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vergrößern 500x333Die Senioren bleiben im Ortskern integriert, die Häuser des Seniorenzentrums sind daher auch optisch bewusst der Architektur der Umgebung angepasst.
Wenn es in der kleinen obersteirischen Stadt Rottenmann von einem älteren Mitbürger heißt, er sei "auch schon in Trieben", dann schwingt da meist ein bisschen Traurigkeit mit. Denn Rottenmann hatte lange kein eigenes Alters- oder Pflegeheim. Alte Menschen, die nicht alleine in ihrem Haus bleiben wollten oder pflegebedürftig wurden, gingen dem Ort in der Regel verloren.
"Das wurde als schmerzlicher Verlust empfunden", weiß Ingeborg Nussmüller vom Grazer Büro Nussmüller.Architekten, die selbst aus Rottenmann stammt. Umso mehr reizte die Architektin ein Projekt, das sie in ihrer Heimatstadt planen und abwickeln konnte und das 2010 eröffnet wurde: Das aus vier Gebäuden bestehende Seniorenzentrum Rottenmann. Mit ihm wurden ältere Menschen nicht nur in Rottenmann behalten, sie wurden sogar mitten ins Zentrum gerückt.
Die Situation, dass man betagte Mitbürger eher an den Stadtrand abschiebt, hatte im Konzept von Anfang an keinen Platz. "Es hat uns gefreut, dass die Stadt, obwohl auch günstigere Grundstücke am Rand zur Verfügung standen, sich für dieses im Zentrum entschied", erzählt Nussmüller.
Die zentrale Lage, aber auch das Angebot verschiedener Arten von Betreuung oder Pflege, die sanft ineinander übergehen, sorgten dafür, dass die Wohnungen und Zimmer sofort alle belegt wurden.
Pflege, wenn man sie braucht
Einerseits gibt es ein Haus für sogenanntes "betreubares Wohnen", das heißt für Menschen, denen es gesundheitlich noch gut geht, die aber wissen, dass Pflege in der Nähe ist, wenn sie diese einmal brauchen. Dann gibt es das Haus für betreutes Wohnen, in dem sich auch ein kleines Büro befindet, das mit einer Ansprechperson besetzt ist, und schließlich das Pflegeheim mit 32 Betten.
In den Häusern für betreubares und betreutes Wohnen gibt es barrierefreie Wohnungen für Singles und Paare, die alle eigene Wohnküchen, Badezimmer und Schlafzimmer haben. Zudem teilen sich auch je vier Einheiten gemeinsam ein Wohnzimmer.
"Solche Räume waren für uns besonders wichtig", erklärt die Architektin, "denn wir wollten Möglichkeiten schaffen, Kommunikation zu finden, wenn man sie will, aber auch Plätze, wo man sich zurückziehen kann. Außerdem will man vielleicht mit jemandem Karten spielen, aber diesen nicht jedes Mal in die eigene Wohnung einladen". Andererseits darf man wie in einer ganz normalen Wohnung auch Besuch - etwa von seinen Kindern und Enkeln - haben, der auch über Nacht bleiben kann. Einen weiteren Kommunikationsraum beherbergt auch das vierte Haus: Hier im Begegnungszentrum sind ein Café und die Büros der Verwaltung untergebracht.
Bei der Gestaltung der Räume und bei der Einrichtung, die auch Ingeborg Nussmüller aussuchte, konzentrierte man sich auf Lichtdurchlässigkeit und Helligkeit. Die Fensterbretter sind alle extra breit und liegen tiefer, sodass man überall zu den Bergen rund um Rottenmann hinausschauen kann.
Verschmelzung mit dem Ort
Auch in der Formgebung spielte das Gefühl, integriert zu bleiben, die wichtigste Rolle. Die Gebäude sind genau aus diesem Grund den Häusern der Umgebung angepasst, avantgardistische Kubatur, die ins Auge sticht, sucht man hier vergeblich. "Da haben wir uns wirklich ganz bewusst sehr zurückgenommen", betont Nussmüller.
