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Wien - Der Radio-Nachrichtensprecher Josef Wenzel Hnatek ist tot. Er starb am Samstag im Alter von 68 Jahren in seiner Wiener Wohnung, gab der ORF am Montag bekannt. Hnatek sei "die Nachrichtenstimme des ORF-Radios" gewesen und "bereits zu Lebzeiten eine Radio-Legende", würdigte ORF-Radiodirektor Karl Amon den Verstorbenen als "eine der begnadetsten Persönlichkeiten der österreichischen Radiolandschaft".
Josef Wenzel Hnatek wurde am 7. April 1944 in Wien geboren. Sein Vater war Ingenieur und auch er studierte Nachrichtentechnik an der Technischen Universität Wien. Schon früh gehörte seine Liebe dem Radio. 1971 kam er zum ORF, wo er die Nachrichtenstimme wurde. Aus seinen Sendungen über Astrophysik und Weltraumfahrt, und die Raumstation MIR sind Taschenbücher entstanden. Er war 35 Jahre für den ORF tätig. (APA, 22.10.2012)
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eine großartige stimme und ein unvergessener name.
r.i.p.
ebenfalls eine unvergessene und hier noch nicht erwähnte radiostimme mit perfekter aussprache: walter richard langer, jazz oder swing bis heute nicht meins, aber der sendung von walter richard langer zuzuhören war immer ein genuß.
keep swinging ...
Wenn man sich heute die sog. "Nachrichten" anhört, die vollkommen geistlos heruntergeleiert werden ("Auf der Südautobahn gab es im Bereich der Oberösterreichischen Seen im Nebel eine Massenkarambolage mit 126 beteiligten Autos und 41 Toten und Rapid hat heute gegen Austria Null zu Zwei verloren"), dann weiß man, was man an Sprechern wie Josef Wenzel Hnatek hatte.
nicht zu vergessen der ebenfalls schon verstorbene georg schallgruber - der ab den frühen 1990er jahren selbst auch nachrichten lesen durfte. wenzel hnatek und schallgruber haben unzählige male zusammengearbeitet. unvergessen der abspann: "der österreichische rundfunk brachte nachrichten. verantwortlicher redakteur: georg schallgruber, sprecher: josef wenzel hnatek."
Die beeindruckende Radiostimme seit meiner Kindheit, passend auch zum Thema "Gibt es ein österreichisches Hochdeutsch?"
Heute hingegen hört man auf Ö1 manchmal Berichte über "den Dalai Lama und Didi Peter" und fragt sich, wer das wohl sein könnte.
Noch dazu haben sie sich am INHALT orientiert, die wussten also, was sie gelesen haben! Und dem Hörer war es dann auch klar, worum er ging... Manchmal hat man ja geradzu den Eindruck, dass das gar nicht mehr erwünscht wäre, so runtergerattert wird oft...
Weil mit dem Triumph des Fernsehens über das Radio als Leitmedium halt auch die Optik die Akustik verdrängt hat. Bestes Beispiel im ORF: Frau Fenderl. Sehr nett anzusehen und vermutlich auch nicht dumm, aber oft hat sie eine Aussprache als wäre ihr Mund voller Kaugummis, und hin und wieder könnte man fat meinen, sie käme grad eben von einer sehr fröhlichen Feier und wäre schon deutlich im fahruntüchtigen Bereich. Das soll jetzt übrigens weniger eine Kritik an ihr sein (es hat halt nicht jeder eine messerscharfe Aussprache, und manchmal kann so eine kleine Schwäche sogar recht nett wirken), als an der Nachlässigkeit des "Managements", das eigentlich für die richtige Personalauswahl - oder entsprechende Schulung - verantwortlich wäre.
ja, das waren Ikonen und Stimmen an die sich viele erinnern, weil sie einfach einprägsam waren. Heute sind Nachrichten, im besten Falle News oder Newsflashes mit Musik unterlegt (das sagt dann ohnehin schon alles). Früher hatten Nachrichten mit dem Gong etwas amtliches, das viel junge abgeschreckt hat und zu Radio CD oder Antenne Austria getrieben hat. Aber aus der Phase wächst man heraus - heute gibt es nur noch Ö1 wo Nachrichten noch den Namen verdienen. Viele jugendliche wissen ja gar nicht mehr, dass Nachrichten länger als 2 Minuten sein können und ein Beitrag auch aus mehr als 3 zusammenhängenden Sätzen bestehen kann. Der ORF sollte seinen Bildungsauftrag hier stärker wahrnehmen, auch auf Ö3, denn den Rest könne die Privaten ebenso.
...wie oft wohl haben meine Eltern eine Nachrichtensendung gehört mit dem Sprecher Josef Wenzel Hnatek und ich war dabei? Nicht nur hatte er eine tolle Radiostimme, auch sein Name war einprägsam, auch wenn ich bis vor ein paar Stunden glaubte, dass er "Knatek" geheißen hat.
Danke für alle überbrachten Nachrichten, ob gut oder schlecht!
ist hier etwas offtopic, aber an Peter Fichna erinnert man sich auch gern
http://www.youtube.com/watch?v=x_gt4bjaJj0
Im Juli 2009 gab es in Ö1 die Sendung Menschenbilder über ihn:
„Josef Wenzel Hnatek, die Radiostimme“ von Philipp Scheiner.
Hat gut getan, etwas über den Menschen hinter dieser Stimme zu erfahren.
Und hat auf recht einfühlsame Weise dargestellt, wie sehr er Teil des täglichen Lebens in diesem Land gewesen ist.
Tirol. Ein vierjähriger Bub entziffert im Herbst 1985 zum ersten Mal ein paar Sätze in den Radionachrichten auf Österreich 2 Regional. Die erste Meldung handelt wie üblich von den aktuellen Ereignissen im Golfkrieg. Noch Jahre danach - er geht mittlerweile längst in die Volksschule - glaubt er, "Iranirak" sei _ein_ Land.
Der österreichische Rundfunk brachte Nachrichten. Sprecher: Josef Wenzel Hnatek.
Zur Erinnerung: Einer der unzähligen von Hnatek gesprochenen Nachrichtenbeiträge:
http://www.mediathek.at/oe1_journ... Id=1108410
(Ausschnitt aus dem Mittagsjournal vom 2. April 1985, ab ca. Minute 2:30)
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