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vergrößern 645x400Ein junger Mann nimmt eine Waffe ins Visier.
vergrößern 500x333Schnitzelsemmel zum Kampfflugzeug.
vergrößern 500x333Jährlich pilgern Familien mit Kindern am Nationalfeiertag auf den Heldenplatz.
Der Wiener Heldenplatz wirkt derzeit, als habe eine Armee einen Provinz-Jahrmarkt geentert: Zwischen unzähligen Partyzelten, Schaumrollen- und Langos-Ständen stehen Panzer, Kampfflugzeuge und Militärhubschrauber. Neben der bunten Kletterwand prangt ein militärgrünes Zelt, in dem in einigen Stunden Waffen ausgestellt werden sollen. Vor der Hüpfburg steht ein Panzer. Behelmte Handwerker wuseln über den Platz, bauen Stände auf, schleppen Bänke. Die Vorbereitung für die Leistungsschau des österreichischen Bundesheeres am Nationalfeiertag läuft auf Hochtouren. Alleine die Bewachung des Kriegsgeräts in den Tagen vor der Schau koste den Steuerzahler jährlich tausende Euro, kritisieren die Grünen.
Das Verteidigungsministerium beziffert die Gesamtkosten der Heeresschau mit 600.000 Euro. Das Werbematerial alleine macht 200.000 Euro aus. Es sorgte heuer bereits für Berichterstattung - wegen sexistischer Werbung und einer Bier-Anzeige. Teuer sind neben der Sicherung des Kriegsgeräts vor und während der Ausstellung vor allem der Transport der Panzer und Hubschrauber auf den Heldenplatz und die Arbeitszeit der Soldaten. "Die Grundwehrdiener und Berufssoldaten brauchen tausende Arbeitsstunden für diesen einen Tag Waffenschau in Wien", sagt Tanja Windbüchler-Souschill, grüne Kinder- und Jugendsprecherin und Mitglied des Ausschusses für Landesverteidigung.
Mehr als die Kosten stört die Grüne die familienfreundliche Inszenierung des Kriegsgeräts bei der Heeresschau: "Jedes Jahr spielen Kinder und Jugendliche mit Panzern, hantieren mit Waffen und bekommen den Schussvorgang der Maschinen genau erklärt."
Den Einwand, dass die Heeresschau längst zum kommerziellen Familienfest geworden sei, bei dem Bratwürstel gegessen und Abfangjäger als harmloses Artefakt wahrgenommen werden, lässt Windbüchler-Souschill nicht gelten: "Kriegsgeräte sind niemals Spielplätze, Panzer sind keine Ringelspiele. Eine Waffe ist immer eine Waffe, und sie hat nur einen Existenzgrund - einen Menschen zu töten." Die Heeresschau mache den Heldenplatz zu einem Kriegsschauplatz, sagt Windbüchler-Souschill. Sie fordert, dass Minister Norbert Darabos (SPÖ) die Schau stoppt.
Die grüne Kindersprecherin ist nicht allein mit ihrer Ablehnung der Heeresschau. Auch andere Gruppen stoßen sich an der militärischen Inszenierung am Nationalfeiertag. Etwa der Internationale Versöhnungsbund und die ARGE für Wehrdienstverweigerung, Gewaltfreiheit und Flüchtlingsberatung. Es gebe weder Nutzen noch Zweck für die Heeresschau, heißt es dort. Österreich sei Teil der europäischen Friedensunion, Bedrohungen durch Nachbarländer seien auszuschließen. "Man kann Landesverteidigung auch anders darstellen und gestalten", sagt Windbüchler-Souschill. "Weg von diesem schweren Kriegsmaterial." (lima, derStandard.at, 24.10.2012)
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war in yugoslavien ja auch keiner, ungarn ist auch keine bedrohung und wahnsinnige typen in der politik kommen auch nicht vor.
in der geschichte der menschheit gab es einige kulturen die keine verteidigung hatten. die haben alle eines gemeinsam, sie wurden von anderen uebrfallen und ausradiert.
und auch eltern die ihren kindern waffenspielzeug verbieten haben nicht weniger gewalttaeter im nachwuchs. schlechte nachricht aber waffen manchen menschen nicht gewalttaetiger. das sind sie von natur aus, man kann nicht gegen die natur ankaempfen wohl aber kanalisieren.
geh bitte - schaffts doch gleich den feiertag ab; stattdessen könnt ma doch mit resozialisierten Straftätern, Althippies und all den andern, auf die Österreich stolz sein kann in Hergottsschlapferln beim veganen Kebap für den Weltfrieden singen - verpflichtend für alle mit wie-wird-aus mir-ein-gutmensch workshop natürlich!
bei der nächsten regionalen Krise schickts aber dann bitte die windbüchler im flokati mit an friedenskerzerl zum Landesverteidigung "anders gestalten".
Im übrigen sogar euer Che hatte eine Affinität zu schwerem Kriegsgerät - unglaublich euer Weltbild, wenns nicht gefählich wär, wärs fast schon wieder herzig
ich werde nie verstehen, warum jede nation dieser erde an ihrem nationalfeiertag immer kriegsgerät präsentiert. gibt es sonst nix, worauf man stolz sein kann außer auf panzer und kampfhubschrauber? wie wärs mal an einem nationalfeiertag die leute auftreten zu lassen, die wirklich was bewirken.... wissenschaftler, chemiker, physiker, erfinder, künstler, herausragende komponisten, musiker und und und.... stattdessen lernen die kleinsten: boaaah cool ein panzer!
fangen's dort mit der Abrüstung an, wo sie evtl. etwas davon verstehen und verbieten sie den Kindern den Zutritt in die
- Küche, da gibt es die Waffen, die für Morde verwendet werden: Messer
Träumen sie weiter ihr Traumland und lassen sie uns die Realität
JG, Offizier des Bundesheeres
Kriegsspiele werden nämlich immer blutiger Ernst! Und welcher halbwegs normale Mensch(Mann) stirbt eigentlich gerne? Oder welche halbwegs normal empfindende Frau findet bei dem Gedanken an den Tod ihres Mannes oder Sohnes nicht abgrundtiefe Abscheu vor allem, was mit Krieg zu tun hat? Lassen wir doch unseren Militärfreak-Bundespräsidenten allein in den Krieg ziehen!
Die Existenz von Waffen und von Armeen stellt eine Realität dar. Ich finde es ist eine Notwendigkeit einer Republik, dass den Bürgern gegenständlich gezeigt und erklärt wird, wie ihr Staat und ihre Streitkräfte funktionieren.
Ein Diskurs über wehrpolitische Themen, wie die gerade anstehende Entscheidung über die Aufgaben und die Ausgestaltung des Bundesheeres, soll meiner Ansicht nach in informierter Weise stattfinden. Die Information dazu möchte ich nicht nur von klar positionierten Interessensgruppen bekommen. Ich möchte die Mannschaften und das Gerät sehen und ein Stück weit begreifen können.
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