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Wien/Wals/Madrid - Der angeschlagene Baukonzern Alpine, der zur Stunde mit Verbindlichkeiten von rund 1 Mrd. Euro ringt und um Stundungen durch die Banken verhandelt, dürfte seine 100 Mio. Euro schwere Anleihe im Mai trotz Kenntnis der problematischen finanziellen Situation als "solide" und "zukunftsorientiert" beworben haben. Zumindest habe der Kreditversicherer Prisma schon damals die Versicherungssumme für den Bauriesen mit Sitz in Salzburg herabgesetzt, berichtet das "WirtschaftsBlatt".
Einem Geschäftspartner der Alpine flatterte dem Bericht zufolge bereits im Mai eine Polizzenänderung des Versicherers ins Haus, mit der die Haftungssumme für die Alpine reduziert wurde. Ein Alarmsignal.
Als Grund seien ein millionenschwerer Rechtsstreit in Polen, ein niedrigeres Eigenkapital und eine erhöhte Nettoverschuldung angeführt worden. Zudem habe sich die Bonität nicht so positiv wie erwartet entwickelt. Das Schreiben, das der Zeitung laut Eigenangaben vorliegt, sei mit dem 22. Mai datiert - dem Tag der Erstnotiz der Alpine-Anleihe.
Damals sei auch bereits von Refinanzierungsproblemen der spanischen Konzernmutter FCC zu hören gewesen, die heuer tatsächlich Milliarden refinanzieren muss. Der Wirtschaftsprüfer der Alpine, Deloitte, habe der Bilanz des Baukonzerns zwar einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt, im Kleingedruckten aber auf Risiken in dreistelliger Millionenhöhe hingewiesen.
Im Werbeprospekt für die Alpine-Anleihe stand lediglich: "Entwicklungen der Vergangenheit lassen keine verlässlichen Rückschlüsse auf zukünftige Entwicklungen zu", im Langprospekt finden der Zeitung zufolge nicht näher bezifferte Risiken Erwähnung. "Der Prospekt wurde von der luxemburgischen Aufsichtsbehörde CSSF gebilligt", sagte FMA-Sprecherin Annemarie Bauer zum "WirtschaftsBlatt".
Im Frühjahr wurde der Corporate Bond mit dem Slogan "Gemeinsam bauen wir am Erfolg" beworben, nun müssen Unternehmensteile verkauft werden - darunter auch die Alpine Energie, im Mai noch als "wesentliche strategische und wirtschaftliche Säule" bezeichnet. (APA, 23.10.2012)
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gehört sofort das die Emmision des Bonds begleitende Institut, die Wirtschaftsprüfer und die FMA auf Schadenersatz geklagt. Ich habe auch den Bond gekauft (gott sei dank nur im niedrigen 2stelligen tausend € bereich), der sich jetzt als wahres Hasardeurpapier bzw. Junk Bond herausstellt. Wenn man dieses Risiko liebt, könnte man ja gleich griechische Staatsanleihen kaufen. die wären zumindest besser verzinst, bei nunmehr offensichtlich gleichem Risiko.
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