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vergrößern 800x536Ein Haus für Senioren in der Ameisgasse von Gewog Neue Heimat und Architekt Josef Knötzl, Fertigstellung 2013.
Wenn von älteren oder gar hochbetagten Mieterinnen und Mietern die Rede ist, dann setzen Bauträger auf besonders sorgfältiges Wording. Die einen sprechen von Golden Age, die anderen von Senior Citizens, bei der Gewog Neue Heimat (NH) hingegen hat man sich auf die Bezeichnung "Fortgeschrittene" geeinigt.
Was das heißt, zeigt sich bei zwei neuen Wohnbauprojekten im Portfolio des gemeinnützigen Bauträgers: In der Steinbruchstraße in Wien-Ottakring wurde vor einem Jahr das erste Wohnbauprojekt mit Wohngruppen für Fortgeschrittene fertiggestellt, in der Ameisgasse in Wien-Penzing befindet sich das nächste Wohngruppenhaus für die Lebensprofis bereits in Bau (siehe Visualisierung). Ein weiteres Folgeprojekt ist in Planung.
"Die Nachfrage nach alternativen Wohnmodellen für Senioren ist immens hoch", sagt der Stadtsoziologe Raimund Gutmann, Chef von wohnbund consult. "Besonders gefragt sind Wohngruppen, wo die Menschen einerseits in ihrer eigenen Wohnung leben können und andererseits in eine Gemeinschaft Gleichgesinnter eingebettet sind. Das ist ein Marktsegment mit Zukunftspotenzial." Im Gegensatz zu klassischen Senioren-Wohnhäusern gibt es jedoch keine ärztliche Versorgung im Haus. Es geht um das Miteinander.
In Ottakring entstanden zwei Wohngruppen mit sieben bzw. 16 eigenständigen Wohnungen. Die insgesamt 23 Wohneinheiten sind barrierefrei ausgestattet und verfügen über eine eigene Loggia. Pro Stockwerk gibt es außerdem eine halböffentliche Gruppenküche sowie eine Gemeinschaftsterrasse. Größte Besonderheit des Projekts: Die Bewohner - Zielpublikum sind die 55- bis 70-Jährigen - hatten sich bereits kennengelernt, lange bevor überhaupt die ersten Bagger angerollt sind.
"Wir haben bereits vor dem Spatenstich nach Interessenten gesucht", erklärt Gutmann. "So konnten die Bewohner bereits sehr früh am Aufbau einer funktionierenden Nachbarschaft teilhaben." Nicht zuletzt dienten die Mietertreffen der Partizipation. In moderierten Prozessen konnten die zukünftigen Bewohner über Ausstattungsdetails und Gestaltungsfragen mitentscheiden.
Was man beim Folgeprojekt in der Ameisgasse, das sich derzeit im Rohbau befindet, besser machen werde? "Eigentlich funktioniert das Wohngruppenmodell perfekt", meint Jürgen Eicher, Projektleiter im Architekturbüro Josef Knötzl. "Die einzige Korrektur, die wir vornehmen werden, betrifft die Wohnungsgrößen. Viele Bewohner müssen in ihrer Pension mit wenig Budget auskommen. Darauf müssen wir noch verstärkt Rücksicht nehmen."
Ein Partizipationsverfahren mit Senioren ist zwar nicht gratis, doch mit rund 30.000 Euro für ein Projekt dieser Größenordnung fällt der Aufwand finanziell kaum ins Gewicht. "Wir sprechen hier von Zusatzkosten im Promille-Bereich", heißt es seitens der NH. "Wenn es um die Festigung sozialer Strukturen in der Stadt geht, dann darf das gar nicht erst der Rede wert sein." (Wojciech Czaja, DER STANDARD, 24.10.2012)
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Ich finde es gut, dass es inzwischen- wenn auch nur in geringem Ausmaß- verschiedene Arten von Wohnmöglichkeiten gibt- und zwar für jedes Alter. Für mich würde ich im Alter allerdings eine größere Anlage für das "Betreute Wohnen" vorziehen, mit Putz- und Handwerkerdienstdienst ( für kleine Reparaturen), Essensangebot und Begegnungsräumen, aber so vielen Bewohnern, dass man nicht zwangsmäßig "unter Aufsicht" ist, wie es bei kleinen Häusern schnell der Fall ist.
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