Europas Leitbörsen schließen mit klaren Abschlägen

23. Oktober 2012, 18:18
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Schwache Unternehmenszahlen und Konjunkturdaten belasten

Frankfurt am Main - Die europäischen Leitbörsen sind am Mittwoch belastet von schwachen Unternehmenszahlen und enttäuschenden Konjunkturdaten einheitlich mit deutlichen Verlusten aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verbilligte sich um klare 27,77 Einheiten oder 1,12 Prozent auf 2.500,00 Zähler.

Gleich mehrere negative Nachrichten hätten am Berichtstag auf die Stimmung an den Börsen gedrückt, hieß es aus dem Handel. Zunächst hatte die Stimmung französischer Unternehmer, die auf ein Dreijahrestief gefallen war, belastet. Vor diesem Hintergrund herrsche nun vermehrte Vorsicht im Vorfeld wichtiger Konjunkturdaten vom morgigen Mittwoch, hieß es. Der Ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland sowie die Einkaufsmanagerindizes aus Europa stehen auf der Agenda.

Darüber hinaus hatte am Montag der als Konjunkturbarometer geltende Baumaschinenhersteller Caterpillar trotz eines Rekordgeschäfts im abgelaufenen Quartal seine Umsatz- und Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr zurückgeschraubt. Nicht zuletzt mit der schwachen Eröffnung der US-Börsen weiteten sich die Verluste im Verlauf noch weiter aus, hieß es von Marktbeobachtern. Unterm Strich herrsche Zurückhaltung und eine Gegenbewegung nach der zuletzt stärkeren Tendenz am Markt.

Nokia rutschen ab

Nokia rutschten mit einem massiven Abschlag von 5,09 Prozent auf 2,05 Euro ans untere Ende des Euro-Stoxx-50. Der kriselnde Handyhersteller will seine schrumpfenden Geldreserven mit einer Wandelanleihe um 750 Mio. Euro aufstocken. Bankwerte zählten ebenfalls zu den größeren Verlierern. So schwächten sich ING um 4,23 Prozent auf 6,708 Euro ab und Deutsche Bank verloren 3,57 Prozent auf 33,37 Euro.

BASF sanken deutlich um 4,07 Prozent auf 62,50 Euro. Hier belastete der Gewinneinbruch beim US-Chemiekonzern DuPont, hieß es von Expertenseite. Anheuser-Busch hielten sich unterdessen als einziger Gewinner im Euro-Stoxx-50 mit einem Plus von 0,15 Prozent auf 66 Euro bis zur Schlussglocke im grünen Bereich.

In Paris verzeichneten Michelin einen Kurssprung von 3,41 Prozent auf 63,97 Euro und kletterten damit an die Spitze des CAC. Der französische Reifenhersteller berichtete trotz eines schwachen europäischen Marktes eine Umsatzsteigerung für das dritte Quartal. Arm Holdings sprangen in London um massive 7,65 Prozent auf 640 Pence nach oben. Der britische Chip-Entwickler verzeichnete ein kräftiges Umsatz- und Gewinnplus.

Auch Syngenta gerieten nach Zahlen ins Blickfeld. Die Papiere des Schweizer Agrochemiekonzerns grenzten die Gewinne bis Handelsschluss zwar ein, konnten aber dennoch um 0,64 Prozent bei 345,60 Schweizer Franken fester schließen. Norsk Hydro brachen unterdessen um über fünf Prozent auf 25,48 norwegische Kronen ein. Bei dem norwegischen Aluminiumhersteller hatten rückläufige Preise für einen Quartalsverlust gesorgt. (APA, 23.10.2012)

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