Keine Einigung bei Gesprächen von VÖZ und Gewerkschaft

22. Oktober 2012, 20:56
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Fortsetzung kommenden Montag

Neben den Protesten und Versammlungen fand Montagnachmittag auch ein weiterer Gesprächstermin zwischen den Verhandlern von VÖZ und Journalistengewerkschaft statt, bei dem es nach viereinhalb Stunden zu keiner Einigung über die Rahmenbedingungen der weiteren Verhandlungen kam. Die Gespräche würden am kommenden Montag, 10 Uhr, fortgesetzt, hieß es von Verlegerseite. Die Kündigung des alten Journalisten-Kollektivvertrags bleibt weiterhin aufrecht.

Man habe das Gefühl gehabt, die Arbeitgeberseite hätte versucht, bereits KV-Elemente mitzuverhandeln, dabei sei es doch lediglich um die Modalitäten und das weitere Vorgehen gegangen, so Gewerkschaftspräsident Franz C. Bauer. "Aus meiner Sicht muss man das strikter trennen."

Keine rasche Einigung

Der VÖZ räumte in einer Stellungnahme ein, dass es womöglich nicht mehr heuer sondern erst zu Jahresbeginn zu einer Lösung kommen könnte. VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger betonte, man sei "weiterhin zuversichtlich, dass bis zum Jahresende 2012 beziehungsweise im Jänner 2013 eine Einigung im Interesse aller Mitarbeiter erzielt werden kann". Grünberger: "Wir setzen unsere Bemühungen für zeitgemäße Arbeitsbedingungen weiter fort."

Verhandelt wurde am Montag etwa darüber, dass der VÖZ die Kündigung des Kollektivvertrags zurücknehmen würde und die Gewerkschaft im Gegenzug bis zu einer Einigung auf einen neuen KV eine vierteljährliche Kündigung des Kollektivvertrags akzeptiere. Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter wären in dem Fall Ende November zu einer mehrtägigen Klausur zusammenkommen, um alle strittigen Punkte für einen Kollektivvertrag neu auszuräumen - eine Konklave bis weißer Rauch aufsteigt also. (APA, 22.10.2012)

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