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Jugendliche bei einer Gedenkfeier für Amanda Todd in Maple Ridge (Kanada). Todds Selbstmord hat das Land erschüttert.
Amanda Todd erlebt nicht mehr, was ihr Suizid ausgelöst hat. Auf speziellen Internet-Gedächtnisseiten hinterlassen Hunderttausende Mitleidsbezeugungen. In mehreren kanadischen Städten versammelten sich Menschen zu Kerzenmahnwachen. Und nicht nur die Polizei fahndet nach jenen, die den Teenager angeblich durch Cybermobbing in den Tod getrieben haben sollen.
Die Hackergruppe Anonymous behauptete nun, sie habe den Täter aufgespürt, einen 32-jährigen Mann, der Webseiten für minderjährige Mädchen frequentiere und sie dort bedroht haben soll. Die Hacker gaben eine Adresse in New Westminster bekannt, einer Stadt an der Westküste an der Grenze zu den USA. Kurz darauf erklärte indes die Polizei, dass die Personen an dieser Adresse nichts mit dem Fall zu tun hätten und warnte vor Selbstjustiz.
Die kanadische Fernsehgesellschaft CTV fand heraus, dass ein 19-jähriger Mann mit einem ähnlichen Namen sexueller Übergriffe auf Minderjährige beschuldigt wird, die aber nichts mit Todd zu tun haben. Der vermeintliche Verdächtige soll aber mit Todd befreundet gewesen sein und angegeben haben, ihr helfen zu wollen.
Aufgeheizte Stimmung
Anonymous veröffentlichte daraufhin den Namen eines zweiten "Verdächtigen" im US-Staat Wisconsin, der ein Profil auf einer Webseite für Kinderpornografie habe. Wie aufgeheizt die Stimmung ist, zeigt der Fall eines Angestellten eines Kleiderladens in der Provinz Ontario: Der Mann hatte einen bösen Kommentar über Todd im Internet veröffentlicht und wurde daraufhin von seinem Arbeitgeber entlassen.
Die kanadische Schülerin, die sich wie viele Teenager einsam, verletzlich und unverstanden fühlte, hatte mit zwölf Jahren Kontakte im Internet gesucht. Sie traf falsche Freunde, die sie überredeten, sich auf einer Webcam oben ohne zu zeigen. Das Bild wurde an Todds Familie, Freunde und Mitschüler geschickt, auf Facebook wurde eine falsche Seite unter ihrem Namen eingerichtet. Verzweifelt stellte die Schülerin ein Video auf Youtube, in dem sie auf weiße Karten geschriebene Botschaften veröffentlichte: "Ich habe niemanden. Ich brauche jemanden." Einen Monat später nahm sich die 15-jährige Todd das Leben.
Auf Youtube hatte der Teenager enthüllt, dass Mädchen sie auf den Boden geworfen, getreten und den Vorfall gefilmt hätten, dass Burschen sie ausnützten und Unbekannte sie im Internet nach einem misslungenen Suizidversuch anfeuerten, es nochmals zu versuchen. Mehrfach wechselte sie die Schule, aber sie wurde die Angreifer nicht los. Sie verfiel in Depressionen, hatte Angstzustände und griff zu Drogen und Alkohol. Sie begann sich mit Messern zu verletzen und ging in die Beratung. Schließlich fand man sie tot in ihrem Elternhaus.
Der Suizid hat in Kanada für große Aufregung gesorgt und für eine Diskussion über Cyberbullying gesorgt. "Was Amanda passiert ist, sollte keinem Kind passieren", erklärte die Ministerpräsidentin der Provinz British Columbia, in der Amanda lebte: "Das Schlimmste daran ist, dass es absolut verhindert werden kann." (Bernadette Calonego aus Vancouver, DER STANDARD, 24.10.2012)
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soetwas zu verhindern.
ich bin gegen ein mindestalter fürs internet, aber gut möglich dass ein solches soetwas verhindern könnte.
andererseits gibt es bestimmt auch positiv-beispiele von teenagern die im internet halt gefunden haben.
schon als 12-jährige dem willkürlichen hass von idiotischen misantrophen ausgeliefert zu sein ist jedenfalls bestimmt schwer zu verkraften
Der virtuelle Pranger ist noch schlimmer als der im Mittelalter, denn er dauert ewig, eine Rehabilitierung kaum mehr möglich. Ich halte zwar die Recherchen von Anonymous per se nicht für ein Problem, aber die Erkenntnisse sollten an die Polizei gehen. Und zwar nur dorthin.
möchte man sich auch fragen, wo die Familienangehörigen von dem Mädchen waren. Hat sie in der Familien keine einzigen oder einzige, dem oder der sie anvertrauen kann? Merkt man in der Familie nicht, dass es da irgendwas nicht stimmt?
