Linzer Uni eröffnet dritten Abschnitt ihres Science Parks

  • Am Dienstag wurde an der Linzer Johannes Kepler Universität  
der dritte Teil des Science Parks eröffnet.
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    foto: hertha hurnaus

    Am Dienstag wurde an der Linzer Johannes Kepler Universität der dritte Teil des Science Parks eröffnet.

Vierter Bauteil als "Innovationsinkubator" geplant, Finanzierung aber noch offen

Linz - An der Linzer Johannes Kepler Universität (JKU) ist am Dienstag der dritte Teil des Science Parks eröffnet worden. In dem Trakt, der 28 Millionen Euro gekostet hat, finden die Fachbereiche Informatik und Wirtschaftsinformatik Platz. In den kommenden Jahren wird die Errichtung eines weiteren Baus angestrebt, in dem Kooperations-Spin-Offs beheimatet sein sollen, so Rektor Richard Hagelauer in einer Pressekonferenz mit Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle, Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und dem Geschäftsführer der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), Hans-Peter Weiss.

In den Science Park wurden bisher 84 Millionen Euro investiert. Im 2009 eröffneten Teil eins ist die Mechatronik untergebracht, der zweite Bau beherbergt die Mathematik sowie einige Drittmittelaktivitäten, während der neue, dritte Trakt wieder nur Uni-Einrichtungen zur Verfügung steht. Geplant ist noch ein vierter Bauabschnitt, den sich Hagelauer als "Innovationsinkubator" vorstellt. Wenn die Finanzierung sichergestellt ist, könne mit der Planung begonnen werden, so Mitterlehner. Er nannte als Zeithorizont drei bis fünf Jahre. Derzeit werden noch Firmen, die forschungsorientiert arbeiten und mit der Uni kooperieren wollen, als Mieter gesucht.

Die BIG werde in den kommenden fünf Jahren zwei Milliarden Euro investieren, davon 1,2 Milliarden im Universitätsbereich, so Mitterlehner. Töchterle freute sich über diese "weitere Milliarde neben der Hochschul-Milliarde". Der Wissenschaftsminister lobte die Kooperation der JKU mit der Wirtschaft, die es in dieser Intensität "sonst nirgends in Österreich gibt".

Keine Ergebnisse zur Linzer Medizin-Uni

Was eine Medizinuniversität in Linz angeht, blieb er jedoch wenig konkret: Eine Arbeitsgruppe zu dem Thema habe bereits getagt, es gebe aber noch keine Ergebnisse, berichtete er. Unter anderem müsste geprüft werden, ob des tatsächlich einen Ärztemangel, der immer als Argument für das Projekt genannt wird, gebe. Wenn ja, sei zu klären, ob man ihm mit mehr Ärzten oder eher durch die Anhebung der Qualität in der Ausbildung entgegenwirken könne.

Abwarten heißt es für die Linzer Uni auch in Sachen Studiengebühren. Die JKU hat - wie sieben andere der 21 österreichischen Universitäten - entschieden, sie in Eigenregie für jene Studenten, die aus einem Nicht-EU-Land kommen oder die Mindeststudienzeit um mehr als zwei Semester überschreiten, einzuheben. Da der Verfassungsgerichtshof Bedenken in der Causa hat, erfolge derzeit eine Rückstellung der Beiträge, so Hagelauer. "Wenn sie rechtlich nicht halten, werden wir sie zurückzahlen." (APA, 24.10.2012)

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