Abhörvorwürfe auch gegen britische Mirror-Gruppe

"Daily Mirror", "Sunday Mirror" und "The People" sollen Telefonate belauscht haben

London - Der britische Abhörskandal hat sich Medienberichten zufolge über das Murdoch-Imperium hinaus ausgeweitet. Vier Personen wollen gerichtlich gegen die Mirror-Zeitungsgruppe vorgehen, berichteten britische Medien am Dienstag. Darunter seien der frühere Trainer des englischen Fußballteams, Sven-Göran Eriksson, und das ehemalige Kindermädchen von David und Victoria Beckham, sagte Medienanwalt Mark Lewis der BBC.

Sie werfen Zeitungen der Mirror-Gruppe - "The Daily Mirror", "Sunday Mirror" und "The People" - unter anderem vor, Telefonate abgehört zu haben. Die Anschuldigungen betreffen einen Zeitraum von vor mehr als zehn Jahren. Die Mirror-Gruppe wollte sich zunächst nicht äußern.

Im Zentrum des Abhörskandals standen bisher britische Zeitungen, die Medienmogul Rupert Murdoch gehören - zum Beispiel "The Sun" und die mittlerweile eingestellte "News of the World". (APA, 23.10.2012)

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