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Madrid - Spaniens krisengeschüttelte Wirtschaft setzt ihre Talfahrt fort: Das Bruttoinlandsprodukt ist im dritten Quartal um 0,4 Prozent gesunken, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Monatsbericht der spanischen Zentralbank hervorgeht. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum liegt der Rückgang bei 1,7 Prozent.
Die Rezession fordert auch bei der Neuverschuldung Tribut: Wie die Tageszeitung "El Confidencial" am Dienstag berichtete, hat die spanische Regierung die EU informiert, dass das Defizit in diesem Jahr 7,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts betragen wird. Das mit der EU vereinbarte Maximalziel von 6,3 Prozent würde Spanien damit deutlich verfehlen.
Laut dem Bericht an die EU, auf den die Zeitung sich bezieht, wird der spanische Schuldenstand 2012 auf 85,3 Prozent des BIP steigen. Ende 2011 hatten die öffentlichen Schulden laut dem EU-Statistikamt Eurostat noch 69,3 Prozent betragen. Die Zentralbank bezeichnet es in ihrem Monatsbericht als sehr ambitioniert, die Budgetziele im kommenden Jahr zu erreichen. Weitere Budgeteinschnitte könnten notwendig werden. Die Regierung will die Neuverschuldung 2013 auf 4,5 Prozent des BIP senken.
Trotz der finsteren wirtschaftlichen Aussichten konnte sich Spanien am Dienstag problemlos frische Mittel am Geldmarkt besorgen. Die Nachfrage stieg im Vergleich zu den letzten Anleihenauktionen und hätte gereicht, um deutlich mehr als das Doppelte der Anleihen am Markt unterzubringen.
Die Ratingagentur Moody's hat unterdessen die Kreditwürdigkeit von fünf spanischen Regionen gesenkt. Andalusien, die Extremadura, Castilla-La Mancha, Katalonien und Murcia wurden jeweils um eine oder zwei Stufen herabgesetzt. Den Ausblick beurteilt die Agentur negativ. Die Regionen hätten hohe Schulden und geringe Geldreserven, teilte Moody's am Montagabend mit.
Allein Katalonien, die wirtschaftsstärkste Region des Landes, hatte Ende August mehr als fünf Milliarden Euro Hilfe bei der spanischen Zentralregierung beantragt. Spanien, das unter einer immensen Bankenkrise leidet, steckt in einer Rezession. Jeder vierte Erwerbsfähige hat keine Arbeit. (APA, 23.10.2012)
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Das ist sowieso völlig Blunzn und wurscht obendrein.
Die Kredite fließen - völlig egal ob irgendwelche Zielvorgaben erreicht werden oder nicht.
Der Euro muss sein - egal was passiert, Amen
heißt es, da gibt es keinen Platz dafür Konsequenzen auf Nichtzielerreichungen folgen zu lassen...
Dann passiert beschleunigt und im chaotischen Zeitraffer das, was auf kurz oder lang eh passieren wird: Entwertung von überschüssigem Kapital.
Das so lang als irgend möglich hinauszuschieben, bei vager Hoffnung auf "irgendeinen" gigantischen Wachstumsschub (den es nicht geben wird), ist die Funktion der überbordenden Staatsschulden.
Falls Sie glauben, das Ziel wäre etwa, die Staatsschulden aufzulösen, sind Sie auf dem Holzweg. Darum geht es nicht, denn das würde genau auf die erwähnte Kapitalentwertung hinauslaufen.
Es geht bloß noch darum, die Staaten irgendwie zahlungsfähig zu halten. Und die einzige Methode, die überhaupt noch in Frage kommt, ist die Bedienung aus der Substanz, also die Umverteilung von der Bevölkerung hin zu den Kapitaleignern.
Punkt und Ende.
Das fadenscheinige Gezeter über die "Staatsschulden" dient bloß dazu, das Normenkorsett und die Schuldgefühle des sparsamen, kleinbürgerlichen Hausvaters anzusprechen. Damit er reif werde und fügsam bleibe, wenn ihm demnächst der Hahn abgedreht werden wird in Gestalt von allerlei Sozialklimbim-Kürzungen und erhöhten Konsumsteuern oder anderen Abgaben, die er dann zahlen darf bei stagnierendem bz. sinkendem Einkommen.
Und zwar teurer, denn erstens haben auch private Versicherungskonzerne jede Menge Bürokratie, zweitens müssen obendrein die Klinkenputzer und Werbekosten "gegenfinanziert" werden, und drittens möchte man eine hübsche Rendite sehen.
Viel Spaß also beim "Sparen".
Und für die grün angehauchten, Müll trennenden Chi-Gong-Bobos in den Suburbs, schön weg von all den schmuddeligen Prolls, wird eine "Ökosteuer" sicherlich für gute Laune sorgen.
Im Grunde ist nämlich scheißegal, wie wir den Bettel taufen. Er kommt auf jeden Fall dort an, wo er nun einmal ankommen soll.
keinen eigenen Parkplatz unterhalb ihrer Eigentum-Dachausbau-Wohnung haben.
Solange diese himmelschreiende Ungerechtigkeit besteht, gehören die Banken weiter gefördert, auch wenn andere Bevölkerungsgruppen parallel dazu verarmen!
und...
"Mitten in einer tiefen Wirtschaftskrise sollten Regierungen besser nicht so wirtschaften wie die berühmte schwäbische Hausfrau."
Olaf Storbeck im Handelsblatt
http://www.handelsblatt.com/meinung/k... 82322.html
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