Lagerräume, Wasch- und Bügelräume und die Technik sind im Untergeschoß " versteckt". Heizung und Warmwasser gibt es durch Fernwärme, die von Solarkollektoren unterstützt werden. Wohnbauträger ist die gemeinnützige ÖWGES. Da das Seniorenzenrum so gut angenommen wurde, ist ein Ausbau gut möglich. "Verhandlungen über weitere Grundstückankäufe gibt es jedenfalls schon", freut sich Nussmüller. (Colette M. Schmidt, DER STANDARD, 24.10.2012)
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ob die im Inneren ablaufenden Funktionen und Möglichkeiten auf die Bewohner abgestimmt sind. Nicht auf eine verrenkte Architektur kommt es an werte Mitposter. Sollten doch in jedem Dorf solche Einheiten entstehen, nämlich auch zu dem Zeitpunkt beziehbar sein, wenn die zukünftigen Bewohnen sich bewußt dafür entscheiden können. Es gibt genug Superarchitekten bei uns, die in der Lage sind, den Gedanken des "Senioren-Wohnen" umzusetzen. Ich freu mich jedenfalls über das Projket
Das könnte wirklich ein vielversprechendes Konzept für viele Gemeinden sein, die unter großer Abwanderung leiden. Die Belebung des Zentrums mit "Alten" bewirkt dann auch sicherlich, dass die Infrastruktur mit Nahversorger, Post, etc. , die in den letzten Jahren in vielen Orten verschwand, nun vielleicht eine Wiederauferstehung feiern wird. Eine Win-Win Situation für alle Seiten!
traurig find ich ja, dass da etwas angepriesen wird, das eigentlich selbstverständlich sein sollte, aber überhaupt nicht ist.
ich denk bei jedem besuch im pflegeheim, dass das ja eigentlich unfassbar ist, die letzten jahre des lebens mit einem zweiten, völlig fremden ein zimmer teilen zu müssen, keine intimsphäre zu haben, nur noch "fall" und nicht mehr mensch zu sein.
Betreutes Wohnen kostet sehr viel und Pensionisten mit einer geringen Pension oder Mindestpension können sich das gar nicht leisten. Wir hatten mal einen Infoabend über betreutes Wohnen (ich bin da zufällig dazugestoßen und hab mir das angehört, schließlich wird jeder mal alt, wenn er nicht vorher stirbt) und mir ist ganz schlecht geworden, als ich die Preise gehört habe. Auf meine Frage, was die tun, die wenig Pension haben, sagte der Typ süffisant - "ab ins Siechenheim"...
aus der Luft gegriffen. Es ist für sehr viele Pensionisten heute schon schlimm, während andere regimenahe Bonzen in Saus und Brau leben. Nur in den kommenden Jahrzehnten werden die heutigen Zustände wohl als Paradies gesehen werden. Welche Pensionen dürfen sich wohl die Millionen Lohnsklaven, die für € 750.1050. arbeiten erwarten? Wenn es gut geht, ne Giftkaspsel von der Apotheke auf Krankenschein oder eben wirklich dem Verrecken entgegensehen. So sieht es aus, wenn die Regimeparteien am Ruder sind.
ja, gibt ja auch kaum Niederschlag in der Obersteiermark...
Es ist wirklich schade daß sehr viele Architekten fast ausschliesslich dazu getrimmt sind, den Computerausdruck hübsch aussehen zu lassen. Der Bauträger solls dann am Besten noch möglichst schnell so hinbekommen wie's am Ausdruck aussieht, dann ist die Welt in Ordnung. Wie diese Styropor/Sichtbetonbauten nach wenigen Jahren aussehen, ist völlig egal. Vom Wohnklima in hurtig bezogenen Häusern gar nicht zu sprechen.
Bitte lernt wieder zu planen und zu bauen!
Ist noch immer verfügbar, das schöne Liebon (und liefert mindestens vierteljährlich saure Gurken).
http://www.sz-online.de/nachricht... id=3170351
Courbefy und Bikowo leider nicht mehr, bei Pratariccia weiß ich es nicht.
Towns in den USA gibt es reihenweise zu kaufen:
http://www.huffingtonpost.com/2012/08/0... 61217.html
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