Forscher wollen Radwege in den Niederlanden im Winter beheizen

23. Oktober 2012, 15:37
  • Niederländische Forscher wollen die Radwege bei Frost und Vereisung beheizen und damit das Unfallrisiko senken.
    foto: apa/robert jaeger

    Niederländische Forscher wollen die Radwege bei Frost und Vereisung beheizen und damit das Unfallrisiko senken.

Die Kosten sollen zwischen 20.000 und 40.000 Euro pro Kilometer liegen

Den Haag - Die fahrradbegeisterten Niederländer sollen künftig auch im Winter ungehindert in die Pedale treten können: Forscher stellten am Dienstag ihre Idee vor, die Radwege bei Frost zu beheizen und so die Vereisung zu verhindern.

Für das Heizsystem solle geothermische Energie aus einer Tiefe von 30 bis 50 Metern unter der Erde genutzt werden, erläuterte Marcel Boerefijn vom Ingenieursbüro Tauw. Die Kosten würden sich demnach auf 20.000 bis 40.000 Euro pro Kilometer Radweg belaufen.

Kostensparende Heizung

Andererseits würde eine Beheizung der Radwege aber auch erhebliche Kosten einsparen, erläuterte Boerefijn. So müsse im Winter weniger Salz gestreut werden, zudem werde aufgrund rückläufiger Unfallzahlen im Gesundheitssystem gespart. Mehrere Gemeinden bekundeten Interesse an dem Projekt: Die Stadt Zutphen mit rund 40.000 Einwohnern etwa wartet die Ergebnisse eines vorläufigen Gutachtens ab, bevor sie selbst eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben will.

In den Niederlanden gibt es insgesamt mehr als 35.000 Kilometer Radwege. Auf eine Bevölkerung von rund 16,5 Millionen Menschen kommen 18 Millionen Fahrräder. (APA, 23.10.2012)

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solange die Energie von erneuerbaren Energiequellen kommt ists ok

sonst wäre das Umweltpolitisch nicht vertretbar

Klimaschutz unwichtig

ah, da ist der Klimaschutz egal ...

Da gibt es immer mehr Menschen, die ihre Energiekosten nicht mehr bezahlen können und im Winter frieren, aber wir beheizen Straßen !

Wie böse !!!

finde ich nicht schlecht

und wer ein auto mit beheiztem sitz, rückspiegel etc. nutzt, sollte nicht schimpfen, dass energie knapp wird ;)

ich denke bei einer vollkostenrechnung könnte herauskommen, dass sich der einsatz (fast) rechnet (anderswo wird energie eingespart, das gesundheitssystem wird entlastet etc.).

zb. energieeinsparung:
-weniger anstrengend auf enteisten/schneebefreiten wegen zu fahren. weniger kalorienverbrauch, weniger nahrung, deren produktion/transport/zubereitung auch energie benötigt
-mehr winter-radfahrer (weniger auto- und öffinutzer)
-keine räumung nötig
-kein salz, deren abbau und transport energie benötigt


Hahaha!!!!!
Selten liest men so großen bullshit.
Es lohnt sich doch die "faden" Artikel zu lesen:-).

Das ist

Energieverschwendung pur!
besser wäre überdachte Radwege - das wäre viel billiger und hätte die gleiche Wirkung.

Vereisen würden die aber dann trotzdem.

Blöder geht`s nimmer! Eine EU Idee?

Radwege beheizen > geht`s noch?

Soviel zum Energiesparen!

warmduscher, sauna-untensitzer, beheizten radweg-fahrer....

..., Autofahrer...

Wie, um Himmels Willen, haben

die niederländischen Radfahrer nur die letzten 100 Winter überlebt? Winterschlaf gehalten?
js

Dekadenz zum Quadrat - die Wirtschaft kracht, die Arbeitslosigkeit steigt dramatisch an und man will Radwege beheizen.

Sollte die Wirtschaft nicht davon profitieren?

Welche? Die Hackler die in Sub-Subunternehmen die Leitungen unter den Radwegen verlegen?

Immer mehr Menschen können sich das Heizen nicht leisten, aber man überlegt Radwege zu beheizen. Wie gesagt, erinnert mich ans Ende des röm. Reiches.

"Immer mehr Menschen können sich das Heizen nicht leisten"

Hier gehts aber nicht um Österreich! sondern um die Niederlande.

"Immer mehr Menschen können sich das Heizen nicht leisten"

Hier gehts aber nicht um Österreich! sondern um die Niederlande.

Ja klar die profitieren auch. Auch ein paar Ingenieure, verschiedene Zulieferfirmen, die Beamten die das alles bewilligen müssen... ;-) Ihre Geschichtssicht erinnert mich frappierend an Oswald Spengler. Das ist Esoterik. In Island beispielsweise wurden sehr gute Erfahrung damit gemacht Straßen und Gehsteige durch Erdwärme schneefrei zu halten statt durch motorisierte Reinigungsfahrzeuge und Salz. Das war billiger und ressourcenschonender. Es ist daher nicht dekadent!

Island, das praktisch auf "heissem Wasser" sitzt, ist ja wohl der beste Vergleich den man finden kann.

Klar profitieren ein paar Techniker/Beamte usw. - und?

Abgesehen davon - man kann auch in Dubai oder Holland Schipisten in Hallen bauen - keine Frage. Man nennt das Dekadenz und interessanterweise ist das eher ein Zeichen untergehender Gesellschaften (die sich damit im Unwesentlichen verlieren und das Wesentliche nicht mehr wahrnehmen).

Island - ojemine. Die Gegebenheiten Islands das praktisch "auf kochendem Wasser sitzt" mit denen am Kontinent vergleichen ist ja fast grenzgenial %&($=§P.

Klar werden ein paar Ingenieure und Zulieferfirmen verdienen - man kann auch mit Gewalt in der Wüste oder Holland Schipisten in Hallen bauen. Alles möglich. Die Frage ist halt ob es sinnvoll ist oder eben dekadente Hirnwichserei.

Mich wieder einmal an Schilda.

Nur das ist nicht untergegangen und lebt literarisch wie zuvor ;-)

Wer weiß, als was unsere lustige Zeit einmal in die Literatur eingehen wird.
Falls überhaupt.

Schilda darf nicht Wien werden ;-).

Das ist inzwischen gar nicht mehr lustig.

So müsse im Winter weniger Salz gestreut werden ...

Das Einsparungspotential ist rein fiktiv, da auch in den Niederlanden nicht alle 35.000 km Radwege beheizt und so wie die Gehwege und Fahrbahnen weiter gestreut bzw. geräumt werden. D.h. das Einsparungspotential liegt vielleicht bei einem Prozent, jedenfalls aber in der Meßungenauigkeit der Gesamtmenge an verbrauchtem Streugut.

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