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Symbolbild Apotheke
Salzburg/Wien - Die 80 Jahre alte Margot Opferkuch dürfte die älteste "Jungunternehmerin" Österreichs sein. Morgen, Dienstag, eröffnet die gebürtige Tirolerin ihr erstes eigenes Geschäft - eine Apotheke im Salzburger Stadtteil Itzling. Am Montag wurden laut Medienberichten die letzten Regale mit Produkten gefüllt. Opferkuch wartete 13 Jahre lang auf die Erteilung der Konzession für eine Apotheke, sie sei aber "voller Elan", schließlich werde nun ihr Lebenstraum wahr.
"Dadurch, dass ich mit einem Textilkaufmann verheiratet war, ist alles ein bisschen anders gelaufen. Und außerdem habe ich vier Kinder großgezogen. Jetzt endlich - kurz vor Torschluss - geht es noch", sagte die Frau, die sich selbst als Feministin bezeichnet. In der Firma ihres Mannes hatte sie die Personalabteilung übernommen und gründete Salzburgs ersten Betriebskindergarten. Mit dem "Spatzennest" war sie allerdings ihrer Zeit voraus - es wurde damals noch nicht in Anspruch genommen.
In der Zeit des Wartens auf die Konzession hatte sie auch keine Pension: Als Angestellte arbeitete sie in einer der 29 weiteren Apotheken in der Stadt Salzburg, wo sie bis auf ihre Studienzeit lebt, seit sie 14 Jahre alt ist. "Man kann soviel Gutes tun, ohne dass man es glaubt. Und wenn man nur ein Ohr hat für die Menschen - besonders für die Älteren", so Opferkuch, die auch einen Wettbewerbsvorteil durch ihr Alter erkannt haben will. Denn seit sie älter sei, habe sie noch viel mehr Kundschaften, die argumentierten: "Die versteht mich, die ist auch alt."
Als junge Frau wollte sie eigentlich Medizin studieren. Nur - die Zeiten seien schlecht gewesen, wegen Geldmangels habe sie sich für das Pharmaziestudium entschieden. Sie liebe nämlich Menschen. "Außerdem war meine Tante Apothekerin." Jetzt wird Opferkuch Chefin von fünf Mitarbeiterinnen.
Fit hält sich die Neo-Unternehmerin beispielsweise mit Schwimmen, früher spielte sie auch Golf und war eine Reiterin. Vielleicht hält auch ihr Lebensmotto besonders gesund: "Ein Tropfen Liebe ist mehr als ein Ozean Verstand", lautet dieses. (APA, 23.11.2012)
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weil man nicht an jeder ecke eine apotheke aufmachen darf in österreich, damit der kuchen unter wenigen "gerecht" verteilt wird. die apotheker-kammer sorgt dafür. also die apotheker beschränken sich selbst. genauso, wie man als arzt nicht einfach überall eine kassenpraxis aufmachen darf, sondern auf die kassenverträge warten muss. und die plätze sind limitiert, man bekommt nur einen, wenn ein anderer platz aufgegeben (ggf "verkauft") wird. so ungefähr isch des. aber bitte, ich bin ja kein apotheker, nur arzt ;)
tiggerle schreibts ja - erst, wenn eine andere Apotheke schließt oder verkauft wird, bekommt man die Konzession. Wenn die Dame unbedingt in Salzburg eine Apotheke wollte, dann musste sie wohl warten, bis in Salzburg eine schließt. Und glauben Sie mir, niemand schließt eine Goldgrube bevors nicht unbedingt sein muss ;)
der S. Apotheke am Mirabellplatz: War die liebenswerteste und hilfsbereiteste der Mitarbeiterinnen dort. Sie hat etwas herzliches, das weit über das kaufmännisch "notwendige" hinausgeht. Ganz tolle Dame!
....wollte Medizin studieren .... wegen Geldmangels (danke für den Genitiv) hat sie sich für Pharmazie entschieden ....
Hm, ich habe vor 60 Jahren Maschinenbau studiert, habe nicht in Erinnerung, daß die finanziellen Belastungen zwischen unterschiedlichen Studienrichtungen weltbewegend waren. ???
Ich kenne auch eine Apothekerin, die 12 Jahre gekämpft hat. Scheint nicht so selten zu sein.
Da war die Ursache allerdings ein anderer Apotheker, der die Konkurrenz fürchtete und Einspruch erhob (und mehrere km - innerstädtisch - entfernt war). Sie ist allerdings noch nicht 80. :)
LG
Salem
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