Nach PlayStation Network-Skandal: Sammelklage gegen Sony abgewiesen

  • Sony habe bei PSN-Ausfällen laut Richter nicht illegal gehandelt.
    foto: reuters/kim kyung-hoon

    Sony habe bei PSN-Ausfällen laut Richter nicht illegal gehandelt.

Richter: Sony habe nicht illegal gehandelt, Nutzer wussten über Risiko Bescheid.

Nach den wochenlangen Ausfällen des PlayStation Networks aufgrund eines Hacker-Angriffs im April 2011 schlossen sich in den USA betroffene PlayStation-Nutzer zusammen und reichten eine Sammelklage gegen Sony ein. Die Begründung: Sony habe es verabsäumt angemessene Sicherheitssysteme und Firewalls zu installieren und habe dadurch die persönlichen Daten von mehr als 69 Millionen Kunden aufs Spiel gesetzt. Das zuständige Bezirksgericht hat die Sammelklage gegen Sony nun abgewiesen.

Kein Verbrechen

Richter Anthony Battaglia zufolge hat Sony nicht gegen Konsumentenschutzgesetze verstoßen. Zwar hätte Sony die Qualität seiner Sicherheitssysteme falsch eingschätzt, doch hätten alle Nutzer Sonys Datenschutzerklärung akzeptiert, aus der hervorgehe, dass Sonys Schutzmaßnahmen nicht perfekt seien. Demnach wurde kein Kunde hinters Licht geführt. Weiters hätte keiner der Kläger etwas für die Nutzung des Online-Netzwerks gezahlt und damit ausschließlich kostenfreie Dienste in Anspruch genommen.

Wiedergutmachung

Schlussendlich habe Sony nicht illegal gehandelt und wenn auch nachträglich Konsequenzen aus dem Vorfall gezogen und die Sicherheitsmaßnahmen verschärft. PlayStataion Network-Nutzer erhielten als Entschädigung kostenlose Spiele und ein Monat kostenlosen Zugang zum Premium-Dienst PlayStation Plus. (zw, derStandard.at, 24.10.2012)

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6 Postings
doch hätten alle Nutzer Sonys Datenschutzerklärung akzeptiert, aus der hervorgehe, dass Sonys Schutzmaßnahmen nicht perfekt seien.

wirklich toll! selbst die firewall des pentagons ist nicht perfekt. Nichts IST PERFEKT! Mit dieser Ausrede, sollen sich Unternehmen also ganz einfach aus der Verantwortung ziehen können?! Der Richter hätte Sony eher dazu zwingen sollen die perfektions-bedingung gänzlich heraus zu nehmen!

Zwar hätte Sony die Qualität seiner Sicherheitssysteme falsch eingschätzt, doch hätten alle Nutzer Sonys Datenschutzerklärung akzeptiert, aus der hervorgehe, dass Sonys Schutzmaßnahmen nicht perfekt seien.

Und dann kommen SOLCHE Firmen her, und erlauben sich, etwas von Computerspiele-CLOUD zu sagen!!

Das wird in Zukunft wohl sehr viel lustiger für die Konsumschafe werden. Es ist heute schon bekannt, aber trotzdem werden die Massen den Blödsinn kaufen und dann schlucken, wenn die arme Firma eben nicht ihre halbgaren Versprechen halten wird.

Ist ja wie schon in der Politik!!

Na zum Glück ist das noch keine entgültige Entscheidung, da wird sicher eine Berufung kommen (müssen)!!

Gabs Plus damals noch nicht? Andernfalls wurde sehr wohl bezahlt..

Ja gabs.

Artikel lesen ;)

Ja danach, als Entschädigung, das ist schon klar. Sie waren aber damals soweit ich mich erinnere ned nur lang down, sondern sind erst mit einem Update wieder on gekommen dass unter anderem die Sicherheitsprobleme behob.

Ich bin mir jetzt nur nicht mehr sicher, ob es Plus vorher schon gab oder ob es eben erst im Zuge dieser Umstrukturierung eingeführt wurde.

Plus gabs bereits fast 1 Jahr. Der Hack war im April 2011, Plus wurde Ende Juni 2010 gestartet.

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