pause weg. meines ersten Smartphons.
Als Norddeutscher finde ich den Ton hier sehr ,kommod' - in anderen Foren habe ich schon Schlimmeres gelesen. Die Beiträge sind meines Erachtens oft ,unterhaltsamer' als der jeweilige Artikel ihrer Zeitung...
Um meinen Beitrag zu leisten, damit das Niveau nicht zu sehr absinkt, nutze ich schon seit längerem den Klarnamen. Ich kann aber auch Personen verstehen, die ,ihr Pseudonym' gern benutzen - ist bei einem heiklen Thema manchmal auch zweckdienlich. Auch bieten manche Namen zum Schmunzeln Anlass.
Weithin so und viel Erfolg - viele Leser!
Gerd Taddicken - Nordseeküste
2013-01-28, Montag, ca. 13.26 h
Ich finde die Kommunikationskultur meist sehr gut.
Es sind viele sehr gescheite Menschen hier und ich finde gerade zu den Themen die mich interessieren Meinungen und Inputs (fast) immer interessant, auch manchmal um zus ehen welche anderen meinungen es gibt.
Gerade die Anonymität lässt (meist) interessante Diskussionen zu. Auch den Humor mag ich oft ganz gerne (z.B bei "aufglegten" Beiträgen über besoffene Rekruten)
Danke dabei an die standard-Readktion für die Zensur, denn der Posting-Friedhof zeigt ja schonungslos die "weird side" des ganzen.
Einzig abschrecken tun mich geschmacklose Postings in Artikeln zu Todesfällen/Verbrechen wie Vergewaltigungen z.B.
Da war ich vor kurzem etwas angeekelt und hoffe ihr findet da eine Lösung.
Es freut uns, dass die Foren für Sie interessant sind. Wir denken auch, dass es meist sehr wertvolle Diskussionen gibt und bemühen uns, die Bereiche, in denen es (leider) abschreckende, geschmacklose Postings gibt, besser zu moderieren.
... und sicher der Hauptgrund, warum dieStandards zu meiner primären Nachrichtenseite wurden.
Ich mag das niveaulose Brüllen auch nicht. Mit Moderation ist dem aber nicht Frau/Herr zu werden, ohne zumindest den Diskussionsfluss zu behindern.
Man soll die Redaktion durch melden von Postings, die die Richtlinien verletzen unterstützen. (hab ich mir bislang aber auch noch nie angetan).
Den BrüllerInnen das Forum zu überlassen, halte ich für die falsche Reaktion.
abgesehen von den interessanten kommentaren hier, erinnert mich der leserbrief?! an eine situation, als ich fassungslos da stand und erkannte, dass ich in einer art tierischen parallelwelt namens disco den wahren durchschnittlichen österreicher und die gesellschaft erst kennenlerne.
universum dokus a la "fressen und gefressen werden" im kleinkindalter gesehen waren als erlebnis nicht so brutal wie diese erkenntnis.
viel glück weiterhin, rene.
Hallo!
Darf ich einfach nur sagen: Sachlichkeit ist wichtig, allerdings ist manchmal der Spaß für diejenigen welche das Thema verstehen unabhängig von der persönlichen Einstellung und Meinung größer wenn welche dabei sind die es nicht so schnallen.
Ein wenig Spaß darf sein.
M f G
bin ich apple fan, blende ich PeterW1 aus;
bin ich Fachhochschüler, den Comedian;
bin ich Feministin, dann vielleicht EinMann1;
und bin ich Maskulinist (das Wort habe ich gerade gelernt) dann halt das Knurrhörnchen
persönlich halte ich gegenteilige Meinungen sehr gut aus,
aber ich verstehe sehr gut wenn manche User es leid sind die dauerpostings anderer ertragen zu müssen - zig wiederholende postings pro tag zum selben thema werden einfach lästig
liebe redaktion - das wäre doch leicht umsetzbar und würde das problem lösen. wer nicht will muss das nicht benutzen und kann jeden kommentar eingeblendet lassen. wen's ärgert, der muss sich nicht länger provozieren lassen.
community - sinnvoll (grün) oder blöde idee (rot)
danke.
eines vorweg: natürlich lebt ein forum davon gegenteilige meinungen zu lesen, zu hinterfragen, zu bestätigen, wie auch immer
aber es gibt tatsächlich user deren einziges ziel es ist zu provozieren (nicht im positiven sinn mit kritischen beiträgen) sondern das klassische 'trollen'
und wenn diese plötzlich von 90% des forums ignoriert werden, würden sie sich das vielleicht überlegen. macht ja keinen spaß wenn man weiß dass es keiner sehen kann.
Gerade im dieStandard.at Forum bringen viele Poster Fakten auf den Tisch um den Artikel der geschrieben wurde zu widerlegen. Gibt dann aber solche User wie Knurrhörnchen oder Pygar die auf Fakten einfach allergisch reagieren und am liebsten weiter in ihrer Traumwelt leben würden. Für solche Poster wäre natürlich eine noch härtere Zensur großartig, würden sie doch nur noch Meinungen hören die ihnen gefallen.
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