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Justizminister Keishu Tanaka tritt zurück.
Tokio - Wegen früherer Kontakte zu einem Gangster-Syndikat hat der japanische Justizminister Keishu Tanaka nach nur einem Monat Amtszeit seinen Rücktritt erklärt. Regierungschef Yoshihiko Noda werde in Kürze einen Nachfolger bestimmen, sagte ein Sprecher laut der Nachrichtenagentur Kyodo am Dienstag.
Der 74 Jahre alte Tanaka hatte zugegeben, vor rund 30 Jahren für ein ranghohes Mitglied der japanischen Yakuza eine Hochzeit arrangiert zu haben. Dies hatte ein japanisches Wochenmagazin aufgedeckt. Zuvor war Tanaka bereits wegen eines Spendenskandals in die Schusslinie der Kritik geraten.
Die Opposition will den Fall Tanaka nutzen, um den Druck auf Regierungschef Noda zu erhöhen, vorzeitige Neuwahlen auszurufen. Noda hatte erst kürzlich zum dritten Mal seit seinem Amtsantritt vor einem Jahr sein Kabinett umgebildet. Damit spekuliert Noda - der sechste Ministerpräsident in sechs Jahren - darauf, seine Demokratische Partei (DPJ) vor den möglicherweise schon bald kommenden Wahlen zum mächtigen Unterhaus des Parlaments aus einem Umfragetief zu holen.
Die oppositionelle Liberaldemokratische Partei (LDP) unter dem nationalistischen Ex-Premier Shinzo Abe wittert die Chance, nach ihrer historischen Wahlniederlage 2009 an die Macht zurückzukehren. Die LDP hat bereits im Oberhaus die Mehrheit und versucht damit, Noda zu vorgezogenen Neuwahlen zu zwingen. Die Umfragewerte der Regierung Noda waren von einst mehr als 60 auf unter 30 Prozent gefallen. (APA, 23.10.2012)
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Sehr vorbildlich diese Gedächtnisleistung der Japaner. Wir sollten uns ein paar von deren Politikern importieren. Unsere haben ja schon am nächsten Tag dann "keine Wahrnehmung" oder "keine Erinnerung" was sie am Vortag an Geldern in die eigenen Taschen gestopft haben. Korruptes Pack.
Die Geschäftsbeziehungen der Yakuza zur LDP sind legendär; angeblich ein weiteres Erbe aus dem Kalten Krieg (man half den recht-nationalen, strikt antikommunistischen Yakuza-Proleten, die dafür Kommunisten jagten) ...
... so ist die Drogenpolitik in Japan anscheinend zwischen Yakuza und LDP ausverhandelt worden: Man toleriert das Speed, das sich Studenten zum Strebern reinpfeifen wie hierzulande Redbull, dafür gibt's drakonische Strafen auf alles andere, besonders Hasch. Das sorgt für konstant hohe Preise, was den Gewinn der Bosse erhöht. Und gerade in Japan gilt: Ein Gefängnisaufenthalt ist für den Nachwuchs-Yakuza eine Chance, Loyalität zu zeigen ... & seinem Boss ist wurscht wie lange der sitzt.
Siehe Filmreihe von Juzo Itami, insbesondere
- Geisha des Glücks
- Die Steuerfahnderin 1, 2
- Die Kunst der Erpressung (Minbo)
- Marutai no onna
(Ich weiß nicht, ob die DVDs in deutschsprachigen Raum zu finden sind)
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