Wien: Gedenkstätte für Widerstandskämpfer am Zentralfriedhof geplant

Faymann kündigt Mahnmal in Bereich an, in dem NS-Opfer einst bestattet wurden

Wien - Österreich wird eine nationale Gedenkstätte für die vom NS-Regime hingerichteten Widerstandskämpfer und die Opfer politischer Verfolgung errichten. Die Gedenkstätte soll am Wiener Zentralfriedhof entstehen, kündigte Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) am Dienstag an.

Geplant ist die Gedenkstätte im Bereich der "Gruppe 40" des Zentralfriedhofs, wo die Opfer der politischen Justiz des NS-Regimes begraben sind. Im Wiener Landesgericht wurden während der NS-Zeit hunderte Todesurteile vollstreckt. Die Leichen wurden entweder zuerst ans Anatomische Institut der Uni Wien gebracht oder sofort am Wiener Zentralfriedhof in der "Gruppe 40" begraben.

Begraben sind dort nach Angaben des Bundeskanzleramts auch die am Schießplatz Kagran hingerichteten Opfer der NS-Militärjustiz, die Opfer des SS-Massakers in Hadersdorf am Kamp und die Opfer aus dem KZ Hinterbrühl. An diese Personen sollen nun entsprechende Hinweis- und Informationstafeln sowie eine Publikation erinnern. (APA, 23.10.2012)

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