Spicken mit als Armbanduhren getarnten Mobiltelefonen

Bande vermietete Geräte an Studenten in Bangladesch

Als Armbanduhren getarnte Mobiltelefone haben Studenten in Bangladesch beim Spicken in der Prüfung geholfen. Hinter der Hightech-Schummelei steckten Kriminelle, die die Geräte an Prüflinge vermieteten, wie die Polizei in der Hauptstadt Dhaka am Dienstag erklärte. Die Ermittler führten zehn festgenommene Mitglieder der Bande in Handschellen und mehrere beschlagnahmte Beweisstücke vor. Damit hätten Teilnehmer von Aufnahmeprüfungen für Universitäten und Einstellungstests geschummelt, sagte der Polizeivertreter Moshiur Rahman der Nachrichtenagentur AFP.

Den Angaben zufolge führte die Bande seit 2009 120 der speziell angefertigten Geräte aus China ein und vermietete sie für umgerechnet mehr als 1.100 Euro an die Prüflinge. Zudem wurden Lehrer und Beamte der Bildungsbehörden bestochen, um kurz vor den Tests an die Fragen zu kommen. Experten hätten diese dann binnen Minuten gelöst und die Antworten als SMS an die Prüflinge geschickt, hieß es weiter. Mobiltelefone sind bei Examen in Bangladesch verboten, das Tragen von Armbanduhren bisher nicht.(APA, 23.10. 2012)

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