80-Jährige eröffnet Apotheke in Salzburg

23. Oktober 2012, 15:41
  • Symbolbild Apotheke
    foto: derstandard.at/lewkowicz

    Symbolbild Apotheke

Nach 13 Jahre Warten auf die Konzession, sperrt Margot Opferkuch ihr erstes eigenes Geschäft auf

Salzburg/Wien - Die 80 Jahre alte Margot Opferkuch dürfte die älteste "Jungunternehmerin" Österreichs sein. Morgen, Dienstag, eröffnet die gebürtige Tirolerin ihr erstes eigenes Geschäft - eine Apotheke im Salzburger Stadtteil Itzling. Am Montag wurden laut Medienberichten die letzten Regale mit Produkten gefüllt. Opferkuch wartete 13 Jahre lang auf die Erteilung der Konzession für eine Apotheke, sie sei aber "voller Elan", schließlich werde nun ihr Lebenstraum wahr.

"Dadurch, dass ich mit einem Textilkaufmann verheiratet war, ist alles ein bisschen anders gelaufen. Und außerdem habe ich vier Kinder großgezogen. Jetzt endlich - kurz vor Torschluss - geht es noch", sagte die Frau, die sich selbst als Feministin bezeichnet. In der Firma ihres Mannes hatte sie die Personalabteilung übernommen und gründete Salzburgs ersten Betriebskindergarten. Mit dem "Spatzennest" war sie allerdings ihrer Zeit voraus - es wurde damals noch nicht in Anspruch genommen.

Keine Pension

In der Zeit des Wartens auf die Konzession hatte sie auch keine Pension: Als Angestellte arbeitete sie in einer der 29 weiteren Apotheken in der Stadt Salzburg, wo sie bis auf ihre Studienzeit lebt, seit sie 14 Jahre alt ist. "Man kann soviel Gutes tun, ohne dass man es glaubt. Und wenn man nur ein Ohr hat für die Menschen - besonders für die Älteren", so Opferkuch, die auch einen Wettbewerbsvorteil durch ihr Alter erkannt haben will. Denn seit sie älter sei, habe sie noch viel mehr Kundschaften, die argumentierten: "Die versteht mich, die ist auch alt."

Als junge Frau wollte sie eigentlich Medizin studieren. Nur - die Zeiten seien schlecht gewesen, wegen Geldmangels habe sie sich für das Pharmaziestudium entschieden. Sie liebe nämlich Menschen. "Außerdem war meine Tante Apothekerin." Jetzt wird Opferkuch Chefin von fünf Mitarbeiterinnen.

Fit hält sich die Neo-Unternehmerin beispielsweise mit Schwimmen, früher spielte sie auch Golf und war eine Reiterin. Vielleicht hält auch ihr Lebensmotto besonders gesund: "Ein Tropfen Liebe ist mehr als ein Ozean Verstand", lautet dieses. (APA, 23.11.2012)

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taffe frau ...

... gratuliere margot ... manchmal braucht's einen richtigen "dickkopf" ... viel erfolg!

gratulation für dieses durchhaltevermögen! wenn ich das nächste mal in sbg bin komm ich auf ein aspro vorbei :-)

Warum musste die Dame 13 Jahre auf die Eröffnung ihrer Apotheke warten?
Behördenversagen?

weil man nicht an jeder ecke eine apotheke aufmachen darf in österreich, damit der kuchen unter wenigen "gerecht" verteilt wird. die apotheker-kammer sorgt dafür. also die apotheker beschränken sich selbst. genauso, wie man als arzt nicht einfach überall eine kassenpraxis aufmachen darf, sondern auf die kassenverträge warten muss. und die plätze sind limitiert, man bekommt nur einen, wenn ein anderer platz aufgegeben (ggf "verkauft") wird. so ungefähr isch des. aber bitte, ich bin ja kein apotheker, nur arzt ;)

tiggerle schreibts ja - erst, wenn eine andere Apotheke schließt oder verkauft wird, bekommt man die Konzession. Wenn die Dame unbedingt in Salzburg eine Apotheke wollte, dann musste sie wohl warten, bis in Salzburg eine schließt. Und glauben Sie mir, niemand schließt eine Goldgrube bevors nicht unbedingt sein muss ;)

