Sioux-Aktivist Russell Means gestorben

72-Jähriger kämpfte für die Rechte der amerikanischen Ureinwohner - Saß wegen Zusammenstößen mit der Polizei ein Jahr im Gefängnis

Chicago - Der Sioux-Aktivist und Schauspieler Russell Means ist tot. Er sei am Montag im Alter von 72 Jahren in Porcupine im US-Staat South Dakota gestorben, teilte seine Familie auf seiner Internetseite mit. Means hatte mit spektakulären Protesten unter anderem am Präsidentendenkmal am Mount Rushmore für die Rechte der amerikanischen Ureinwohner gekämpft. Später wurde er zum Hollywood-Star und spielte unter anderem an der Seite von Daniel Day-Lewis in dem Film "Der letzte Mohikaner".

Besetzung von Wounded Knee

Means war einer der prominentesten Sprecher des American Indian Movement und brachte in den 1960er und 70er Jahren mit groß angelegten Aktionen die Unterdrückung der Ureinwohner zurück ins Bewusstsein der US-Amerikaner. So unterstützte er 1973 auch die Besetzung des Örtchens Wounded Knee, bei der Mitstreiter 27 Geiseln nahmen und die Absetzung eines korrupten Stammesvorsitzenden verlangten.

Means, der in seiner Autobiografie auch den Kampf gegen seine Drogen- und Alkoholsucht schildert, saß wegen gewaltsamer Zusammenstöße mit der Polizei ein Jahr im Gefängnis. Seine Schauspielkarriere begann in den 90er Jahren. Neben seiner bekanntesten Rolle, der Darstellung des Häuptlings Chingachgook in "Der letzte Mohikaner" von Michael Mann, lieh er auch dem Vater des legendenumwobenen Indianermädchens Pocahontas in dem gleichnamigen Disney-Trickfilm seine Stimme. (APA, 23.10.2012)

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