"Profis" nehmen den Heldenplatz ein

  • Hubschrauber sind auf dem Heldenplatz gelandet, bis Donnerstag folgen Panzer und ein Eurofighter-Modell.
    foto: apa/neubauer

    Hubschrauber sind auf dem Heldenplatz gelandet, bis Donnerstag folgen Panzer und ein Eurofighter-Modell.

Das Bundesheer präsentiert sich am Nationalfeiertag wieder auf dem Heldenplatz. Minister Darabos' Motto lautet nicht ganz zufällig "Profis bringen Sicherheit"

Wien - Wenigstens das hat ohne Gegenwehr geklappt: Mit der Landung von fünf Hubschraubern hat das Bundesheer Montagmittag den Wiener Heldenplatz erobert. Der Flug von Langenlebarn nach Wien hatte sich wegen des dichten Nebels verzögert und konnte erst zu Mittag anstatt wie geplant in der Früh durchgeführt werden. Mit der Landung begann der Aufbau der Bundesheer-Leistungsschau anlässlich des Nationalfeiertages am Freitag. Den Hubschraubern werden in den kommenden Tagen weitere Ausstellungsstücke folgen, darunter Panzer und ein Eurofighter-Modell.

Meinungsbildung

Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) legte bei einer Pressekonferenz am Montag den Schwerpunkt offenbar ganz bewusst auf die " Profis" der Armee - und musste sich vom Koalitionspartner damit den Vorwurf gefallen lassen, indirekt schon für die Volksbefragung im Jänner und die Abschaffung der Wehrpflicht Stimmung zu machen. Die Grundwehrdiener im Bundesheer und die Angelobung von mehr als 1000 Rekruten am 26. Oktober klammerte der Minister in seinen Ausführungen zum Nationalfeiertag aus.

So lautet das Motto der diesjährigen Leistungsschau des Bundesheeres auch: "Profis bringen Sicherheit". Präsentiert werden sollen die 14.000 Berufs- und Zeitsoldaten des Heeres sowie die Miliz, erklärte Darabos.

Der Minister verwies auf verschiedene Missionen im vergangenen Jahr, bei denen Profi-Soldaten eingesetzt wurden, darunter Evakuierungen aus Libyen und Hubschraubereinsätze bei Katastrophen. Das Bundesheer habe alle Bedrohungen und Aufgaben bewältigt, dafür brauche es aber gut ausgebildete Soldaten.

Eine Änderung wird es heuer bei der Kranzniederlegung der Staatsspitze in der Krypta, mit der die Feierlichkeiten am 26. Oktober eröffnet werden, geben. Wie berichtet, werden die Kränze dieses Jahr nicht mehr beim Denkmal des "Toten Soldaten", sondern bei der Gedenktafel für die im Einsatz verstorbenen Soldaten niedergelegt. Im Sommer waren unter dem Denkmal zwei Schriftstücke gefunden worden, eines davon war ein NS-Huldigungsschreiben des Denkmal-Bildhauers Wilhelm Frass.

Das Bundesheer erwartet am Nationalfeiertag wieder hunderttausende Besucher. Präsentiert werden neben diverser Gerätschaft auch die Garde, die EU-Battle-Group, Heeressportler, das Jägerbataillon 25 sowie ABC-Spezialisten. (APA/red, DER STANDARD, 23.10.2012)

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