Fluglinie will Löhne bis zu 25 Prozent senken

24. Oktober 2012, 11:15

Ein Teil der 15.000 Beschäftigten wird sich um einen neuen Job bewerben müssen. Stammländer Dänemark, Norwegen und Schweden betroffen

Stockholm/Kopenhagen - Die seit Jahren angeschlagene skandinavische Fluggesellschaft SAS will nach Medienangaben Löhne und Gehalter um bis zu 25 Prozent senken. Die Kopenhagener Zeitung "Berlingske Tidende" berichtete am Mittwoch unter Berufung auf nicht genannte Quellen, das Unternehmen wolle den "drastischen Sparplan" in allen drei Stammländern Dänemark, Norwegen und Schweden durchziehen. Dabei müsse sich ein nicht genannter Teil der 15.000 Beschäftigten um die jeweiligen Stellen bei Einkommensminderungen zwischen 15 und 25 Prozent neu bewerben.

Der teilstaatliche Flugkonzern hat in den vergangenen Jahren bei fast chronischen Verlusten immer neue Sparpläne aufgelegt. SAS gilt auch als möglicher Kandidat auf eine Übernahme durch die Lufthansa. Pressesprecher Sture Stølen in der Stockholmer SAS-Zentrale wollte den Zeitungsbericht auf Anfrage nicht kommentieren. Er sagte: "Klar ist, dass wir jeden Stein wenden, um zu sparen." (APA, 24.10.2012)

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lang wirds nicht mehr dauern

bis es vor lauter sparen zu einem gravierenden unfall auf einer europäischen kurzstrecke kommen wird. die art und weise, wie im europäischen flugverkehr derzeit mit personal und kostenminimierung vorgegangen wird, ist eine tickende zeitbombe.

Ich bezweifle, dass ein Pilot zb.

weniger Vorsichtig arbeitet, weil er weniger Gehalt bekommt. Und bei Wartung ect. gibts keine Einsparungen.
Ich sehe keine Bedenken.

Bewusst sicher nicht!

Das Problem ist halt nur, dass Sie als Passagier nicht mehr sicher sein können, ob da vorne tatsächlich die Geeignetsten sitzen oder halt die, die bereit waren für so wenig Geld zu arbeiten.
Fragen Sie sich selbst einmal, ob es Ihnen wirklich egal ist, von wem Sie im Ernstfall operiert werden oder suchen Sie sich bei einer heiklen zB. Knieoperation nicht doch den möglichst Besten? Ähnlich ist es beim Fliegen. Immerhin hängt Ihr Leben an den Piloten. Warum wohl gibt es bei der weltweiten Flugunfallstatistik riesige Unterschiede zwischen Europa, Nordamerika und Australien auf der einen Seite, und Afrika sowie große Teile des asiatischen sowie südamerikanischen Raumes auf der anderen Seite.
Ich persönlich suche mir den Arzt UND die Airline aus

Geeignet ist halt so eine Sache.

Wie misst man das? Sicher gibt es erfahrenere Piloten und weniger Erfahrene. Aber das ist eben nicht alles.
Das mit den Unfällen hat aber auch noch einen ganz anderen Grund: Die Flugzeuge. Wenn ich mal überlege was zum Teil in Afrika rumfliegt oder teilweise in Asien wundert mich das nicht.

Und natürlich ist es ihr gutes Recht, sich die Airline auszusuchen! Ist ja sinnvoll.

Genau darum geht es ja:

Wirklich gute (im Sinne von bestens ausgebildet und hochprofessionell) würden so einen fliegenden Seelenverkäufer erst gar nicht in Betrieb nehmen. Und was nicht abhebt, kann auch nicht runterfallen.

Sicher gibt es erfahrenere Piloten und weniger Erfahrene.

Das ist das größte Problem in allen Bereichen, Leute die zwar keinerlei Ahnung haben, aber das Gegenteil lautstark hinausposaunen!
Erfahrung und Eignung gleichzusetzen kann nur den wahren "Spezialisten" passieren. Sie zeigen dieselbe Eignung wie das AUA Management, nämlich KEINE!

Jetzt reicht's

Sie sind anscheinend unfähig, meine Postings sinnerfassend zu lesen! Ich habe nie behauptet, dass Eignung und Erfahrung das selbe sind. Ganz im Gegenteil, ich schrieb sogar" Aber das ist eben nicht alles". Wenn sie zu dumm sind, sowas zu verstehen, dann ist Ihnen nicht zu helfen. Zuerst lesen, dann überlegen, dann antworten.

Sorry, das ging auf dem Weg zur Beantwortung verloren.
Nicht Jeder der etwas übersieht ist gleich dumm, aber keine Sorge, mein Aggressionslevel ist mindestens so hoch wie ihrer, wobei meine Ausrede grobes gerichtlich anhängiges Mißmanagement ist.

