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Chicago - Der Sioux-Aktivist und Schauspieler Russell Means ist tot. Er sei am Montag im Alter von 72 Jahren in Porcupine im US-Staat South Dakota gestorben, teilte seine Familie auf seiner Internetseite mit. Means hatte mit spektakulären Protesten unter anderem am Präsidentendenkmal am Mount Rushmore für die Rechte der amerikanischen Ureinwohner gekämpft. Später wurde er zum Hollywood-Star und spielte unter anderem an der Seite von Daniel Day-Lewis in dem Film "Der letzte Mohikaner".
Means war einer der prominentesten Sprecher des American Indian Movement und brachte in den 1960er und 70er Jahren mit groß angelegten Aktionen die Unterdrückung der Ureinwohner zurück ins Bewusstsein der US-Amerikaner. So unterstützte er 1973 auch die Besetzung des Örtchens Wounded Knee, bei der Mitstreiter 27 Geiseln nahmen und die Absetzung eines korrupten Stammesvorsitzenden verlangten.
Means, der in seiner Autobiografie auch den Kampf gegen seine Drogen- und Alkoholsucht schildert, saß wegen gewaltsamer Zusammenstöße mit der Polizei ein Jahr im Gefängnis. Seine Schauspielkarriere begann in den 90er Jahren. Neben seiner bekanntesten Rolle, der Darstellung des Häuptlings Chingachgook in "Der letzte Mohikaner" von Michael Mann, lieh er auch dem Vater des legendenumwobenen Indianermädchens Pocahontas in dem gleichnamigen Disney-Trickfilm seine Stimme. (APA, 23.10.2012)
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Indianer "sagt man nicht". Der Begriff ist aus der Kolonialzeit und drückt implizit Unterdrückungs- und Hierarchieverhältnisse aus. Da kann mensch auch gleich Wilde o.Ä. sagen. Ich denke, dass würden die wenigsten hier wollen.
Ureinwohner ist auch so ein Begriff, der in der heutigen Anthropologie nicht mehr zu finden ist. Und wenn, wird der/diejenige nicht ernst genommen. so etwas wie "Ureinwohner_innen" gibt es nicht.
Die Situation vieler Natives ist traurig.
Armut, Alkoholismus, Drogen, Gangwesen in der Prärie, Suizid ...
Der struktureller Völkermord geht weiter und die - korrupten Chiefs sind dabei nicht unschuldig.
Die immer wieder in Dokus beschworene Wiedergeburt gibt es nur punktuell.
Ich glaube, dass den meisten Amerikanern das Schicksal der Natives leid tut, aber so wahnsinnig damit beschäftigen möchte man sich auch nicht.
Und die überall zu findenden Alkoholleichen geben Anlass dazu, den Natives selbst die Schuld zu geben.
Nun ja, bei den Black Hills z.B. würde das ja wohl gehen. Wie fair wäre es, die Uururururururururururururgroßenkel der Einwanderer aus Manhatten zu vertreiben? Oder gar jene, die gekommen sind, als da schon 300 jahre keine Natives mehr wohnten?
Natürlich kann man nicht alle (Neo)Amerikaner rausschmeißen, aber zumindest die Natives unterstützen. In Entwicklungsländer ist der Lebensstandard höher, als in manchen Reservaten (-> besonders Oglala-Lakota!)
& auch Gebiete/Heiligtümer zurückgeben wo es möglich ist. wie sie zB sagten die Black Hills.
ps.: In New York City gibt es Native Americans! (ca. 30.000) -> wobei In Manhatten wird kaum einer leben. :P
Niemand wird gezwungen irgendeinen Namen anzunehmen. Die meisten Natives haben einen sogenannten nativen Namen. Wist ihr gescheiten das es in Oklahoma zwei Natives Nationen gibt. Sie haben ihren eigenem Reisepass, Führerschein, Ihr eigene Gesetze wie steuern. Behauchen auch keine US Steuern zu zahlen oder sonst was für die U S A machen oder tun. Sie sind ein Staat im Staat im Land.
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