Aus dem und auch anderen Artikeln sowie dem Video auf YouTube geht hervor, dass sie mehrfach umgezogen sind und Amanda Todd mehrfach die Schule gewechselt hatte.
Das Problem ist auch, dass Anzeigen, Gegendarstellungen und dergleichen kaum etwas bringen dürften - ich denke, leichtfertig wechselt niemand mal eben so sein gesamtes Umfeld aus.
Ich denk sie hätte das ganz verkraftet wenn sich ein paar von den realen Bekannten sich richtig verhalten haben. Leider gibts nicht viele auf dieser Welt die sich für schwächere einsetzen.Ich finds ja eigentlich nicht so schlimm wenn man man kurz wegen ner Dummheit aufgezogen wird, aber es gibt einfach Grenzen und einen Zeitpunkt ab dem sowas überhaupt nicht mehr lustig ist.
Ich find einfach unerträglich wenn man Leute tritt die am Boden liegen. Es gibt paar Täter und viele die es geschehen lassen. Ich find fast im Internet gehts netter zu, da sich mehr trauen wem Schwachen zu unterstützen, als im realenLeben.
Aber die Hauptsache ist, wir leben nicht mehr wie Wilde auf den Bäumen. Nur, dass sich die Affen mehr um ihre Kinder kümmern. Eltern keine Zeit, Klassenkameraden doof etc. ...
Anonymous geht zu weit - wenn man Unschuldige an den Pranger stellt, das kanns nicht sein. Aber die Mithilfe von Anonymous ist wünschenswert - ich glaub nicht, dass die Polizei diese Schweine finden wird.
Diese ganze Geschichte lässt mich wiedermal stark an der "Gott-Theorie" zweifeln - WO war hier Gott, wo die Kirche? Ach vergessen wird das. Die Täter werden leider sicher nicht gefunden bzw. bestraft - so ist das Leben.
Dabei müsste man diese Monster ja leicht finden können - wenn sie virtuell unterwegs sind/waren. Niemand ist ganz anonym im Web unterwegs.
User "Nexialist" hat das Video gepostet ... es gibt auch tausende Cat-Fight-Videos ... pervers bis zum Ende ... die Menschheit - der Gifpel der Evolution. Klar. Nicht alle.
Angeblich - wenn man den Rückmeldungen glauben schenken darf - ist das schon fein für manche, wenn einfach eine positive Reaktion kommt.
geschieden, alkohol/drogen abhängig, denen war die tochter egal
die ganze geschichte ist viel länger als das was man in zeitungen liest
zB.: da oben steht dass sie verprügelt worden ist
aber dass das die freundin von dem typen mit dem sie geschlafen hat war steht nirgens
das thema wird genauso schnell vergessen sein, wie KONY oder FREE TIBET
ich persönlich halte mich schon lange zurück mit dummen kommentaren über andere, man sieht ja wohin ein paar worte führen. ich rate auch jedem anderen sehr sehr gut zu überlegen was er zu anderen sagt, du weisst niemals was in dieser person gerade vor geht
ermittelt!!
"Es wird in Österreich unter den Teppich gekehrt"
Michaela Horn, Mutter eines Mobbing-Opfers, läuft gegen Wände. Frau Horn, finden Sie sich damit ab, dass das ein böser Bubenstreich war und wir nichts unternehmen können. Einer Mutter, die ihr Kind verloren hat, .....
http://www.kleinezeitung.at/nachricht... ehrt.story
Soetwas kann ich selbst auch bestätigen, ... wurde bei der Anzeige und der Nachfrage damit abgespeist, es seien doch nur 1.500 € Schaden entstanden. seiens froh!
Sozialer Totschlag ist keine Straftat, wenn er online verübt wird, selbst wenn man die Täter teilweise kennt!! (ZJ, ehemalige Freunde..)
Ohne Begründung eingestellt, obwohl Beweise vorhanden waren!!
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