Sportler bezweifelt? Wenn man ahnungslos ist, so wie viele Manager und Politiker, dann kommt das schon vor.
Das es bei der Wartung keine Einsparungen gibt träumen sie ebenso!
Ich sehe Bedenken, die Pilotenverbände und sogar die amerikanische Luftfahrtbehörde ebenso!

Haha

Glauben Sie ernsthaft, dass ein Pilot freiwillig sein Leben aufs Spiel setzt, weil er weniger bekommt?
Außerdem arbeite ich bei einer Airline, und weiß, dass man bei der Wartung nicht viel einsparen kann! Außer, man lässt Checks aus, was aber nur sehr wenige Airlines machen. Diese fliegen aber soweit ich weiß, gar nicht in Europa!

Zumindest ist klar, dass sie nicht bei einem Wartungsbetrieb beschäftigt sind!

Da haben Sie recht!

Und mit der AUA hab ich auch nicht direkt zu tun!

Das war offensichtlich

Ich aber auch nicht, und schon gar nicht mit AB/HG

Bei Wartung nicht viel einsparen?

Na dann träumen Sie schön weiter!
Anm.: Theoretisch kann man nicht viel einsparen, praktisch aber sehr wohl! Was glauben Sie, was bei manchen Airlines geschummelt wird! Oder haben Sie gewusst, dass sogar die damals überaus geschätzte Swissair ihre amerikanisches Wartungszertifikat wegen bewusster Betrügereien verloren hatte (es wurden teure Messlehren manipuliert, um sie länger nutzen zu können)? Und zu diesen Zeiten war der Kostendruck lange nicht so hoch wie heute!

Ja genau darum gehts ja.

Man verliert dann das Wartungszertifikat. Ist ja eine Konsequenz, oder? Ich gehe immer vom Guten im Menschen aus.

Was haben denn die Kellnerinnen

mit der Sicherheit zu tun?

Wo gibts den Kellnerinnen? Hier gehs um die Luftfahrt!

Ja, genau. Da dürfen sie sich dann Hostessen

nennen, oder Stewardessen, oder einfach Flugbegleiterinnen.

Erinnert mich immer an Begleitservice.

Erinnert mich immer an Begleitservice.

Dann bleiben sie auch dort und Fliegern fern!

Wer macht den Sicherheitsanweisungen? Wer organisiert im Notfall das dann herrschende Chaos?

Nicht unbedingt

Schliesslich kann der von Ihnen behauptete Unfall in Summe weniger kosten verursachen als durch das Sparen eingespart wurde -> Sparen von Vorteil.

Die Frage ist nur, ob das mit den Kosten reicht. Denn sollte ihnen als Airline Manager jemand entsprechende Schuld an einem Unfall nachweisen, dann sind sie dran!
Auch sparen am falschen Ende kann sie da in die Mühlen der Justiz bringen.
Damit ist nicht das moralisch-ethische Fehlverhalten gemeint, das kommt noch dazu, als Aushängeschild für ihren nächsten "Managementjob", beim AMS!

Wieviel haben Sie denn pro Todesopfer veranschlagt?

Der Wert der Nahrungsmittel, die ich zu mir nehmen müßte, um dem Brechreiz nachzukommen, der mich bei Ihrem Posting befällt, geht jedenfalls in die Zigtausend.

Diese Daten sind zu den Kosten sind ganz einfach zu bekommen: -> Bereich Strassenverkehrsunfälle: 1 Todesopfer kostet im Mittel (Durchschnitt!) ca. 10.000,- Euro. Auch da geringe mediale Präsenz

Macht also bei 100 Toten runde Million Euro. Das ist durchaus überschaubar. Wohlgemerkt, nur bei geringer medialer Präsenz zu den Toten und einem eindeutigen Unfall. Wird da wegen der paar 100 Toten ein riesen mediales Spektakel veranstaltet, kommt vielleicht andere Punkte als wie Unfall dazu (Z.B. das Schreckgespenst Terror oder auch grobe Fahrlässigkeiten) können die Kosten locker das Zahnfache oder mehr betragen.

Das ist das Risiko der Fluggesellschaften.

PS: Viel höhere Kosten verursachen Überlebende eines Unfalls, denken Sie nur an die ggf Lebenslnage ReHa-Kosten.

Vor Leuten wie Ihnen graut mir

Nach Ihrer Logik müßten Sie damit einverstanden sein, daß jemand Ihren Tod herbeiführt, wenn er damit 20.000 Euro einnehmen und somit 10.000 Euro Gewinn lukrieren kann.

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