Spicken mit als Armbanduhren getarnten Mobiltelefonen

23. Oktober 2012, 14:24

Bande vermietete Geräte an Studenten in Bangladesch

Als Armbanduhren getarnte Mobiltelefone haben Studenten in Bangladesch beim Spicken in der Prüfung geholfen. Hinter der Hightech-Schummelei steckten Kriminelle, die die Geräte an Prüflinge vermieteten, wie die Polizei in der Hauptstadt Dhaka am Dienstag erklärte. Die Ermittler führten zehn festgenommene Mitglieder der Bande in Handschellen und mehrere beschlagnahmte Beweisstücke vor. Damit hätten Teilnehmer von Aufnahmeprüfungen für Universitäten und Einstellungstests geschummelt, sagte der Polizeivertreter Moshiur Rahman der Nachrichtenagentur AFP.

Den Angaben zufolge führte die Bande seit 2009 120 der speziell angefertigten Geräte aus China ein und vermietete sie für umgerechnet mehr als 1.100 Euro an die Prüflinge. Zudem wurden Lehrer und Beamte der Bildungsbehörden bestochen, um kurz vor den Tests an die Fragen zu kommen. Experten hätten diese dann binnen Minuten gelöst und die Antworten als SMS an die Prüflinge geschickt, hieß es weiter. Mobiltelefone sind bei Examen in Bangladesch verboten, das Tragen von Armbanduhren bisher nicht.(APA, 23.10. 2012)

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5 Postings
mit der Zeit gehen

und gleich die chinesichen Handy-Störsender dazu bei der Sammelbestellung mit :)
Andere Möglichkeit: die Kommunikationskanäle in die Richtung der "Experten" unterbrechen: Prüfungen nur mehr schriftlich und Sprechverbot (auch Flüstern in die Armbanduhr führt zur "Disqualifikation").

antworten sind per sms gekommen. steht im artikel.

ja klar ... und die Fragen der einzelnen Studiosi an die Einsager?

Wenn die alle auf der Armbanduhr sms tippen wollen, wird das ein Jammer :)

Mir ist ja klar, dass Lesen nicht zu den Kernkompetenzen von Spechten gehört. Umso mehr bin ich über Ihre Fähigkeit zu schreiben beeindruckt.

Was Ihre Frage betrifft:

"Zudem wurden Lehrer und Beamte der Bildungsbehörden bestochen, um kurz vor den Tests an die Fragen zu kommen. Experten hätten diese dann binnen Minuten gelöst und die Antworten als SMS an die Prüflinge geschickt, hieß es weiter. Mobiltelefone sind bei Examen in Bangladesch verboten, das Tragen von Armbanduhren bisher nicht."

Steht ebenfalls im Artikel.

hab das sehr wohl gelesen

bleibt immer noch die Frage, ob tatsächlich alle Studiosi dieselben Fragen aus dem Katalog in derselben Reihenfolge erhalten haben, und so die Antwort-SMS immer zur richtigen Frage passten?
Das Problem hier ist ja die bidirektionale Kommunikation ...

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