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Niederländische Forscher wollen die Radwege bei Frost und Vereisung beheizen und damit das Unfallrisiko senken.
Den Haag - Die fahrradbegeisterten Niederländer sollen künftig auch im Winter ungehindert in die Pedale treten können: Forscher stellten am Dienstag ihre Idee vor, die Radwege bei Frost zu beheizen und so die Vereisung zu verhindern.
Für das Heizsystem solle geothermische Energie aus einer Tiefe von 30 bis 50 Metern unter der Erde genutzt werden, erläuterte Marcel Boerefijn vom Ingenieursbüro Tauw. Die Kosten würden sich demnach auf 20.000 bis 40.000 Euro pro Kilometer Radweg belaufen.
Andererseits würde eine Beheizung der Radwege aber auch erhebliche Kosten einsparen, erläuterte Boerefijn. So müsse im Winter weniger Salz gestreut werden, zudem werde aufgrund rückläufiger Unfallzahlen im Gesundheitssystem gespart. Mehrere Gemeinden bekundeten Interesse an dem Projekt: Die Stadt Zutphen mit rund 40.000 Einwohnern etwa wartet die Ergebnisse eines vorläufigen Gutachtens ab, bevor sie selbst eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben will.
In den Niederlanden gibt es insgesamt mehr als 35.000 Kilometer Radwege. Auf eine Bevölkerung von rund 16,5 Millionen Menschen kommen 18 Millionen Fahrräder. (APA, 23.10.2012)
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und wer ein auto mit beheiztem sitz, rückspiegel etc. nutzt, sollte nicht schimpfen, dass energie knapp wird ;)
ich denke bei einer vollkostenrechnung könnte herauskommen, dass sich der einsatz (fast) rechnet (anderswo wird energie eingespart, das gesundheitssystem wird entlastet etc.).
zb. energieeinsparung:
-weniger anstrengend auf enteisten/schneebefreiten wegen zu fahren. weniger kalorienverbrauch, weniger nahrung, deren produktion/transport/zubereitung auch energie benötigt
-mehr winter-radfahrer (weniger auto- und öffinutzer)
-keine räumung nötig
-kein salz, deren abbau und transport energie benötigt
…
…
…
Ja klar die profitieren auch. Auch ein paar Ingenieure, verschiedene Zulieferfirmen, die Beamten die das alles bewilligen müssen... ;-) Ihre Geschichtssicht erinnert mich frappierend an Oswald Spengler. Das ist Esoterik. In Island beispielsweise wurden sehr gute Erfahrung damit gemacht Straßen und Gehsteige durch Erdwärme schneefrei zu halten statt durch motorisierte Reinigungsfahrzeuge und Salz. Das war billiger und ressourcenschonender. Es ist daher nicht dekadent!
Island, das praktisch auf "heissem Wasser" sitzt, ist ja wohl der beste Vergleich den man finden kann.
Klar profitieren ein paar Techniker/Beamte usw. - und?
Abgesehen davon - man kann auch in Dubai oder Holland Schipisten in Hallen bauen - keine Frage. Man nennt das Dekadenz und interessanterweise ist das eher ein Zeichen untergehender Gesellschaften (die sich damit im Unwesentlichen verlieren und das Wesentliche nicht mehr wahrnehmen).
Island - ojemine. Die Gegebenheiten Islands das praktisch "auf kochendem Wasser sitzt" mit denen am Kontinent vergleichen ist ja fast grenzgenial %&($=§P.
Klar werden ein paar Ingenieure und Zulieferfirmen verdienen - man kann auch mit Gewalt in der Wüste oder Holland Schipisten in Hallen bauen. Alles möglich. Die Frage ist halt ob es sinnvoll ist oder eben dekadente Hirnwichserei.
Das Einsparungspotential ist rein fiktiv, da auch in den Niederlanden nicht alle 35.000 km Radwege beheizt und so wie die Gehwege und Fahrbahnen weiter gestreut bzw. geräumt werden. D.h. das Einsparungspotential liegt vielleicht bei einem Prozent, jedenfalls aber in der Meßungenauigkeit der Gesamtmenge an verbrauchtem Streugut.
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