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Als die letzte große Version von Mono veröffentlicht wurde, befand sich die Entwicklung des freien .Net noch ganz in der Hand des Softwareherstellers Novell. Zwischenzeitlich hat man sich (nicht ganz freiwillig) unabhängig gemacht und in Form von Xamarin eine neue, den Großteil der Entwicklung tragende Firma gegründet. Unter diesen Vorzeichen gibt es nun ein neues Update für die Software.
Projekt-Gründer Miguel de Icaza hat die Freigabe von Mono 3.0 bekannt gegeben. Die neue Generation der Software bringt diverse wichtige Verbesserungen, etwa eine signifikant verbesserte Performance in Fragen Garbage Collection. Dazu kommt ein neuer Compiler, der nun die die asynchrone Programmierung vereinfachen soll und C# 5.0 unterstützt.
Es wird jetzt das .Net 4.5 Profile API vollständig unterstützt, die C#-Shell wurde verbessert. Zudem wurden einige Komponenten aus den Open-Source-Veröffentlichungen von Microsoft übernommen, konkret das Entity Framework, ASP. Net MVC 4, ASP .Net Web Pages sowie Razor und System.Json.
Weitere Informationen zur neuen Version bieten die Release Notes zu Mono 3.0. Auch wenn sich der Fokus von Xamarin aktuell vor allem auf mobile Plattformen wie Android oder iOS verschoben hat, soll es in Kürze auch wieder ein relevantes Update für den Linux-Desktop geben, aus dessen Umfeld das Projekt ursprünglich entstammt. Mit GTK-Sharp 2.99 ist die - lange verschobene - erste Vorversion der Mono-Bindings für das Toolkit GTK+3 geplant. (apo, derStandard.at, 23.10.12)
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die linux community hat mono erst erfolgreich bekämpft und jetzt ignoriert sie es. ist also auf linux noch weniger relevant als client-java, und das will was heißen.
die einen fürchten sich, weil das irgendwie was mit microsoft zu tun hat, die anderen sind entweder in native code vernarrt (c++) und hassen daher alle VMs, oder sie mögen keine compile-time typisierten systeme (python & co).
theoretisch könnte man es immer noch verwenden, um etwa WinForms apps auf linux zu portieren, aber das macht wohl kaum wer. WPF gibts erst gar nicht. häufiger ist wohl shared back-end, native front-end (WPF auf Win, GTK auf Linux, cocoa auf iphone/monotouch etc)
am server sieht es sicher besser aus, mit asp.net und so. zahlen hab ich keine.
Es ist einem einfach wurscht. Es gab nie nennenswerte Programme für den Linux-Desktop, die Mono verwendet haben (außer vielleicht Banshee, aber da gibt's genug Alternativen).
Mittlerweile gibt's vermutlich keine einzige Linux-Distribution, die noch Mono oder eines dieser Programme vorinstalliert.
Ich bin seit Jahren Linux-Nutzer und weder freue ich mich über ein neues Mono, noch ärgere ich mich. Weder verwende ich es (, ich schaue dazu, dass es von meiner Platte wegbleibt,) noch finde ich es gut, wenn, teilweise sehr gute, Software mit Libraries geschrieben wird, deren Nutzung von MS von heute auf morgen mit Lizenzgebühren belegt werden kann.
Das Versprechen von MS, genau das nicht zu tun, hat für mich nicht viel Wert.
Microsoft hat reichlich Kohle, Zeit und Personal und kann sich locker jede beliebige Anwaltkanzlei leisten um dann die WasAuchImmerCommunity für eine sehr sehr seeeeehr lange Zeit zu beschäftigen, bis für die Entwicklung, Tests und Dokumentation keine Sekunde, kein Programmierer, kein Tester und kein Euro übrig bleibt :-(
theoretisch ja, aber praktisch (wenn ich auch einmal darf) würde das jedes vertrauen zerstören, dass sie in den letzten jahren mühsam wieder aufgebaut haben. und wenn sie das schon wollten, warum da gegen mono vorgehen (obwohl sie das gegenteil versprochen haben), und nicht etwa gegen die linux community? (gegen tomtom und andere haben sie sogar schon das eine oder andere patent durchgesetzt)
aber paranoia ist leider auch eine lebenseinstellung.
Natürlich ist es in den Paketquellen enthalten, aber es ist halt nicht mehr standardmäßig installiert. Das begründete ja auch die Entscheidung wieder auf Rhythmbox zu setzen und Banshee den Rücken zu kehren.
So ganz würde ich das also nicht nur auf Platzgründe schieben...
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