Die Leiden der Schweizer Skifahrer

Benno Zelsacher
23. Oktober 2012, 18:10

Die traditionellen Lieblingsgegner der Österreicher, haben ein Problem. Viele AthletInnen sind verletzt oder rekonvaleszent. Das dämpft die Erwartungen für die am Wochenende in Sölden anhebende Saison

Saas Fee / Wien - Beat Feuz hatte beim Saisonfinale in Schladming bis zum Schluss mit Marcel Hirscher um den Gesamtweltcup gestritten. Unter Schmerzen, denn erst nach der Saison wurden ein Knorpel- und Meniskusschaden operativ behoben. Die Schmerzen blieben, der 25-Jährige konnte nicht rennmäßig trainieren. Erst eine Behandlung der Knorpel mit Fischöl verschuf Linderung. Am Freitag, wird der Gesamtweltcupzweite nach einem Trainingslauf in Saas Fee entscheiden, ob er am Riesenslalom in Sölden teilnehmen kann.

Sandro Viletta kann sicher nicht mitwirken. Monatelang rätselten er und seine Umgebung über die Ursache großer Müdigkeit, Ende September wurde in Innsbruck Eisenmangel als Schuldiger ausgemacht. Jetzt weiß der 26-jährige, der in der vergangenen Saison den anspruchsvollen Super-G in Beaver Creek gewonnen hatte, wenigstens, was er auskurieren muss.

Der 20-jährige Justin Murisier, der daheim schon als schweizerischer Marcel Hirscher gepriesen wurde, kommt gar nicht vom Fleck. Im Herbst 2011 hatte er sich das Kreuzband im linken Knie gerissen und die Saison versäumt, ehe im August beim Trainingslager in Argentinien das Band schon wieder riss. Die Saison kann er, der 2011 bei der WM in Garmisch immerhin Laufbestzeit im zweiten Riesenslalomdurchgang schaffte (13. Platz), abhaken.

Das sind nur Beispiele. Swiss Ski, der schweizerische Verband, präsentierte vor dem Saisonbeginn eine Statistik. Bei den Damen hatten zehn von 15 Fahrerinnen der Weltcuptrainingsgruppen zumindest einen Teil der vergangenen Saison verletzungsbedingt verpasst. "Die meisten befinden sich noch nicht auf ihrem ursprünglichen Niveau", sagt der Österreicher Hans Flatscher, der den Schweizern den Damencheftrainer macht. "Wir brauchen ein Skiwunder", meint der Schweizer Boulevard. Bei den Herren waren sechs von 20 mehr oder weniger schwer bedient. Und da wurden Feuz, Viletta und Carlo Janka, Weltcupgesamtsieger 2010, der von Kreuzschmerzen gequält wurde, nicht mitgezählt, denn sie hatten sich durchgekämpft.

Swiss Ski konstatierte, dass sich das mit Pech nicht begründen lässt, und erfasste alle Verletzungen systematisch, um vorbeugende Maßnahmen zu treffen. Es sind vor allem schwere Knieverletzungen, die die Sportler aus der Bahn werfen. Die vom Internationalen Skiverband verordnete Gegenmaßnahme, die längeren und weniger taillierten Ski, sind in Sölden erstmals im Renneinsatz. (Benno Zelsacher, DER STANDARD - 24.10. 2012)

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Feuz ist der Nadal des Skisports. (allerdings nur was die Knieverletzung betrifft.)

Es scheint zu viel zu sein

Denn offenbar haben die Skifahrer nach einer langen Saison kaum Erholungsphasen, nur ein paar Wochen, und dann geht's schon wieder los.

Geht's auch ein paar Nummern kleiner?

Wir geben uns mit ein paar Zehntelsekunden weniger auch zufrieden, wenn alle die Latte wieder auf ein humaneres Maß runterlegen, versprochen.

Unbegreiflicherweise gibt es immer noch

ziemlich viele Realitätsverweigerer, welche Verletzungen im Schirennsport als "Pech" bezeichnen...

Eisenmangel

ist natürlich schon eine komplizierte Diagnose...

In der Schweiz wohl schon.

Zum Glück ist er ja dann an die Klinik im Ausland gegangen.

dazu ein böser Witz:

Vielleicht hat es ihm an dem Eisen gefehlt, von dem Lance Armstrong zuviel nahm?
(C;

ist ja nicht so, dass einige Österreicher und andere Schifahrer nicht verletzt waren.(Raich, Zettl, Schönfelder, Hosp...............) Wenn ca. 50% der Spitzensportler ausfallen muß sich die FIS was überlegen. Sonst heisst es "Sport ist Mord"
Österreich schöpft wahrscheinlich aus einem größeren Pool.

Den Metzger reaktivieren !

Geht mich zwar nichts an, aber wenn ich so lese, dass sich ein 20-jähriger (offenkundig sehr talentierter) Bursche innerhalb eines Jahres zwei Mal das Kreuzband reißt und offenbar noch immer weitermachen möchte, frage ich ich mich, ob er von den Teamärzten und Trainern gut beraten wird...

Ist schon klar, dass Hochleistungssport kein Kindergeburtstag ist, aber manche Fahrer(innen) sind da am "besten" Weg in die Sportinvalidität. :-(

Natürlich wünsche ich Justin Murisier alles Gute.

Mehrfache Kreuzbandrisse...

... sind leider des öfteren anzutreffen im Skizirkus. Sonja Nef hatte seinerzeit auch grosse Knieprobleme, bereits mit ca. 16 Jahren (und später immer wieder Komplikationen).

Er hat ja noch ein zweites Knie. ;)

Und wenn ich wieder fit bin...

...werden sich die schweizer noch anschaun. zuerscht gewinn ich die schirennen und dann hau ich sie persönlich aus der fußball-quali raus! so schauts aus, ÖSTERREICH!!! Mein Name: Andreas-Benni Ivanschitz-Raich!!!

Heisst der nicht feat beuz?
Nur so...

Hopp Schwiz. Ohne gute Gegner machts nur halb soviel Spass.

Wart nur, bis der Markus Wasmeier

wieder fit ist!

Die Beistriche sind los!

da war wer übermotiviert!

so wurde mir die neue beistrichregelung aber auch erklärt:

mach einfach so viele wie möglich^^

sehr gut

brechts den schwizern die haxn - niemand braucht ein volk mit schwindlichen bank-verbrechern!!!

die aussage spricht nicht gerade für ihre intelligenz...
-> vorhanden, oder bei der gehirnverteilung nicht aufgezeigt?

schwindlige Bankverbrecher

meinen Sie die Kärntner?

Ich bin der letzte der für die Schweizer beim Schifahren ist, aber bei soviel Pech macht die Konkurenzfighterei nicht soviel Spaß!
Unqualifizierte Aussage!

Sie sind ja ein wirklicher A...hnungsvoller

Schi fahren, das Cricket der Alpenländer.

Herrlich wie sich die Leute in ihrer Einfalt selbst bestätigen!

Skisport ist ein Milliardenmarkt, der Österreich beträchtliche Einnahmen beschert. Einnahmen und nicht Ausgaben wie z.B.: für Fußball, etc.

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