Die neue ÖVP-Ikone! Die Zukunft! Der Beweis! Es geht, wenn wir nur wollen... (außer bei Lehrern und Beamten. Aber das kann man nicht vergleichen, oder?)

Kenne die Dame von ihrem bisherigen Arbeitsplatz,

der S. Apotheke am Mirabellplatz: War die liebenswerteste und hilfsbereiteste der Mitarbeiterinnen dort. Sie hat etwas herzliches, das weit über das kaufmännisch "notwendige" hinausgeht. Ganz tolle Dame!

DASS sind Leistungsträger und nicht diese Fuzzies die auf irgendwelchen Wahllisten stehen!

richtig. Bitte trotzdem "das"

sonderbare Textstelle

....wollte Medizin studieren .... wegen Geldmangels (danke für den Genitiv) hat sie sich für Pharmazie entschieden ....
Hm, ich habe vor 60 Jahren Maschinenbau studiert, habe nicht in Erinnerung, daß die finanziellen Belastungen zwischen unterschiedlichen Studienrichtungen weltbewegend waren. ???

vor 60 jahren hat noch nicht mal meine mutter studiert

kann also nicht ganz mithalten.

aber gabs das damals nicht als eine art lehrberuf, ohne volles studium, dafür aber direkt mit dem start in der apotheke?

bin noch nicht so alt, aber mich haben diese zeilen auch sehr verwundert, somal ein pharmaziestudium zu den längsten und schwierigsten studienrichtungen zählt, also ganz habe ich ihre argumentation nicht verstanden...

NEID

Ja der Neid, das ist ein Hund!

Vielleicht meinte sie damit das ein med. Studium

länger dauert und sie im pharm. Studium schneller (und gesichert über die Tante) ins Berufsleben einsteigen konnte.

naja, weiss nicht, ein pharmaziestudium dauert eigentlich nicht viel kürzer. gehört zumindest heute zu den längsten und schwierigsten studienrichtungen

Dann bleibt noch immer die Tante mit der Apotheke

aber egal - wird seine Gründe gehabt haben.

Dazu kommt vielleicht noch das es in den 50ern schwierig war für Frauen Posten als Ärztin zu bekommen ?

Uns jungen die Jobs wegnehmen!? Ich könnte mich soo..!

(Scherzerl, ich wünsch ihr viel Erfolg und einen erfüllten Lebensabend)

sehr cool!

Da sieht man schon die ersten ...

... positiven Auswirkungen der Kandidatur des Onkel Fränk: der Eine geht mit 80 in die Politik und die Andere gründet mit 80 ein Gschäft!

PS: der Neoapothekerin wünsche ich Alles Gute!

es ist noch allerweil besser, als auf den Tod zu warten! Und die Jungen sollen froh sein, wenn sie die Alten nicht erhalten müssen. Was wollt's jetzt wirklich: Alte in die Gruft?

Jugend ist eben keine Frage des Alters

Nicht am Suchtgiftschrank naschen, Omi!

Unglaublich, was sich das Kartell, genannt Apothekerkammer

so herausnimmt: 13 Jahre warten!?

Viel Glück und Erfolg!

...

Ich kenne auch eine Apothekerin, die 12 Jahre gekämpft hat. Scheint nicht so selten zu sein.
Da war die Ursache allerdings ein anderer Apotheker, der die Konkurrenz fürchtete und Einspruch erhob (und mehrere km - innerstädtisch - entfernt war). Sie ist allerdings noch nicht 80. :)
LG
Salem

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