Wein & Co will nach München

23. Oktober 2012, 17:44
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Händler versucht sich als Nahversorger und im Ausland

Wien - Überrascht hat ihn der hohe Aufwand der Behördenwege, die es in der Gastronomie zu beschreiten gilt, erzählt Florian Größwang. Mit dem Weingeschäft an sich ist der ehemalige Chef von Sport Eybl mittlerweile gut vertraut. Ein halbes Jahr ist es her, dass sich Heinz Kammerer, Gründer der Fachhandelskette Wein & Co operativ gänzlich zurückzog und Größwang die Führung übergab. Dieser legt nun ehrgeizige Expansionspläne vor.

Wein & Co schweben zum einen neue kleine Innenstadtlagen vor, auf denen sich das Unternehmen mit Bar und Handel als Nahversorger etablieren will. Zum anderen soll das Netz an 19 großen Filialen in Österreich um bis zu vier erweitert werden, etwa um einen Shop in Linz. Am Wiener Naschmarkt baut Wein & Co um zwei Mio. Euro aus. Die bestehende Fläche wird bis Herbst 2013 verdoppelt.

In die Tat umsetzen will Größwang die von Kammerer mehrfach angekündigte, aber nie realisierte Expansion nach Deutschland. Interne Ressourcen erlaubten diesen Schritt nun, der nach der Abdeckung Österreichs ein nur allzu logischer sei, meint er. Schon jetzt kämen 30 Prozent der Kunden, die Wein übers Internet orderten, aus Deutschland, " das ist eine gute Basis". 2013 beginnen die Vorbereitungen für den Schritt über die Grenze, im Visier ist München.

Wein & Co habe den Umsatz im eben abgelaufenen Geschäftsjahr um sechs Prozent auf 50 Millionen Euro erhöht. Der Gewinn sei im siebenstelligen Bereich und über Vorjahresniveau. Zehn bis 15 Prozent des Geschäfts werden online erzielt - Tendenz stark steigend. Von Vorteil sei, sagt Größwang, dass die Retourenquote bei Webverkauf von Wein praktisch gegen null gehe. Zwei Drittel seiner Kunden sind Männer. (vk, DER STANDARD, 24.10.2012)

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